Datum: Mi, 13. Dezember 2017
Zeit: 16:00 bis 18:00
Ort: Der PARITÄTISCHE, Zum Brook 4, 24143 Kiel erstellt von Andrea Dallek

Soziale Inklusion ist keine Einbahnstraße: Diversitätsbewusste Soziale Arbeit im Spannungsfeld zwischen Exklusion und Inklusion

Vortrag von Prof. Dr. phil. Prasad Reddy (Zentrum für soziale Inklusion Migration und Teilhabe ZSIMT/Bonn) im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Demokratie braucht Zivilgesellschaft - und was tut die freie Wohlfahrtspflege dafür?".

Eine Vortrags- und Diskussionsreihe des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein aus dem Bereich Bürgerschaftliches Engagement, Gemeinwesenarbeit, Inklusion und Selbsthilfe. Diese Vortragsreihe wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Programms "Zusammhalt durch Teilhabe".

Alle paar Jahre einen Stimmzettel ausfüllen, ist nicht so ganz das, was wir uns unter Demokratie wünschen. Demokratie ist eine Lebensform, die unseren Alltag prägt und die wir im Alltag prägen.

Wenn wir Demokratie sagen, dann meinen wir auch: gleiche Lebensbedingungen, soziale Gerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Es geht um Vielfalt, Inklusion, um freie Initiativen, die das Miteinander organisieren, um die Selbstorganisation betroffener Menschen und um das freie Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Mit anderen Worten, Demokratie ist undenkbar ohne eine lebendige, eigensinnige und manchmal auch widerborstige Zivilgesellschaft.

Und welche Rolle spielt dabei die – sich ebenfalls freie nennende – Wohlfahrtspflege? Versteht sie sich als eine Akteurin der Zivilgesellschaft und übernimmt die Verantwortung für die Weiterentwicklung einer Alltagsdemokratie und einer demokratischen Wohlfahrtsgesellschaft? Oder versteht sie sich mehr als soziale Dienstleisterin, die die Biografien „schwieriger“ Menschen normalisiert? Diesen Spannungsbogen zwischen dem demokratischen Eigensinn engagierter Menschen und der Disziplinierung und Befriedung ausgegrenzter Menschen wollen wir mit unser Vortrags- und Diskussionsreihe ausloten. Sicher nicht abschließend, aber wir hoffen, mehr Klarheit darüber zu bekommen, welchen Beitrag Soziale Arbeit und freie Wohlfahrtpflege zur Sicherung und Weiterentwicklung von Demokratie leisten kann ( – oder soll?).

 
Mi. 1. November 2017, 18.00 bis 20.00 Uhr
Prof. Dr. Wibke Riekmann (MSH Medical School, Hamburg):
Demokratische Strukturen neu denken – Die Zukunft der Vereine zwischen Selbstaufgabe und Dienstleistungsorientierung
 
Do. 23. November 2017, 16.00 bis 18.00 Uhr
Prof. Dr. Melanie Groß (Fachhochschule Kiel):
Wie weit rechts stehen wir schon? Herausforderungen für eine emanzipatorische Soziale Arbeit
 
Mi. 13. Dezember 2017, 16.00 bis 18.00 Uhr
Prof. Dr. phil. Prasad Reddy (Zentrum für soziale Inklusion Migration und Teilhabe ZSIMT/Bonn):
Soziale Inklusion ist keine Einbahnstraße: Diversitätsbewusste Soziale Arbeit im Spannungsfeld zwischen Exklusion und Inklusion

Diese Vortrags- und Diskussionsreihe wird im kommenden Jahr fortgeführt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Holger Wittig-Koppe (Tel. 0431 5602 76)
Heike Roth (Tel. 0431 5602 53)
Andrea Dallek (Tel. 0431 5602 53)
buergerengagement@paritaet-sh.org
 
Anmeldung:
bitte schriftlich an
Corinna Wendt-Gill
Fax: 0431/ 5602-78
wendt-gill@paritaet-sh.org
Die Veranstaltungen sind kostenfrei und die Termine können einzeln gebucht werden.

Ausschreibung

Ort: Der PARITÄTISCHE S-H
Zum Brook 4, 24143 Kiel

Das Projekt "Demokratie braucht Gesellschaft" wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe".

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