Echte Lehrmittelfreiheit jetzt – kein Kind darf beim Schulstart abgehängt werden
Michael Saitner, geschäftsführender Vorstand des PARITÄTISCHEN SH:
„Die hohen Preise für Schulranzen machen sichtbar, was viele Familien jedes Jahr erleben: Der Schulstart ist finanziell kaum zu stemmen. Den Preis eines Ranzens können wir in einer freien Marktwirtschaft nicht bestimmen – aber wir können verhindern, dass Schulbildung Familien zusätzlich belastet.
Die derzeitige Pauschale für Bildung und Teilhabe reicht schlicht nicht aus, um die notwendigen Materialien abzudecken. Wenn zusätzlich Übungshefte für den einmaligen Gebrauch gekauft werden müssen oder bestimmte Markenstifte und Tuschkästen empfohlen werden, überfordert das viele Familien, und zwar Jahr für Jahr. Das widerspricht jeder Vorstellung von Chancengerechtigkeit - schon vor dem ersten Schultag.
Es braucht landesweite Lösungen, damit kein Kind aufgrund des Geldbeutels der Eltern benachteiligt wird. Lehrmittelfreiheit ist kein Luxus, sondern eine Frage von Bildungsgerechtigkeit und der Würde von Familien. Schleswig-Holstein muss hier konsequent vorangehen.“