Datum: Do, 22. Februar 2018
Zeit: 16:00 bis 18:00
Ort: Der PARITÄTISCHE, Zum Brook 4, 24143 Kiel erstellt von Andrea Dallek

Wohlfahrtsorganisationen sind keine demokratiefreien Räume!

Vortrag von Prof. Dr. Paul-Stefan Roß (DHBW Stuttgart, Fakultät Sozialwesen, Institut für angewandte Sozialwissenschaften – IfaS) im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Demokratie braucht Zivilgesellschaft - und was tut die freie Wohlfahrtspflege dafür?".

Eine Vortrags- und Diskussionsreihe des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein aus dem Bereich Bürgerschaftliches Engagement, Gemeinwesenarbeit, Inklusion und Selbsthilfe. Diese Vortragsreihe wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Programms "Zusammhalt durch Teilhabe".

Alle paar Jahre einen Stimmzettel ausfüllen, ist nicht so ganz das, was wir uns unter Demokratie wünschen. Demokratie ist eine Lebensform, die unseren Alltag prägt und die wir im Alltag prägen.

Wenn wir Demokratie sagen, dann meinen wir auch: gleiche Lebensbedingungen, soziale Gerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Es geht um Vielfalt, Inklusion, um freie Initiativen, die das Miteinander organisieren, um die Selbstorganisation betroffener Menschen und um das freie Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Mit anderen Worten, Demokratie ist undenkbar ohne eine lebendige, eigensinnige und manchmal auch widerborstige Zivilgesellschaft.

Und welche Rolle spielt dabei die – sich ebenfalls freie nennende – Wohlfahrtspflege? Versteht sie sich als eine Akteurin der Zivilgesellschaft und übernimmt die Verantwortung für die Weiterentwicklung einer Alltagsdemokratie und einer demokratischen Wohlfahrtsgesellschaft? Oder versteht sie sich mehr als soziale Dienstleisterin, die die Biografien „schwieriger“ Menschen normalisiert? Diesen Spannungsbogen zwischen dem demokratischen Eigensinn engagierter Menschen und der Disziplinierung und Befriedung ausgegrenzter Menschen wollen wir mit unser Vortrags- und Diskussionsreihe ausloten. Sicher nicht abschließend, aber wir hoffen, mehr Klarheit darüber zu bekommen, welchen Beitrag Soziale Arbeit und freie Wohlfahrtpflege zur Sicherung und Weiterentwicklung von Demokratie leisten kann ( – oder soll?).

Weitere Veranstaltungen:

Di. 20. März 2018, 16.00 bis 18.00 Uhr
Macht und Empowerment – Zentrale Bestandteile im Community Organizing
Dr. Gisela Renner (HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/ Göttingen, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit)

Mi. 25. April 2018, 18.00 bis 20.00 Uhr
Ungenutzte Möglichkeiten – Beiträge Sozialer Arbeit zur demokratischen Wohlfahrtsgesellschaft
Prof. Dr. Roland Roth (Institut für Demokratie und soziale Integration, Berlin)

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Holger Wittig-Koppe (Tel. 0431 5602 76)
Heike Roth (Tel. 0431 5602 53)
Andrea Dallek (Tel. 0431 5602 53)
buergerengagement@paritaet-sh.org
 
Anmeldung:
bitte schriftlich an
Corinna Wendt-Gill
Fax: 0431/ 5602-78
wendt-gill@paritaet-sh.org
Die Veranstaltungen sind kostenfrei und die Termine können einzeln gebucht werden.

Ausschreibung

 

Ort: Der PARITÄTISCHE S-H
Zum Brook 4, 24143 Kiel

Das Projekt "Demokratie braucht Gesellschaft" wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe".

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