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PARITÄTISCHER Schleswig-Holstein fordert: „Keine Abschiebungen während der Corona-Pandemie!“

Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein fordert Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack dazu auf, sich auf der Innenministerkonferenz für einen Abschiebestopp während der Corona-Pandemie einzusetzen und erinnert an die katastrophale Lage auf Lesbos.

Anlässlich der Innenministerkonferenz vom 09. – 11.12.2020 fordert der PARITÄTISCHE SH die schleswig-holsteinische Innenministerin Dr. Sütterlin-Waack dazu auf, sich für einen Abschiebestopp während der Corona-Pandemie einzusetzen.

„Es ist wünschenswert, dass die Ministerin die humane schleswig-holsteinische Vorgehensweise wie beispielsweise das Wintermoratorium weiterführt und in die Innenministerkonferenz trägt.“ so Michael Saitner, Vorstand des PARITÄTISCHEN SH. „Die Gesundheitssysteme in den Herkunftsländern der Geflüchteten sind der Corona-Pandemie nicht gewachsen, eine entsprechende Versorgung von Erkrankten nicht gewährleistet.“

Des Weiteren ist die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern verheerend. Das provisorische Lager nach dem Brand in Moria ist nicht winterfest, Schutzmaßnahmen gegen Ansteckung durch COVID-19 oder andere Krankheiten sind wie die Isolation von Erkrankten kaum möglich.

„Länder und Kommunen wollen mehr Geflüchtete aufnehmen als der Bundesinnenminister bereit ist. Diesem Willen nach humanitärem Handeln muss nun endlich Rechnung getragen werden!“ so Michael Saitner.

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Julia Bousboa Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Zum Brook 4
24143 Kiel