AMIF Aufnahme- und Strukturverbesserungen für Geflüchtete in Schleswig-Holstein (Förderzeitraum Januar 2020 bis Juni 2022)

AMIF Aufnahme- und Strukturverbesserungen für Geflüchtete in Schleswig-Holstein.

Das AMIF-Netzwerk ist ein Bündnis von Diakonischem Werk SH, Paritätischem Landesverband SH, Flüchtlingsrat SH und der Diakonie Altholstein. Das Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF), weiteren Drittmitteln und Eigenmitteln der beteiligten Träger finanziert. Laufzeit: 01.01.2020 bis 30.09.2022.

Ziel des Projektes ist, die Willkommensstruktur und die Aufnahmebedingungen für Asylsuchende und besonders schutzbedürftige Geflüchtete in Schleswig-Holstein zu verbessern.

Dies geschieht in verschiedenen Teilprojekten durch

  • Netzwerkkoordination und landesweite Aktivitäten zur Verbesserung der Aufnahmebedingungen für Geflüchtete in Schleswig-Holstein
  • Beratungs- und Begegnungszentrum für Asylsuchende „Haart Cafe“ und TABU-Mobil
  • Öffentlichkeitsarbeit und Schulungen zum Thema „Identität und Respekt“ – Landesweite Flüchtlingshilfe
  • Lokale AMIF-Netzwerke zur Weiterentwicklung der psychosozialen, psychotherapeutischen und gesundheitlichen Versorgung von kranken und traumatisierten Geflüchteten in Schleswig-Holstein

Übersicht der Projektteile

Teilprojekt 1: Netzwerkkoordination und landesweite Aktivitäten

Das Teilprojekt beinhaltet die Netzwerkkoordination, die vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein e.V. und dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e.V. gemeinsam geleistet wird. Hierzu gehören u. a. die Koordination des Gesamtprojektes, die Öffentlichkeits- und Pressearbeit, die Mittelbearbeitung und -weitergabe sowie das Finanz-controlling, die Dokumentation der Netzwerkaktivitäten und die Durchführung von landesweiten Fachveranstaltungen, Schulungen und weiteren Aktivitäten zur Verbesserung der Aufnahmebedingungen für Geflüchtete in Schleswig-Holstein. Weitere Schwerpunkte der Netzwerkkoordination sind die individuelle unabhängige Rechtsberatung von Asylsuchenden in Schleswig-Holstein sowie die Verstärkung der Qualifizierung von dolmetschenden Personen und Sprachmittler*innen landesweit.

Ansprechpartner*innen:

Diakonisches Werk Schleswig-Holstein
Kanalufer 48
24768 Rendsburg

Doris Kratz Hinrichsen
Tel. 04331 593-189
kratz-hinrichsen@diakonie-sh.de

Eilien Möller
Tel. 04331 593-254
e.moeller@diakonie-sh.de

Rechtsberatung: Mónica Martínez Prieto
Tel. 04331 593-272
m.martinezprieto@diakonie-sh.de

Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein
Tabea von Riegen
Zum Brook 4
24143 Kiel
Tel. 0431 56 02-77
vonriegen@paritaet-sh.org

Teilprojekt 2: Beratungszentrum für Asylsuchende und TABU-Mobil

Das Beratungs-und Begegnungszentrum bietet ankommenden Asylsuchenden am Standort Neumünster eine Erstorientierung außerhalb der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Schleswig-Holstein. Zusätzlich zum Angebot öffentlicher Veranstaltungen mit verschiedenen Themen für Geflüchtete und weitere Interessierte, finden auch regelmäßig Beratungscafés im Rahmen der gemeinwesensorientierten Öffentlichkeitsarbeit statt. In der Einzelfallhilfe identifiziert das Teilprojekt darüber hinaus vulne-rable Personen, um durch gezielte Beratung passgenaue Hilfen zu vermitteln.

Das Projekt TABU-MOBIL trägt mit dem Aufbau eines landes-weiten Netzwerkes dazu bei, den hohen fachlichen Bedarf an Veranstaltungen zum Thema FGM/C zu decken. Träger, Institutionen, Communities und interessierte Öffentlichkeit werden zur Thematik sensibilisiert und FGM/C wird dadurch in Schleswig-Holstein sichtbar. In enger Zusammenarbeit mit der bereits bestehenden Anlaufstelle TABU in Kiel, wird das Projekt u.a. einen regelmäßig stattfindenden Fachdialog anbieten. Weiter-hin werden Akteur*innen unterstützt, als Multiplikator*innen in ihren jeweiligen Strukturen ein enges landesweites Hilfenetz für betroffene sowie gefährdete Mädchen und Frauen aufzubauen. Das Teilprojekt wird gefördert vom Landesamt für Zuwan-derung und Flüchtlinge.

Ansprechpartnerin:

Diakonisches Werk Altholstein
Rike Müller
Beratungszentrum / Haart-Café
Haart 224
24539 Neumünster
Tel. 04321-2522130-12
rike.mueller@diakonie-altholstein.de

TABU-MOBIL / Landeskoordination Schwerpunkt FGM/C
Angela Hartmann und Renate Sticke
Tel. 04321-2505-3017 bzw. Tel. 0431 26093119
tabu-mobil@diakonie-altholstein.de

Teilprojekt 3: Landesweite Flüchtlingshilfe Schleswig-Holstein – Identität und Respekt

Das Teilprojekt setzt in den beiden Projektbereichen flücht-lingsspezifische Öffentlichkeitsarbeit und Informationen zur Identitätsklärung strukturverbessende Maßnahmen um, die sich auf zwei zentrale Herausforderungen nach Deutschland einreisender Asylsuchender beziehen.

  • Eine gesellschaftliche Sensibilisierung für die besonderen Belange Geflüchteter soll durch Veranstaltungs- und Infor-mationsangebote und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden.
  • Multiplikator*innen, Unterstützer*innen und Aktive in der Beratung Geflüchteter in Schleswig-Holstein erhalten Infor-mationen und Weiterbildungsmöglichkeiten bei rechtlichen Fragen aus den Bereichen Mitwirkung, Identitätsklärung und Aufenthaltsverfestigung.

Das Teilprojekt wird aus Mitteln der UNO-Flüchtlingshilfe ko-finanziert.

Ansprechpartner:

Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.
Sophienblatt 82 - 86
24114 Kiel

Öffentlichkeitsarbeit:
Martin Link
Telefon 0431 5568 5360
public@frsh.de

Informationen zur Identitätsklärung:
Eva Biereder Telefon
0431 5568 5646
projekt@frsh.de

Teilprojekt 4: Lokale AMIF-Netzwerke zur Weiterentwicklung der psychosozialen, psychotherapeutischen und gesundheitlichen Versorgung kranker und traumatisierter Geflüchteter in Schleswig-Holstein

Die Ziele dieses Teilprojektes sind:

  • die Strukturverbesserung und Fortentwicklung der gesundheitlichen, psychosozialen und psychotherapeutischen Versorgungsstruktur für kranke und traumatisierte Geflüchtete
  • der Abbau der Zugangsbarrieren zum Gesundheitssystem für kranke und traumatisierte Geflüchtete

Unsere Zielgruppe sind Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen, verschiedene Fachdienste der Verwaltungen, der Kreise, Städte, Ämter und Gemeinden sowie verschiedene Soziale Regeldienste und Beratungsstellen, die in diesem thematischen Kontext arbeiten oder daran interessiert sind. Bei unseren regionalen Netzwerktreffen bieten wir Raum für Austausch, Netzwerkarbeit und Weiterbildung in Kooperation mit verschiedensten Referent*innen und Expert*innen zu Schwerpunktthemen im Zusammenhang mit Migration und Gesundheit. Es werden Lücken im Versorgungssystem identifiziert und Bedarfe an die Verantwortlichen in der Politik und Verwaltungen vermittelt. Ein Dolmetscher*innen-Pool für den Einsatz bei Psychotherapien und psychosozialen Beratung wird betreut.
Das Projekt wird gefördert durch die LVGFSH – Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein e.V. mit Mitteln des MSGJFS - Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein.

Ansprechpartner*innen:

Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein
Krystyna Michalski
Zum Brook 4
24143 Kiel
Tel. 0431- 5602-23
michalski@paritaet-sh.org

Ihre Ansprechperson

Tabea von Riegen
Tabea von Riegen Fachreferat | Projektkoordination "Alle an Bord!" | "AMIF - Teilprojekt 1"
Krystyna Michalski
Krystyna Michalski Fachreferat | Migration/Flucht und LSBTI* | Projektleitung "AMIF - Teilprojekt 4"
Volker Behm
Volker Behm Teamleitung / Referat | Finanzierung