Michael Saitner, geschäftsführender Vorstand des PARITÄTISCHEN SH, zur aktuellen Debatte um Daniel Günther und Medienfreiheit:
„In der aktuellen Debatte gilt es festzuhalten: Kritik an Medien ist ebenso legitim wie Kritik an Politik. Ministerpräsident Daniel Günther hat bei Markus Lanz auf die Bedeutung von Verantwortung und Qualitätsstandards im öffentlichen Diskurs hingewiesen – nicht als Angriff auf bestimmte Strömungen, sondern als Appell an alle, die mit Reichweite Meinungen prägen. Demokratie lebt von Streit, aber sie braucht ein gemeinsames Fundament aus überprüfbaren Fakten. Dafür einzutreten heißt nicht, Debatten zu unterdrücken, sondern sie auf einer verlässlichen Grundlage zu führen.
Und klar ist auch: Eine freie Presse ist stark genug, nicht über jedes hingehaltene Stöckchen zu springen. Seriöser Journalismus prüft, ordnet ein und lässt sich nicht durch Empörungstaktik treiben. Genau diese Haltung stärkt die öffentliche Debatte. Ich wünsche mir, dass die Diskussion nun fair und verantwortungsvoll weitergeführt wird. Eine offene Demokratie braucht sowohl kritische Medien als auch Politiker, die Missstände klar benennen dürfen.“