06.02.2020

Stellungnahme des PARITÄTISCHEN SH zur Ministerpräsidentenwahl in Thüringen

PARITÄTISCHER SH fordert Rückbesinnung der demokratischen Parteien

Wir, der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Schleswig Holstein, setzen uns stetig und mit Nachdruck für eine soziale und demokratische Gesellschaft ein, in der Rechtsextremisten und Faschismus keinen Platz haben. Bisher waren wir uns sicher, dass wir unsere Ziele im Schulterschluss mit allen demokratischen Parteien Deutschlands verfolgen würden, auch wenn vielleicht der Weg nicht immer derselbe ist.

Was in Thüringen geschehen ist, ist ein Dammbruch, der deutschlandweit über die Landesgrenzen Thüringens hinausgeht: Gingen wir bis gestern davon aus, dass alle demokratischen Parteien rechtsextremen Kräften wie der AfD keinen Fußbreit gewähren, müssen wir nun beobachten, wie die FDP und auch die CDU in Thüringen ihnen Tür und Tor öffnen.
Wir begrüßen die Distanzierung der jeweiligen Bundesverbände sowie der FDP in Schleswig Holstein ausdrücklich, müssen aber anmerken, dass die stetige Gleichsetzung von rechts- und linksextremen Kräften in Thüringen erst den Nährboden für dieses Desaster geschaffen hat. Deshalb fordern wir von Herrn Kemmerich den sofortigen Rücktritt sowie die Rückbesinnung aller demokratischen Parteien auf ihre Grundwerte, um rechtsextremem Gedankengut nicht noch mehr Raum zu geben als dieses ohnehin bereits in unserer Gesellschaft hat.

Kontakt:

Julia Bousboa
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0431 5602–13
Mail: bousboa(at)paritaet-sh.org