Datum: Mi, 25. April 2018
Zeit: 18:00 bis 20:00
Ort: Der PARITÄTISCHE, Zum Brook 4, 24143 Kiel erstellt von Andrea Dallek

Ungenutzte Möglichkeiten – Beiträge Sozialer Arbeit zur demokratischen Wohlfahrtsgesellschaft

Vortrag von Prof. Dr. Roland Roth (Institut für Demokratie und soziale Integration, Berlin)

Es erwartet Sie eine anregende Veranstaltung, in der es gern kontrovers zugehen soll. Roland Roth ist dafür bekannt, dass er fachliche und politische Debatten mit kritischen Einschätzungen bereichert, die sich auf wichtige Argumente, konstruktive Überlegungen und mitunter unbequeme Sichtweisen stützen.

Roland Roth ist Professor für Politikwissenschaft. Er ist Mitgründer der Menschenrechtsorganisation "Komitee für Grundrechte und Demokratie" (Köln), war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags "Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements". Er war zudem Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten, so z.B. in verschiedenen Stiftungen zu den Themen Kinder- und Jugendbeteiligung, Integration und Rechtsextremismus und war im Beirat zum 2. Freiwilligensurvey der Bundesregierung aktiv.

Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • Demokratie
  • Soziale Bewegungen
  • Bürger- und Menschenrechte
  • Kinder- und Jugendbeteiligung
  • Integration
  • Rechtsextremismus

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe Demokratie braucht Zivilgesellschaft - und was tut die freie Wohlfahrtspflege dafür?
Eine Vortrags- und Diskussionsreihe des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein aus dem Bereich Bürgerschaftliches Engagement, Gemeinwesenarbeit, Inklusion und Selbsthilfe. Diese Vortragsreihe wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Programms "Zusammhalt durch Teilhabe".

Alle paar Jahre einen Stimmzettel ausfüllen, ist nicht so ganz das, was wir uns unter Demokratie wünschen. Demokratie ist eine Lebensform, die unseren Alltag prägt und die wir im Alltag prägen.
Wenn wir Demokratie sagen, dann meinen wir auch: gleiche Lebensbedingungen, soziale Gerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Es geht um Vielfalt, Inklusion, um freie Initiativen, die das Miteinander organisieren, um die Selbstorganisation betroffener Menschen und um das freie Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Mit anderen Worten, Demokratie ist undenkbar ohne eine lebendige, eigensinnige und manchmal auch widerborstige Zivilgesellschaft.
Und welche Rolle spielt dabei die – sich ebenfalls freie nennende – Wohlfahrtspflege? Versteht sie sich als eine Akteurin der Zivilgesellschaft und übernimmt die Verantwortung für die Weiterentwicklung einer Alltagsdemokratie und einer demokratischen Wohlfahrtsgesellschaft? Oder versteht sie sich mehr als soziale Dienstleisterin, die die Biografien „schwieriger“ Menschen normalisiert? Diesen Spannungsbogen zwischen dem demokratischen Eigensinn engagierter Menschen und der Disziplinierung und Befriedung ausgegrenzter Menschen wollen wir mit unser Vortrags- und Diskussionsreihe ausloten. Sicher nicht abschließend, aber wir hoffen, mehr Klarheit darüber zu bekommen, welchen Beitrag Soziale Arbeit und freie Wohlfahrtpflege zur Sicherung und Weiterentwicklung von Demokratie leisten kann ( – oder soll?).


Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Holger Wittig-Koppe (Tel. 0431 5602 76)
Heike Roth (Tel. 0431 5602 53)
Andrea Dallek (Tel. 0431 5602 53)
buergerengagement@paritaet-sh.org

Ausschreibung

Anmeldung:

bitte schriftlich an
Corinna Wendt-Gill
Fax: 0431/ 5602-78
wendt-gill@paritaet-sh.org
Die Veranstaltungen sind kostenfrei und die Termine können einzeln gebucht werden.

Ort: Der PARITÄTISCHE S-H
Zum Brook 4, 24143 Kiel

Das Projekt "Demokratie braucht Gesellschaft" wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe".

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