Inklusive Gemeinde

Inklusion als Leitvorstellung einer Gesellschaft, die keinen Menschen aufgrund seines Andersseins ausgrenzt, muss das Zusammenleben aller Menschen in einem überschaubaren Gemeinwesen in den Fokus nehmen. Strategien, die Qualität sozialer Einrichtungen und Dienstleister inklusiv zu verändern, sind sehr wichtig, reichen alleine aber nicht aus. Dies zeigt die Arbeit der Beratungsstelle für Inklusionsprojekte und der inklusiven Qualitätsgemeinschaft.

Ein inklusives Zusammenleben aller Menschen gelingt nur, wenn die jeweiligen Gemeinwesen, in den Menschen mit Assistenzbedarf, besonderen Lebenssituationen und –entwürfen, fremden Herkommen leben, befähigt werden, diese Vielfalt zu schätzen und sie als Ressource für ein gelingendes Zusammenleben zu nutzen.

Inklusion als Leitvorstellung verändert also nicht nur die soziale Arbeit, sondern hat unmittelbare Auswirkungen auf das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Die UN-Konvention spiegelt diese Erweiterung des Handlungsfeldes wieder, in dem sie sich aus den allgemeinen Menschen- und Bürgerrechten herleitet und im Artikel 19 die umfassende Teilhabe und im Artikel 29 die Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben einfordert. Unser Projekt versteht sich daher auch als ein Beitrag, die UN-Konvention mit Leben zu füllen.

Im Projekt wird die sozialräumliche Dimension inklusiver Veränderungsprozesse in den Mittelpunkt gestellt. Das Vorhaben setzt an überschaubaren Sozialräumen an: Nachbarschaften, Quartieren, Gemeinden. Hier machen Menschen Erfahrungen im Zusammenleben, hier ist auch der Raum für neue Formen des Miteinanders und der gegenseitigen Unterstützung.

Bürgerinnen und Bürger soll durch unser Projekt Mut gemacht werden, Engagement und Eigeninitiative zu entwickeln und ihren Sozialraum lebenswerter zu machen. Neben dem bürgerschaftlichen Engagement wird die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure, aber auch die Bildung von Verantwortungspartnerschaften wichtige Ressourcen bei der Ausgestaltung inklusiver Sozialräume sein.