Vortrags- und Diskussionreihe "Demokratie braucht Zivilgesellschaft - und was tut freie Wohlfahrtspflege dafür?"

Welche Rolle spielt dabei die – sich ebenfalls freie nennende – Wohlfahrtspflege? Versteht sie sich als eine Akteurin der Zivilgesellschaft und übernimmt die Verantwortung für die Weiterentwicklung einer Alltagsdemokratie und einer demokratischen Wohlfahrtsgesellschaft? Oder versteht sie sich mehr als soziale Dienstleisterin, die die Biografien „schwieriger“ Menschen normalisiert? Diesen Spannungsbogen zwischen dem demokratischen Eigensinn engagierter Menschen und der Disziplinierung und Befriedung ausgegrenzter Menschen wollen wir mit unser Vortrags- und Diskussionsreihe ausloten. Sicher nicht abschließend, aber wir hoffen, mehr Klarheit darüber zu bekommen, welchen Beitrag Soziale Arbeit und freie Wohlfahrtpflege zur Sicherung und Weiterentwicklung von Demokratie leisten kann ( – oder soll?).

Vorträge mit anschließender Diskussion

Do. 23. November 2017, 16-18 Uhr
Prof. Dr. Melanie Groß (Fachhochschule Kiel)
Wie weit rechts stehen wir schon? Herausforderungen für eine emanzipatorische Soziale Arbeit

Mi. 13. Dezember 2017, 16-18 Uhr
Prof. Dr. Prasad Reddy (Institut für soziale Inklusion, Bonn)
Soziale Inklusion ist keine Einbahnstraße: Diversitätsbewusste Soziale Arbeit im Spannungsfeld zwischen Exklusion und Inklusion

Do. 22. Februar 2018, 16.00 bis 18.00 Uhr
Prof. Dr. Paul-Stefan Roß (DHBW Stuttgart, Fakultät Sozialwesen, Institut für angewandte Sozialwissenschaften – IfaS)
Demokratie weiter denken – zivilgesellschaftliches Engagement in der Bürgerkommune

Di. 20. März 2018, 16.00 bis 18.00 Uhr
Dr. Gisela Renner (HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/ Göttingen, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit)
Community Organizing – eine Beteiligungsstrategie für ausgegrenzte Gruppen

Mi. 25. April 2018, 18.00 bis 20.00 Uhr
Prof. Dr. Roland Roth (Institut für Demokratie und soziale Integration, Berlin)
Ungenutzte Möglichkeiten – Beiträge Sozialer Arbeit zur demokratischen Wohlfahrtsgesellschaft