Vortrags- und Diskussionreihe "Demokratie braucht Zivilgesellschaft - und was tut freie Wohlfahrtspflege dafür?"

Welche Rolle spielt dabei die – sich ebenfalls freie nennende – Wohlfahrtspflege? Versteht sie sich als eine Akteurin der Zivilgesellschaft und übernimmt die Verantwortung für die Weiterentwicklung einer Alltagsdemokratie und einer demokratischen Wohlfahrtsgesellschaft? Oder versteht sie sich mehr als soziale Dienstleisterin, die die Biografien „schwieriger“ Menschen normalisiert? Diesen Spannungsbogen zwischen dem demokratischen Eigensinn engagierter Menschen und der Disziplinierung und Befriedung ausgegrenzter Menschen wollen wir mit unser Vortrags- und Diskussionsreihe ausloten. Sicher nicht abschließend, aber wir hoffen, mehr Klarheit darüber zu bekommen, welchen Beitrag Soziale Arbeit und freie Wohlfahrtpflege zur Sicherung und Weiterentwicklung von Demokratie leisten kann ( – oder soll?).

Vorträge mit anschließender Diskussion

Die Reihe startet mit folgenden Themen und wird im kommenden Jahr fortgeführt.

Do. 12. Oktober 2017, 18-20 Uhr
Prof. Dr. Roland Roth (Institut für Demokratie und soziale Integration, Berlin):
Ungenutzte Möglichkeiten – Beiträge Sozialer Arbeit zur demokratischen Wohlfahrtsgesellschaft

Do. 23. November 2017, 16-18 Uhr
Prof. Dr. Melanie Groß (Fachhochschule Kiel)
Wie weit rechts stehen wir schon? Herausforderungen für eine emanzipatorische Soziale Arbeit

Mi. 13. Dezember 2017, 16-18 Uhr
Prof. Dr. Prasad Reddy (Institut für soziale Inklusion, Bonn)
Soziale Inklusion ist keine Einbahnstraße: Diversitätsbewusste Soziale Arbeit im Spannungsfeld zwischen Exklusion und Inklusion