17.12.2018 erstellt von Anja Rother

PM Positive Zwischenbilanz des Kooperationsprojekts „Frauen_Wohnen“

Kiel, 17. Dezember 2018 | Ein Jahr nach Beginn des Projekts „Frauen_Wohnen“ haben die Beteiligten auf ihrer Beiratssitzung am 17. Dezember eine positive Zwischenbilanz gezogen: 

Innerhalb weniger Monate konnten 32 Frauen mit 43 Kindern aus einem Frauenhaus und über Frauenfachberatungsstellen vermittelte Frauen in eigene Mietwohnungen einziehen. Viele dieser Frauen haben Kinder, die nun wieder in herkömmlichen Wohnverhältnissen aufwachsen.

Projektträger ist der Paritätische Wohlfahrtsverband, finanziert wird das Projekt durch das Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung.

Unter der Beteiligung vieler Akteur*innen, u.a. des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), des Wohnungseigentümervereins Haus & Grund, zahlreicher privater Vermieter*innen sowie von Frauenfachberatungsstellen und Frauenhäusern im Land hat das Projekt „Frauen_Wohnen“ zum Ziel, Bewohnerinnen der landesweit 16 Frauenhäuser und ihren Kindern eigene Wohnungen zu vermitteln, sofern für sie kein akuter Schutzbedarf mehr besteht. Dadurch wird in den Häusern auch dringend benötigter Platz für weitere schutzbedürftige Frauen geschaffen.

„Wir freuen uns sehr, dass das Projekt so gut von den Betroffenen angenommen und zudem so wohlwollend und konstruktiv von der Wohnungswirtschaft begleitet wird“, sagt Schleswig-Holsteins Gleichstellungsministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack (CDU). „Dies ist ein sehr guter Baustein in unserem Maßnahmenpaket, um die speziell für benachteiligte Bevölkerungsgruppen extreme Wohnungsnot weiter zu bekämpfen“, ergänzt Kerstin Olschowsky, Mitglied der Geschäftsführung beim PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein. Möglich sei dies nur durch das kooperative und ergebnisorientierte Zusammenwirken aller Akteur*innen, insbesondere durch die engagierte Arbeit der regionalen Servicestellen.

Dennoch wird aktuell noch dringend weiterer Wohnraum gesucht, insbesondere in den Großräumen Kiel, Lübeck und Hamburg. Interessierte Vermieter*innen werden gebeten, sich an den PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein zu wenden.

Kontakt: Anja Rother, Tel.: (0431) 56 02 30, E-Mail: rotherparitaet-sh.org


Details zum Projekt „Frauen_Wohnen“:
Das Projekt wurde im November 2017 aufgesetzt und wird seit Mitte 2018 operativ umgesetzt. Die Projektphase endet am 31. Dezember 2022. Bis dahin stellt das Ministerium grundsätzlich 800.000,00 Euro jährlich zur Projektumsetzung zur Verfügung.  

Die Fördermittel werden unter anderem verwendet, um eigens eingerichtete regionale Servicestellen an verschiedenen Standorten zu betreiben. Die Mitarbeiter*innen dieser Anlaufstellen kümmern sich beispielsweise um die wohnungsbezogene Beratung der Frauen, die Wohnungsakquise und -vermittlung und bilden Schnittstellen zu den Frauenhäusern und Frauenfachberatungsstellen. Ferner dient die Förderung dazu, Kooperationsvereinbarungen mit der Wohnungswirtschaft und mit Vermieter*innen zu schließen. Falls unvermeidbar, schließen die Träger der Servicestellen auch befristete Mietverhältnisse im eigenen Namen ab und geben den Wohnraum über Untermietverhältnisse später an die Frauen weiter. Langfristiges Ziel ist immer ein eigenständiges Mietverhältnis der Frauen.


Pressekontakt:
PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein
Kerstin Olschowsky
Tel.: (0431) 56 02 50
E-Mail: olschowsky@paritaet-sh.org