26.01.2018

Höhere Förderung der Altenpflege-Ausbildung – Schritt in die richtige Richtung

Die Landes-Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein e.V. (LAG) begrüßt die Ankündigung von Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg, den Zuschuss für Altenpflegeschulen von 310 auf 450 Euro zu erhöhen. „Das ist ein wichtiges Zeichen für die Stärkung der Pflegeberufe“, so der LAG-Vorsitzende Heiko Naß.

„Dadurch wird die Qualität der Ausbildung angesichts gestiegener pädagogischer Anforderungen stabilisiert. Dennoch sehen wir weiteren Handlungsbedarf und setzen uns für eine Abschaffung des Schulgeldes für alle Gesundheitsberufe ein“.

Was für praktisch jeden Ausbildungsberuf z.B. im Bereich des Handwerks oder Dienstleistungsbereich gelte, dass Auszubildende eine Ausbildungsvergütung erhalten, muss auch für die therapeutische Ausbildung im Gesundheitsbereich gelten, fordert der stellvertretende LAG-Vorsitzende, Michael Selck.

„Es kann nicht sein, dass man Medizin kostenfrei studieren kann, eine Ausbildung in vielen Gesundheitsberufen aber entweder nicht vergütet oder immer noch mit Schulgeld belegt wird“, so Selck.

Die demographische Entwicklung weise schon seit Jahren auf den wachsenden Bedarf an Fachkräften im Gesundheitsbereich hin; mit einer eigenen Studie zur Sozialwirtschaft hat die Landes-Arbeitsgemeinschaft diesen Fachkräftebedarf auch wissenschaftlich für Schleswig-Holstein unterlegt.

Heiko Naß und Michael Selck begrüßen jede Anstrengung, die Berufe dieses Bereichs für junge Menschen attraktiv und bezahlbar zu gestalten. Dies sei neben der Steigerung des Sozialprestiges ein wesentlicher Faktor für die Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung.

(Pressemitteilung der Landes-Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein e.V. vom 26.01.2018)