13.06.2018 erstellt von dreckmann

DKSB-SH: Nichtraucherschutz ist Kinderrecht!

Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein fordert den Landtag im Hinblick auf die morgige Debatte (14.06.18) zur Stärkung des Nichtraucherschutzes von Kindern und Jugendlichen auf, endlich Ergebnisse zu erzielen.

„Es ist längst überfällig, dass dem ganzen Gerede die entsprechenden Taten folgen“, kritisiert die Vorsitzende Irene Johns die wiederholte politische Diskussion über das Thema. „Seit Jahren sind die massiven gesundheitsschädlichen Folgen des Passivrauchens für Kinder gerade in engen Räumen wie Autos bekannt – es muss endlich gehandelt werden“, stellt Johns fest.

Dem Kinderschutzbund gehe es dabei vor allem um die verstärkte Aufklärung und Sensibilisierung für die schwerwiegenden Risiken des Passivrauchens als moralischen Appell. „Gurt und Kindersitz sind heutzutage auch selbstverständlich, um die Sicherheit von Kinder und Jugendlichen im Auto zu gewährleisten – das Gleiche sollte in einer aufgeklärten Gesellschaft auch für das Nichtrauchen gelten, “ mahnt die Kinder- und Jugend Psychologin.

Das Passivrauchen kostet laut der Weltgesundheitsorganisation weltweit etwa 600.000 Menschen pro Jahr das Leben, 165.000 davon sind Minderjährige. Sie sind besonders gefährdet, weil sie öfter atmen als Erwachsene, sich ihre Lunge noch herausbildet und ihr Entgiftungssystem noch nicht ausgereift ist. Die Folge können Krankheiten wie Asthma, lebenslange Lungenschäden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder der  plötzliche Kindstod sein. „18 Kinder und Jugendliche sterben entsprechend der WHO Studie jede Stunde an den Folgen des Passivrauchens – wo bleibt da das laut UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebene Recht auf ein gesundes Aufwachsen?“, stellt die Landesvorsitzende Irene Johns in Frage.