Der Paritätische SHhttps://paritaet-sh.org.dedi1294.your-server.de Aktuelles vom PARITÄTISCHEN Schleswig-Holsteinde_DEDer Paritätische SHTYPO3 EXT:newsnews-1505Thu, 11 Jul 2019 11:43:33 +0200Barrierefreiheit wird bei durch Krankenkassen finanzierten digitalen Gesundheitsanwendungen eine Rolle spielen (DVG Kabinettsbeschluss)/aktuelles/aktuelles/details/barrierefreiheit-wird-bei-durch-krankenkassen-finanzierten-digitalen-gesundheitsanwendungen-eine-rol/ Am 10.07.2019 hat das Bundeskabinett den Entwurf für ein "Digitale-Versorgung-Gesetz" beschlossen. In der Gesetzesbegründung wird hierbei konkretisiert, dass neben Qualität und Funktionalität u. a. auch die Barrierefreiheit durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zu prüfen ist, bevor es beschließt, dass digitale Gesundheitsanwendungen durch gesetzliche Krankenkassen erstattet werden können. Darüber hinaus enthält der Gesetzesentwurf im Vergleich zum zuvor bekannten Referentenentwurf insbesondere die folgenden Änderungen:

- Die geplanten weiteren Regelungen zur elektronischen Patientenakte mit denen Vorgaben zu weiteren Funktionen (Mutterpass, Impfausweis, etc.) getroffen werden sollten, wurden heraus genommen. Hier hatte das Justizministerium Vorbehalte auf Grund des Datenschutzes angemeldet. Das Bundesministerium für Gesundheit kündigte daraufhin an, dass man diese Punkte später in einem eigenen Datenschutzgesetz regeln wolle.
- Der Gesetzentwurf enthält weiterhin eine gesetzliche Grundlage für eine freiwillige Anbindung von stationären Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur. Der Entwurf enthält allerdings keine Regelungen mehr, um Pflegefachkräften, Hebammen und Entbindungspflegern oder auch Physiotherapeuten eine Zugriffsberechtigung zu den Daten der elektronischen Gesundheitskarte zu ermöglichen. Hier besteht Nachbesserungsbedarf, damit eine Anbindung an die Telematikinfrastruktur durch Pflegeeinrichtungen in der Praxis genutzt werden kann. Wir gehen davon aus, dass diese Regelungen ebenfalls auf Grund von datenschutzrechtlichen Fragestellungen zunächst heraus genommen wurden, um eine Zustimmung im Bundeskabinett zu ermöglichen.
- Herausgenommen wurde außerdem eine gesetzliche Grundlage für die freiwilligen Anbindung von Reha- und Vorsorgeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur. Es wird allerdings angekündigt, dass die entsprechende Grundlage in einem späteren Gesetz geschaffen werden wird.
- Bei der Erstellung der Pflegeberatungs-Richtlinien sind die Bundesarbeitsgemeischaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Verbände der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene, der Verband der PKV, die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und die kommunalen Spitzenverbände auf Bundesebene zu beteiligen. Den Verbänden der Pflegeberufe, Patientenvertretern und unabhängigen Sachverständigen ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
- Es sind nun Regelungen für eine Schiedsstelle enthalten, die tätig wird, wenn der GKV-SV und die Hersteller von digitalen Gesundheitsanwendungen sich hinsichtlich der Vergütung nicht einigen können. Patientenorganisationen nach § 140f können beratend an den Sitzungen der Schiedsstelle teilnehmen.
- Apotheken erhalten bis zum 30.09.2020 Zeit, um sich an die Telematikinfrastruktur anzuschließen (zuvor war der 31.3.2020 vorgesehen).
- Der GKV-SV hat dem BMG jährlich und erstmalig zum 31.03.2020 über den Stand und Fortschritt der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen zu berichten.
- Der GKV-SV soll aktiv daran mitwirken, dass Krankenkassen an gemeinsame Portalverbünde angebunden werden (dies zielt auf das Bürgerportal ab, dass auf Grund des Onlinezugangsgesetzes eingeführt wird).
- Veränderte Regelungen hinsichtlich der Zugänglichkeit der digitalen Gesundheitsapps. Dies ermöglicht, dass Versicherte diese über App Stores herunter laden können.
- Klarstellung, dass andere Leistungsanspruche (beispielsweise auf Hilfsmittel) durch den neuen Leistungsanspruch auf digitale Gesundheitsanwendungen unberührt bleiben. Auch wenn es sich bei der digitalen Gesundheitsanwendung um eine neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode handeln sollte, gilt der vorgesehene Leistungsanspruch.
- Konkretisierung, dass den Krankenkassen hinsichtlich des Anspruchs auf digitale Gesundheitsanwendungen regelmäßig eine ärztlich bestätigte Indikation vorzulegen ist. In der Regel sei eine zeitliche Begrenzung der Genehmigung erforderlich.
- Klarstellung, dass die von der KBV zu erlassenden IT-Sicherheitsanforderungen nicht für die ambulante Versorgung im Krankenhaus gelten, soweit dort bereits angemessene Vorkehrungen gemäß den BSI Gesetzen getroffen wurden.
- Bei der Erstellung der Vorgaben zur IT-Sicherheit hat die KBV nun doch nicht Medizinprodukte und In-Vitro Diagnostika zu berücksichtigen, die programmierbare Elektroniksysteme einschließen.
- Wenn es darum geht, dass Vergütungsregelungen im EBM zu finden sind, die mit digitalen Gesundheitsanwendungen zusammen hängen, ist nun nicht allein von ärztlichen, sondern auch von psychotherapeutischen Leistungen die Rede.
- In den Beirat der gematik wird ein Vertreter für den Bereich der Hochschulmedizin aufgenommen. Dies geschieht in Hinblick auf die Zielsetzung eine forschungskompatible elektronische Fallakte zu entwickeln.
- Das zukünftige Forschungsdatenzentrum soll auch Daten zur Versorgung durch Hebammen und zur Versorgung durch andere Heil- und Hilfsmittelerbringer aller GKV Versicherten enthalten.
- Der Auftrag des IQWIG wird erweitert. Es kann Recherchen zum aktuellen Wissensstand als Grundlage für die Entwicklung oder Weiterentwicklung von Leitlinien durchführen.
- Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften kann dem BMG für Beauftragungen des IQWIG, Themen zur Entwicklung und Weiterentwicklung von Leitlinien vorschlagen. Für Beauftragungen des IQWIG durch das BMG können jährlich bis zu zwei Millionen Euro verwendet werden.
- Die Vertragsärzte werden verpflichtet, bis zum 30. Juni 2021 gegenüber ihrer KV nachzuweisen, dass sie über die erforderlichen Dienste und Komponenten verfügen, die für einen Zugriff auf die elektronische Patientenakte erforderlich sind.
- Perspektivisch ist nur nicht eine Halbierung, sondern später auch eine Kürzung der Bezahlung von Faxen auf ein Viertel der heutigen Vergütung vorgesehen.

 

Gesetzetwurf DVG

 

 

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news-1504Thu, 11 Jul 2019 11:40:38 +0200Ansätze und Anforderungen für inklusive Paritätische Freiwilligendienste/aktuelles/aktuelles/details/ansaetze-und-anforderungen-fuer-inklusive-paritaetische-freiwilligendienste/ Inklusiv ausgestaltete Freiwilligendienste ermöglichen unterschiedlichen Menschen den Zugang zu einer besonderen Form des Engagements. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, stellen sich verschiedene Anforderungen an alle Beteiligten, sowohl der Politik, den Träger als auch den Einsatzstellen. Eine inklusive Arbeitsweise gehört für die Paritätischen Freiwilligendienstträger zu ihrem Selbstverständnis. Dies ist unter anderem in den gemeinsamen Qualitätsstandards verankert. Als logische Konsequenz haben sich die Paritätischen Freiwilligendienstträger mit Anforderungen und Herausforderungen für inklusiv ausgestaltete Freiwilligendienste auseinandergesetzt. Das Ergebnis bildet das Papier "Ansätze und Anforderungen für inklusive Paritätische Freiwilligendienste", das sich gleichermaßen an die Träger selbst aber auch an die Politik richtet.

Position des Paritätischen Gesamtverbandes

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news-1501Thu, 11 Jul 2019 11:37:39 +0200Albtraum Miete: Statement zur Aktionswoche Schuldnerberatung/aktuelles/aktuelles/details/albtraum-miete-statement-zur-aktionswoche-schuldnerberatung/ Seit Jahren kennen die Mieten in deutschen Städten nur eine Richtung: Nach oben. Sowohl in den Städten als auch in den Randbezirken und ländlichen Regionen wird Wohnen unbezahlbar. Der Paritätische Wohlfahrtsverband betrachtet diese Entwicklung mit großer Sorge.Seit Jahren kennen die Mieten in deutschen Städten nur eine Richtung: Nach oben. In den sogenannten Top 7-Städten Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart sind die Angebotsmieten für leere Wohnungen seit 2004 um fast 70 Prozent gestiegen. Doch auch in den Randbezirken und ländlichen Regionen wird es langsam eng und Wohnen unbezahlbar. Der Paritätische Wohlfahrtsverband als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege betrachtet diese Entwicklung mit Sorge. Es kann nicht sein, dass Menschen sich für so etwas Essentielles wie eine Wohnung zunehmend verschulden müssen, um diese nicht zu verlieren und zwangsgeräumt zu werden.

Das treibt uns um, denn es betrifft genau die Menschen, die der Paritätische vertritt: Ältere Menschen mit kleiner Rente, die fragwürdige Eigenbedarfsklagen bekommen, genauso wie Student*innen, die wochenlang quer durch die Stadt couchsurfen müssen, bevor sie ein überteuertes WG-Zimmer finden. Die Krankenschwester, die vom Stadtrand lange Wege zur Arbeit auf sich nehmen muss, genau so wie das junge Paar mit Nachwuchs, welches seine Hoffnungen auf eine bezahlbare 3-Zimmer-Wohnung begraben hat. Kurz gesagt: Wir vertreten die Mehrheit der Bevölkerung, die sich nicht mal eben die Wohnung kaufen kann.

Einfach gesagt haben wir es hier mit zwei unterschiedlichen Interessen zu tun: Auf der einen Seite die Immobilienkonzerne und solche Vermieter, die Profite machen wollen, und auf der anderen Seite die Mieter, die ihre Wohnungen irgendwann nicht mehr bezahlen können. Dieser Konflikt steht stellvertretend für viele Konflikte in der Gesellschaft und dem über Jahrzehnte gepredigten neoliberalen Dogma: Lasst die Reichen nur genug Rendite machen, dann fällt für alle was ab. Aber spätestens, wenn man seine Wohnung verlassen muss, weil man sie nicht mehr bezahlen kann, merkt man: Das kann nicht stimmen.  Für mich fällt da nichts ab.

Vor wenigen Jahren wären Initiativen zur Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne noch als utopische Spinnerei abgetan worden. Heute treibt es Zehntausende auf die Straße und lässt an nur einem Wochenende 15.000 Menschen in Berlin für dieses Anliegen unterschreiben. Man kann über den Sinn des Vorhabens streiten. Es gibt richtige Argumente wie, dass so kein neuer Wohnraum geschaffen wird. Aber wenn der Verdrängung entgegengewirkt werden kann, halten wir es beim Paritätischen für eine grundsätzlich richtige Idee.

Deswegen hat sich unser Verbandsrat und damit das höchste Gremium des Paritätischen Gesamtverbandes auch dafür ausgesprochen, die Möglichkeit der Vergesellschaftungen von Immobilienkonzernen gemäß Artikel 15 des Grundgesetzes gegen Entschädigung offensiver zu nutzen, wenn damit Verdrängung vorgebeugt werden kann. Nicht gemeint sind verantwortlich agierende Wohnungsvermieter und -eigentümer. Nur kann es dabei wohnungspolitisch natürlich nicht bleiben. Wir brauchen wieder einen gemeinnützigen Wohnungssektor und endlich wieder sozialen Wohnungsbau, mehr Mieterschutz bei der Umwandlung von Miet- zu Eigentumswohnungen, eine effektive Mietpreisbremse, Schutz vorm „Herausmodernisieren“ durch die immer noch zu hohe Modernisierungsumlage und die Vergabe von Grundstücken nach sozialen Kriterien. Zur Prävention von Wohnungslosigkeit müssen kommunale Fachstellen unter Beteiligung freier Träger gefördert werden und es braucht verbindliche Kooperationen zwischen den unterschiedlichen Akteuren (Kommune, freier Träger, Wohnungsunternehmen), um Wohnungsverlust zu vermeiden. Der Paritätische spricht sich auch dafür aus, dass Mietschulden in Hartz IV als Beihilfe übernommen werden können. Nicht zu vergessen sind die kleinen Gewerbetreibenden und solche sozialen Träger, die durch das gegenwärtige Mietrecht noch schlechter geschützt sind, da ihnen kann nach Belieben die Miete erhöht und schneller gekündigt werden kann. Da hat zum Beispiel die kleine Kita oft schlechte Karten. Auch soziale Einrichtungen müssen besseren Schutz bekommen.

Der Paritätische ist an dem Thema dran auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Im April haben wir in Gelsenkirchen eine Veranstaltung mit dem Titel „Soziale Organisationen als Partner der Wohnungswirtschaft“ veranstaltet. Auf unserem Armutskongress vor wenigen Wochen hielt der bekannte Stadtsoziologe Dr. Andrej Holm einen fesselnden Vortrag über die Hintergründe der aktuellen Wohnungskrise. Für dieses Jahr haben wir uns das Thema unter dem Motto „Gutes Wohnen für Alle“ auf die Fahnen geschrieben. Denn  es ist zu fürchten, dass das Thema über das Jahr aktuell bleiben wird, obwohl die Mieten minimal geringer steigen und die Zahl der Zwangsräumungen leicht zurück geht.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband bleibt mit seinen Mitgliedsorganisationen am Ball und freut sich, dass das Grundbedürfnis Wohnen auch in der Aktionswoche Schuldnerberatung ein Thema ist.

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news-1500Thu, 11 Jul 2019 11:00:42 +0200Wohnen ist mehr als nur eine Wohnung haben/aktuelles/aktuelles/details/wohnen-ist-mehr-als-nur-eine-wohnung-haben/ Der Mangel an preiswerten Wohnungen trifft Menschen mit psychischen Erkrankungen besonders hart. Sie sind in hohem Maß von Benachteiligung und Ausgrenzung auf dem Wohnungsmarkt betroffen. Das Projekt "Inklusion psychisch kranker Menschen bewegen" will daran etwas ändern.

Für Menschen mit einer psychischen Erkrankung ist es auf dem angespannten Wohnungsmarkt schwer eine eigene Wohnung zu finden. Psychische Erkrankungen wecken bei Vermieterinnen und Vermietern häufig die Sorge vor möglichen Komplikationen, dabei sind Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in der Regel völlig unauffällige Mieterinnen und Mieter. Aufgrund ihrer Erkrankung können sie jedoch häufig nicht im üblichen Rahmen berufstätig sein oder verlieren ihre Stelle.

Die Folge ist, dass sie oft von einer Erwerbsminderungsrente oder Grundsicherungsleistungen leben müssen. Mieten, die nicht leistbar sind oder über der Angemessenheitsgrenze liegen, können sie daher nicht zahlen. Häufig unterstützen soziale Organisationen Betroffene, indem sie bei der Suche nach Wohnraum unterstützen, selbst Immobilien anmieten oder Wohnungsbau betreiben. Der Mangel an preiswerten Wohnungen trifft Menschen mit psychischen Erkrankungen demzufolge besonders hart. Dieser Personenkreis ist in hohem Maß von Benachteiligung und Ausgrenzung auf dem Wohnungsmarkt betroffen.

Inklusive Nachbarschaft

Mit seinem Pilotprojekt "Inklusion psychisch kranker Menschen bewegen" hat sich der Paritätische Gesamtverband auf den Weg gemacht, Impulse zur Inklusion von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen im Bereich Wohnen zu geben. Das Modellprojekt erstreckt sich über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren,  dieser endet am 30. September 2019. Das Projekt sollte einen Beitrag dazu leisten, dass psychisch kranke Menschen besser mit Wohnraum versorgt werden können. Auch die Bedeutung inklusiver Nachbarschaften wurde beleuchtet. Denn ein stabiles Wohnumfeld ist meist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen möglichst selbstbestimmt leben können.

Auf dem Fachtag "Wohnen ist mehr als nur eine Wohnung haben" am 19.2.19 im Hotel Rossi in Berlin haben wir beleuchtet, was in der vergangenen Projektlaufzeit erreicht wurde und welche Schritte aus den Projekterfahrungen heraus weiterhin nötig sind, um inklusiven Wohnraum sowie inklusive Nachbarschaften für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu schaffen und zu sichern.

Impulse konnte das Projekt unter anderem mit der Broschüre "Suchen Wohnung - bieten Erfahrung" setzen, die sich an Vermieterinnen und Vermieter richtet, über psychische Erkrankungen und ihre Begleiterscheinungen informiert und von gelungenen Partnerschaften zwischen sozialen Organisationen und der Wohnungswirtschaft berichtet. Die Beiträge der Veranstaltung sind in dieser Dokumentation festgehalten.

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news-1498Thu, 11 Jul 2019 10:56:43 +0200Gutes Wohnen für alle!/aktuelles/aktuelles/details/gutes-wohnen-fuer-alle-1/ Die Lage auf den Wohnungsmärkten hat zunehmend negative Auswirkungen auf die sozialen Träger in der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe oder Frauenhäuser. Soziale Träger müssen Menschen mit Unterstützungsbedarf abweisen oder die Menschen bleiben in den Einrichtungen, weil sie keine leistbare Wohnung finden.Video des Paritätischen Gesamtverbandes]]>news-1495Thu, 11 Jul 2019 10:43:29 +0200Digitale Medien und Kinder: Kompetenzen Fördern statt verbieten/aktuelles/aktuelles/details/digitale-medien-und-kinder-kompetenzen-foerdern-statt-verbieten-1/  Heutzutage gibt es eine Vielzahl an digitalen Kontrollmechanismen, um die Mediennutzung von Kindern einzuschränken oder gar zu verbieten. Dabei geht es vor allem darum, Kinder von Anfang an bei der Mediennutzung zu begleiten. Und nicht zu vergessen: Eltern sollten mit gutem Beispiel vorangehen.

Mit ihren kleinen Fingern greift Malia nach der Wasserflasche, klemmt sie sich zwischen Ohr und Schulter und beginnt zu brabbeln: „Alo?“. Wer glaubt, Kinder kommen erst in der Schule in Berührung mit digitalen Medien, wenn es darum geht, wer schon alles ein eigenes Smart­phone hat oder vielleicht schon im Kin­dergarten, wenn auf dem Tablet erste kleine Kunstwerke entstehen, liegt falsch. Erste Medienerfahrung ma­chen schon die ganz Kleinen, bevor sie überhaupt Laufen oder Sprechen kön­nen. „Die Kinder liegen noch im Kin­derwagen und sehen ihre Eltern am Handy“, weiß Sophie Pohle vom Deut­schen Kinderhilfswerk zu berichten.

Malia hat aufgehört zu brabbeln. Mit der Flasche hinterm Ohr steht sie ru­hig da, nur ihr Kopf bewegt sich zu einem verständnisvollen Nicken. Digi­tale Medien üben nicht nur auf Er­wachsene eine große Faszination aus. Wie in vielen anderen Lebensbereichen gilt auch hier: Die Kleinen wollen, was die Großen haben. „Je jünger die Kin­der sind, desto mehr orientieren sie sich am Verhalten der Eltern“, erklärt Pohle. Als Vorbilder würden sie den Umgang mit Medien stark beeinflus­sen. Malia sagt noch einmal „Ja“, dann beendet die Eineinhalbjährige das Te­lefonat indem sie die Flasche zufrieden in den Sand fallen lässt. Mama Sarah lacht kopfschüttelnd, hebt die Flasche aus dem Sand auf, klopft sie ab und packt sie in ihre Tasche. Seit sie wieder arbeite, klingle auch das Handy wieder öfter, auch mal nach Feierabend. „Und die Großeltern möchten auch zwi­schendurch skypen, natürlich nur um Malia zu sehen.“

Digitale Medien sind aus unserem All­tag nicht mehr wegzudenken. „Des­halb ist es wichtig, dass wir bei der Mediennutzung mit gutem Beispiel vorangehen und auch die eigene Medi­ennutzung überdenken“, sagt Pohle. Dazu gehöre nicht nur, wie oft Eltern in der Gegenwart ihrer Kinder digitale Medien nutzen, sondern auch, was sie damit machen. Nicht ohne Grund hat das Deutsche Kinderhilfswerk im Jahr 2017 die Social-Media-Kampagne #ErstDenkenDannPosten gestartet. Die Share-Pics der Kampagne zeigen Kinder in vermeintlich lustigen oder niedlichen Situationen – mit Spaghetti im Gesicht oder auf der Toilette. Dazu der Satz: „Liebe Mama, lieber Papa, denkt nach, bevor ihr postet!“

„Kinder haben das Recht am eige­nen Bild – von Anfang an“

„Das, was Eltern süß und toll finden, möch­ten sie in die Welt hinausschreien“, erklärt Pohle, gibt aber zu bedenken: „Die Eltern wissen nicht, wo ein Foto irgendwann mal auftauchen kann. Das kann für die Kinder sehr unangenehm werden.“ Eltern müssten sich bei ihren Kindern vor dem Veröffentlichen die Erlaubnis einholen. Das gelte auch für das Versenden der Bilder über Messen­ger-Dienste an Freunde oder Verwand­te. „Kinder haben das Recht am eige­nen Bild – von Anfang an“, bekräftigt die Medienpädagogin. Bis zu einem gewissen Alter könnten die Kleinen aber noch gar nicht abschätzen, was es bedeutet, wenn ihre Bilder online ge­stellt werden. Hier seien die Eltern ge­fragt, ganz genau zu überlegen und es im Zweifel lieber sein zu lassen.

Bis in die sozialen Netzwerke hat es Malia noch nicht geschafft. Aber Mama Sarah gibt zu, dass das eine oder andere Töpfchen-Bild schon sei­nen Weg in Familien-WhatsApp-Grup­pen gefunden hat. „Ich hoffe, das sieht sie nie“, sagt Sarah fast peinlich be­rührt und gibt zu „da muss ich wirk­lich besser aufpassen“. Gleichzeitig fragt sie sich wie es mal werde, wenn Malia in ein paar Jahren selbst in den Genuss eines eigenen Handys oder Ta­blets komme. Um Antworten auf diese Fragen zu fin­den, darauf zielt die Kampagne des Deutschen Kinderhilfswerks: „Medien wirken. Ein Leben lang.“ Die Kampa­gne soll Eltern dazu sensibilisieren, ihre Kinder von Anfang an bei der Me­diennutzung zu begleiten und ihre Kompetenzen aufzubauen. Wann der richtige Zeitpunkt sei, könne man pau­schal nicht beantworten, da alle Kinder unterschiedlich seien. „Begleiten heißt hier auch nicht Kontrolle oder Ver­bote“, betont Pohle. In der eigenen Überforderung mit den Medien grif­fen Eltern häufig auf Kontrollmecha­nismen wie z.B. Jugendschutz-Apps oder sogar Tracking-Uhren zurück. „Dabei geht es vor allem darum, Ver­trauen zu schaffen und gemeinsam die Medienwelt zu entdecken“, sagt Pohle.

„Medienerziehung ist eine Erziehung mit Medien, nicht gegen Medien“

Auch der Kinderschutzbund hält von Verboten nur wenig und betont, wie wichtig es ist, die Kompetenzen der Kinder zur Nutzung digitaler Medien zu fördern. „Medienerziehung ist eine Erziehung mit Medien, nicht gegen Medien“, sagt DKSB-Bundesgeschäftsführerin Cordula Lasner-Tietze. Eltern sollten die Medien gemeinsam mit ihren Kindern aussuchen und über die Inhalte sprechen. „Es geht darum, gemeinsame Zeit zu verbringen, vielleicht sogar gemeinsame Interessen zu entdecken“, sagt Lasner-Tietze und fügt hinzu: „Aber natürlich auch da rum, einen Blick für vielleicht nicht altersgerechte Inhalte, Plattformen oder Tools zu haben“. Wenn die Kinder älter werden bewegen sie sich auch freier und eigenständiger im Internet. Zunehmend spielen dabei Soziale Netzwerke eine große Rolle. „Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche das Netz nicht nur zum Recherchieren und Hausaufgaben bewältigen nutzen. Sie bewegen sich autark in sozialen Netzwerken und haben dabei eventuell eigene Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht“, sagt Lasner-Tietze.

Der Kinderschutzbund hat daher gemeinsam mit der Knappschaft im Jahr 2012 das Projekt „Firewall Live“ ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel von „Firewall Live“ ist es, die junge Internetgeneration darin zu schulen, sich vor Risiken im Netz zu schützen. Dazu finden Medienkurse an Schulen speziell für Kinder und Jugendliche der 6. bis 8. Jahrgangstufen statt. Auch deren Eltern und Lehrkräfte bekommen Medien-Nachhilfe. Knapp 80 Schulen haben bisher teilgenommen. Den größten Aufklärungsbedarf sieht der Kinderschutzbund bei der Nutzung Sozialer Plattformen. Da bei ginge es nicht nur um die Sicherheitseinstellungen, sondern auch um ethische Fragen. Auch die Schüler*innen interessierten sich besonders für Soziale Plattformen und was beim Posten von Bildern zu beachten sei. „Ich werde jetzt im Internet mehr aufpassen und darauf achten was ich hochlade“, sagt ein Schüler aus Köln. Mit Blick auf die Gefahren im Netz kommentiert eine Schülerin aus Bielefeld: „Ich hätte niemals gedacht, dass das so schlimm werden kann“.

Medienzeiten gemeinsam aushandeln

Gemeinsam Digitale Medien erleben, Kompetenzen fördern, vor Gefahren schützen – das sind alles gute Ansätze zum Umgang mit digitalen Medien in Familien. Doch eine Frage ist damit noch nicht beantwortet: Wie lange dürfen Kinder am Handy, Tablet oder Computer sein? Bei jüngeren Kindern ist es noch leichter. Die Initiative SCHAU HIN! empfiehlt für Kinder bis fünf Jahre eine halbe Stunde und von sechs bis neun Jahren eine Stunde am Stück. Die Weltgesundheitsorganisation geht noch einen Schritt weiter und sagt, Kinder bis zu einem Alter von 2 Jahren sollten noch gar keine Screen- time erleben. Ältere Kinder fordern natürlich mehr Zeit ein und Familien können sich schon mal auf lange Diskussionen zu Hause einstellen. Um das zu umgehen und nicht jeden Tag die gleichen Kämpfe auszufechten, empfiehlt Pohle, im Familiengespräch gemeinsame Regeln auszuhandeln. Die könne zum Beispiel in Form eines Mediennutzungsvertrages geschehen, mithilfe dessen Eltern und Kinder gemeinsame Regeln festhalten und gemeinsam auf den Prüfstand stellen können, und an die sich im besten Fall alle Beteiligten halten. „Das schafft eine gute Grundlage, damit Kinder ihr Recht wahrnehmen können, eigenständig digitale Medien zu nutzen.“

Weitere Informationen

Angebote für Eltern:

Das Deutsche Kinderhilfswerk gibt eine gute Übersicht zum Thema Medienkompetenz.

Mit dem Elternguide.online werden Eltern bei der Medienerziehung ih-rer Kinder unterstützt.

klicksafe unterstützt Eltern dabei, ihre Kinder Schritt für Schritt an Internet, PC-Spiele, Smartphone und Apps heranzuführen.

Der Medienratgeber SCHAU HIN! informiert Eltern und Erziehende über aktuelle Entwicklungen der Medienwelt und gibt Tipps, wie sie den Medienkonsum ihrer Kinder begleiten können.

Angebote für Kinder:

Kindersache.de ist eine Webseite für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren, auf der sie ihrem Alter entsprechende Informationen finden, sich mit anderen austauschen und selbst Beiträge verfassen können. 

Pinguin Eddie, Känguru Jumpy, Ameisenbär Percy und Eichhörnchen Flizzy zeigen Kindern, wie das Internet funktioniert und worauf sie achten sollten. Auch für Eltern und Lehrkräfte gibt es reichlich Informationen. 

Klare Regeln, weniger Diskussion: Kinder können mit ihren Eltern einen Mediennutzungsvertrag abschließen.  

Spielbar.de stellt Spielangebote von Kinderwebseiten, Institutionen und Fernsehsendern vor und gibt Hinweise zur Einordnung.

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news-1482Thu, 04 Jul 2019 13:16:56 +0200AZAV reformieren ! Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege/aktuelles/aktuelles/details/azav-reformieren-positionspapier-der-bundesarbeitsgemeinschaft-der-freien-wohlfahrtspflege/ Die Wohlfahrtsverbände auf Bundesebene fordern in einem gemeinsamen Positionspapier dazu auf, das System der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zu reformieren. Berlin. Die AZAV prägt in hohem Maße die Verfügbarmachung, Konzeption, und Finanzierung von Maßnahmen der Arbeitsförderung, insbesondere auch in der Fort- und Weiterbildung. Im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesagentur für Arbeit angekündigt, die Anpassungs- und Fortentwicklungsbedarfe der AZAV vor dem Hintergrund der vorliegenden Evaluationsergebnisse zu prüfen.

Mit dem beiliegenden Positionspapier macht die BAGFW deutlich, dass es einer grundlegenden Reform des Systems der AZAV bedarf. Denn die notwendige Qualitätssicherung in der Arbeitsförderung sollte zukünftig in einer Art und Weise erfolgen, dass bürokratische Aufwendungen, Ineffizienzen und Widersprüchlichkeiten reduziert werden. Zur Sicherung der Qualität der Angebote braucht es kontinuierlich beschäftigte und gut qualifizierte Mitarbeiter/-innen, doch die Rahmenbedingungen des heutigen AZAV-Systems sind hierfür in keiner Hinsicht ideal zu nennen . Gerade wenn sich Fort- und Weiterbildung zukünftig stärker für gering qualifizierte Zielgruppen und langzeiterwerbslose Menschen öffnen soll, muss die Durchführung spezieller Maßnahmen im System der AZAV erleichtert werden. In ihrem Positionspapier fordern die Verbände 1. eine Entbürokratisierung des bestehenden Systems und 2. die Weiterentwicklung der Organisation und Finanzierung von Gutscheinmaßnahmen.

 

Das Positionspapier finden Sie hier

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news-1476Thu, 04 Jul 2019 12:29:36 +0200Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) vom Bundesrat verabschiedet/aktuelles/aktuelles/details/gesetz-fuer-mehr-sicherheit-in-der-arzneimittelversorgung-gsav-vom-bundesrat-verabschiedet/ Berlin. Am 28.06.2019 wurde das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) vom Bundesrat verabschiedet. Ziel des Gesetzes ist in erster Linie, die Qualität und Sicherheit bei Arzneimitteln zu verbessern. Es sieht jedoch auch für den Bereich Pflege einige Änderungen vor. Mit dem Gesetz erhält der Bund erweiterte Befugnisse, um für Arzneimittelsicherheit zu sorgen. So soll unter anderem die Zusammenarbeit zwischen den Bundes- und Länderbehörden weiter gestärkt und die Kontrolldichte von Apotheken und Herstellbetrieben erhöht werden. Auch schafft es die Grundlage für unangekündigte Kontrollen bei Apotheken, die parenterale Zubereitungen, wie Zytostatika, herstellen. Dies war eine zentrale Forderung des Gesamtverbandes. Mit der Reform werden darüber hinaus wesentliche Veränderungen in der Hämophilieversorgung vorgenommen und es werden Informationen über die Hersteller der Wirkstoffe in Arzneimitteln in Zukunft öffentlich zur Verfügung gestellt. Außerdem enthält das Gesetz einen Fahrplan zur Einführung des elektronischen Rezepts.
 
Darüber hinaus enthält das Gesetz einige Regelungen, die sich auf den Pflegebereich beziehen:

Hier wird unter anderem im Pflegeberufegesetz geändert, dass Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr bei der Berechnung der Mehrkosten nicht auf die Stelle einer voll ausgebildeten Pflegefachkraft angerechnet werden. Weiterhin wird der Streitwert der Schiedsstelle bei Rechtsstreitigkeiten auf Grundlage des Pflegeberufegesetzes auf 1,5 Mio. Euro begrenzt. Beide Regelungen treten zum 1. Januar 2019 in Kraft.

Auch werden die Regelungen zum Qualitätsausschuss Pflege dahingehend geändert, dass die Anzahl der Mitglieder des Qualitätsausschusses Pflege von 10 auf 11 Personen pro Bank erhöht wird. Hintergrund der Gesetzesänderung ist, dass die Pflegeberufsverbände auch ein Mitglied in den Qualitätsausschuss Pflege entsenden können, ohne dass der Qualitätsausschuss Pflege neu zusammengesetzt werden muss. Diese Regelung tritt am Tag nach der  Verkündung in Kraft. ]]>
news-1473Thu, 04 Jul 2019 12:06:20 +0200Gutes Wohnen für alle!/aktuelles/aktuelles/details/gutes-wohnen-fuer-alle/ Berlin. Die Lage auf den Wohnungsmärkten hat zunehmend negative Auswirkungen auf die sozialen Träger in der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe oder Frauenhäuser. Soziale Träger müssen Menschen mit Unterstützungsbedarf abweisen oder die Menschen bleiben in den Einrichtungen, weil sie keine leistbare Wohnung finden. Die Lage auf den Wohnungsmärkten hat zunehmend negative Auswirkungen auf die sozialen Träger in der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe oder Frauenhäuser. Soziale Träger müssen Menschen mit Unterstützungsbedarf abweisen oder die Menschen bleiben in den Einrichtungen, weil sie keine leistbare Wohnung finden.

Die Bewältigung krisenhafter Lebenslagen und die Förderung von Teilhabe laufen ins Leere, wenn der notwendige Wohnraum fehlt, nur unzureichend Sicherheit oder eingeschränkte Zugänge zu lebenswerten Strukturen der öffentlichen Daseinsfürsorge bietet.

Der Paritätische setzt sich deshalb für die Förderung von Netzwerken, die Kooperationen zu Partnern und für eine soziale Wohnungspolitik ein, die geeigneten Wohnraum für alle schafft.

Zum Thema hat der Paritätische Gesamtverband ein neues Video produziert. ]]>
news-1471Thu, 04 Jul 2019 11:50:32 +0200Pflegebedürftig - Was tun?/aktuelles/aktuelles/details/pflegebeduerftig-was-tun/ Mit dieser Broschüre des Paritätischen Gesamtverbandes möchten wir Ihnen einiges „Handwerkszeug“ geben, wie Sie und Ihre Angehörigen mit dieser Situation umgehen können. Publikation: Pflegebedürftig - Was nun?

Wie kann ich mich möglichst lange selbst versorgen? Was ist möglich, wenn ich etwa nach einem Sturz oder Schlaganfall nicht mehr so viel kann wie vorher? Wenn ich fremde Hilfe brauche – wie kann ich dennoch eigenständig bleiben und meine Würde behalten? Ich will als Pflegebedürftiger meine Angehörigen nicht zu sehr belasten – wie schaffen wir das?

Was Sie noch in dieser Broschüre finden: einen „Markt der Möglichkeiten“ – Leistungen der gesetzlichen Pflege-Versicherung – zusätzliche Sozialhilfe für Pflegebedürftige – was Sie selbst bezahlen müssen. Sie erfahren, was alles zur Pflege gehört, und wo sie geleistet wird – zu Hause oder in einer Einrichtung. Sie finden viele Hinweise auf Beratung und weitere Informationen sowie ein ausführliches Stichwort-Verzeichnis.

Ein Ratgeber für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen.
Hrsg: Der Paritätische Gesamtverband.
Verlag: C. H. Beck
5. Auflage 2019]]>
news-1469Thu, 04 Jul 2019 11:43:19 +0200TK-Gesundheitsreport 2019 zum Thema Pflegeberufe/aktuelles/aktuelles/details/tk-gesundheitsreport-2019-zum-thema-pflegeberufe/ Berlin. Laut den Aussagen des aktuellen Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse sind Pflegekräfte im Vergleich zu anderen Berufsgruppen überdurchschnittlich oft und auch länger krankgeschrieben. Laut Report fallen Kranken- und Altenpflegekräfte im Schnitt jährlich für rund 23 Tage krankheitsbedingt aus. Das sind acht Tage - und über 50 Prozent - mehr als in der Vergleichsgruppe aller Beschäftigten (15 Tage). Dabei sind die Berufstätigen speziell in der Altenpflege noch stärker betroffen. Mit einem Krankenstand von 6,94 Prozent haben sie höhere Fehlzeiten als ihre Kolleginnen und Kollegen in der Krankenpflege mit 6,02 Prozent. Beide Ergebnisse liegen deutlich über dem Durchschnitt aller Berufstätigen von 4,09 Prozent.

Der Gesundheitsreport zeigt, dass sich die Pflegearbeit deutlich stärker negativ als andere Berufe auf die Gesundheit auswirkt, besonders auf Rücken und Psyche. Das ist eine alarmierende Entwicklung, die zeigt, dass es einen vielschichtigen Ansatz braucht, um die Pflegeberufe attraktiver zu machen.

Der Paritätische fordert bereits seit Jahren die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege und hat hierfür verschiedene Lösungsansätze im Rahmen von Stellungnahmen und Positionspapieren in die politische Diskussion eingebracht. Auch hat sich der Paritätische im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege dafür eingesetzt, die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte zu verbessern, damit einerseits der Pflegeberuf attraktiver wird und andererseits das Problem des Fachkräftemangels begegnet werden kann.

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news-1466Thu, 04 Jul 2019 11:36:23 +0200wir-sind-paritaet.de wächst und gedeiht/aktuelles/aktuelles/details/wir-sind-paritaetde-waechst-und-gedeiht/ Auf der Profilplattform des Paritätischen Gesamtverbandes können sich alle unsere Mitgliedsorganisationen, egal woher und wie groß oder klein, schnell und kostenlos präsentieren. Zusammen zeigen wir, dass hier Zehntausende Menschen und Organisationen für Paritätische Werte einstehen! Zahlreiche Verbände und Organisationen nutzen unser neues Angebot bereits ausgiebig. So haben etwa der Arbeiter-Samariter-Bund oder der Deutsche Kinderschutzbund ihre Ortsverbände aufgerufen, sich ebenfalls einzutragen. Wir freuen uns über weiteren Zulauf!
Ein eigenes Profil zu erstellen geht ganz einfach:
1. Anmelden (unter www.wir-sind-paritaet.de/eigenes-profil)
2. Fragen beantworten
3. Fotos hochladen
4. Fertig
Jetzt mitmachen und in wenigen Schritten seid ihr dabei. ]]>
news-1447Mon, 24 Jun 2019 15:07:14 +0200Landesaufnahmeprogramm Schleswig-Holstein/aktuelles/aktuelles/details/landesaufnahmeprogramm-schleswig-holstein/ Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration informiert über den aktuellen Umsetzungsstand des Landesaufnahmeprogramms SH für 500 Geflüchtete.  

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 17. Juni 2019 ist die Landesaufnahmeanordnung gemäß § 23 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) für die Aufnahme von bis zu 500 vulnerablen Flüchtlingen in Ägypten und Äthiopien erlassen worden, die ich Ihnen als Anlage nebst Begleitschreiben zur Kenntnis übersende.

Zudem erhalten Sie ein Hinweisschreiben zu dem Landesaufnahmeprogramm mit der Bitte um Rückmeldung bis zum 05. Juli 2019.

Mit freundlichen Grüßen
Maike Matthiesen

 

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und

Integration

Leitungsassistentin Abteilungsleiter

Norbert Scharbach

Düsternbrooker Weg 92

24105 Kiel

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news-1445Thu, 20 Jun 2019 11:21:00 +0200Sommer, Sonne, Zeugniszeit! Wenn das Schuljahrsende von schlechten Schulnoten überschattet wird/aktuelles/aktuelles/details/sommer-sonne-zeugniszeit-wenn-das-schuljahrsende-von-schlechten-schulnoten-ueberschattet-wird/ Pressemitteilung des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein e.V. vom 18.06.2019 zur "Nummer gegen Kummer" (für Eltern 0800 – 111 0 550, für Kinder und Jugendliche 0800 - 11 6 111)KIEL Für die meisten Schülerinnen und Schüler endet das Schuljahr mit der Freude auf die Sommerferien. Urlaub, Sonne, Schwimmbad und vor allem freie Zeit haben dann für viele Priorität. Kurz vor den Zeugniskonferenzen und möglichen schlechten Noten können aber Ängste und Sorgen als dunkle Wolken aufziehen: Wie sage ich es meinen Eltern? Geben mir die Lehrer noch eine Chance? Wie kann ich es schaffen, meine Noten zu verbessern?

Oft verschärfen sich die negativen Gefühle noch, wenn es z.B. zu Konflikten mit den Eltern kommt. Sich dann vor einem schwierigen Gespräch jemandem anvertrauen zu können, kann helfen Ängste abzubauen und einen guten Lösungsweg für die individuelle Situation zu finden. „Wir hören den frustrierten Kindern und Jugendlichen zu und versuchen, sie mit ihren Gefühlen aufzufangen. Im zweiten Schritt überlegen wir dann gemeinsam, wie man die Situation angeht“, so Matthias Hoffmann, Koordinator der Landesarbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendtelefone und Elterntelefone in Schleswig-Holstein.
Wenn die Eltern dann ihre Enttäuschung auf Grund schlechter Zeugnisse auf ihre Kinder übertragen, verschärft sich die Situation für die Kinder zusätzlich. Hier gilt es besonnen zu reagieren. „Den Eltern raten wir, ihre Kinder, die sich oft selbst am meisten über ihre schlechten Noten ärgern, erst einmal aufzufangen und ihnen zuzuhören. Gemeinsam kann dann in Ruhe besprochen werden welche Maßnahmen helfen können, damit die Noten Stück für Stück wieder besser werden“, so Matthias Hoffmann weiter.

Neben schulischen Themen wie schlechte Noten und Zeugnisse geht es am Kinder- und Jugendtelefon um eine Vielzahl an Themen, die Kinder und Jugendliche beschäftigen und belasten. Dazu zählen vor allem psychosoziale Probleme, Liebe und Partnerschaft sowie Probleme und Konflikte mit den Eltern bzw. in der Familie.

„Kinder und Jugendliche sind mit allen Themen willkommen. Das zeigt sich auch in der großen Bandbreite der Gesprächsinhalte, die an unseren Beratungsangeboten besprochen werden. Kinder und Jugendliche nehmen unser unkompliziert und gut zu erreichendes Beratungsangebot gerne an“, erläutert Susanne Günther, Landesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes.

Die „Nummer gegen Kummer“ macht es sich seit 1980 zur Aufgabe, Heranwachsenden ein deutschlandweit kostenloses und anonymes Gesprächsangebot zur Verfügung zu stellen. Eltern können seit 2001 das bundesweite Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer“ nutzen - auch um sich kompetente Beratung zu schulischen Themen zu holen. Die ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater der „Nummer gegen Kummer“ sind mit den Sorgen und Nöten der Anrufenden durch ihre oft langjährige Erfahrung, aber auch durch regelmäßige Fortbildungen, vertraut.  

Für Eltern ist das Elterntelefon in Schleswig-Holstein montags bis freitags von 9 – 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17-19 Uhr unter der bundesweiten Telefonnummer 0800 – 111 0 550 zu erreichen.
Für Kinder und Jugendliche ist die Nummer gegen Kummer kostenfrei und anonym unter 116111 montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr zu erreichen. Wer lieber mit Gleichaltrigen über seine Sorgen spricht, sollte samstags von 14 bis 20 Uhr anrufen, wenn das Kinder- und Jugendtelefon in Kiel mit jugendlichen Beratern besetzt ist. Für die anonyme E-Mail-Beratung können sich Jungen und Mädchen auf der Internetseite der Nummer gegen Kummer e.V. www.nummergegenkummer.de einen Zugang einrichten.


Kontakt:
Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein e.V.
Sophienblatt 85
24114 Kiel
www.kinderschutzbund-sh.de

 



Hintergrund:
In Schleswig-Holstein sichern verschiedene Standorte das Beratungsangebot der Nummer gegen Kummer: Das Kinder- und Jugendtelefon hat Standorte in Bargteheide, Kiel und Lübeck, das Elterntelefon in Bad Oldesloe, Kiel und Neustadt/Holstein in der Trägerschaft der entsprechenden Ortsverbände des Deutschen Kinderschutzbundes bzw. in Lübeck durch die Gemeindediakonie. Der Landesverband des Kinderschutzbundes koordiniert die Landesarbeitsgemeinschaft der Telefone in Schleswig-Holstein. In Schleswig-Holstein finanziert sich dieses Angebot sich über Spenden und über die Förderung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein.



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news-1444Thu, 20 Jun 2019 11:15:59 +0200Grüne Kindergrundsicherung: Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt Pläne von Bündnis 90/Die Grüne/aktuelles/aktuelles/details/gruene-kindergrundsicherung-das-buendnis-kindergrundsicherung-begruesst-plaene-von-buendnis-90die-gruene/ Pressemeldung des Bündnisses KINDERGRUNDSICHERUNG vom 13.06.2019 Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt das heute von Bündnis 90/Die Grünen vorgestellte neue Konzept für eine Kindergrundsicherung als wichtigen Beitrag zur Diskussion um die Reform der Kinder- und Familienförderung. Als positiv bewertet das Bündnis vor allem die geplante, lange überfällige Neuberechnung des kindlichen Existenzminimums, nennt aber auch Kriterien, an denen sich ein Konzept für eine Kindergrundsicherung messen lassen muss.

„Eine Kindergrundsicherung, die ihren Namen verdient, muss Kinderarmut endlich konsequent verringern, Kindern eine faire, verlässliche und sozial gerechte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen und Schluss machen mit dem Bürokratie-Wahnsinn der viel zu komplizierten Familienförderung in Deutschland. Da ist das Konzept der Grünen ein guter und wichtiger Schritt, um all diese Probleme entschlossen anzugehen“, erklärt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes und Sprecher des Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG.

Das Bündnis, ein Zusammenschluss großer Sozialverbände und renommierter Wissenschaftler, setzt sich seit 10 Jahren für einen Systemwechsel in der Familienförderung und für eine monatliche Zahlung ein, die die bisherigen Leistungen bündelt und das kindliche Existenzminimum sichert. „Die sogenannte grüne Kindergrundsicherung nimmt viele grundlegende Ideen auf, die wir im Bündnis entwickelt haben. Das freut uns sehr und gibt dieser wichtigen gesellschaftlichen Debatte neue Impulse. Zentral sind für uns dabei die Anspruchsberechtigung des Kindes und die Zusammenfassung von Hartz IV-Regelleistung, Kindergeld, Kinderfreibetrag und Bildungs- und Teilhabepaket zu einem einzelnen Beitrag, der sozial gerecht ausgestaltet und automatisch ausgezahlt wird“, sagt Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes und Koordinator des Bündnisses.

Ulrich Schneider ergänzt: „Wir begrüßen vor allem, dass unsere Forderung nach einer Neuberechnung des kindlichen Existenzminimums endlich aufgegriffen wird. Das Konzept stellt die richtigen Fragen und geht Probleme methodisch konsequent an, mit systematischen Veränderungen bei der Ermittlung des kindlichen Existenzminimums, auf dem eine Kindergrundsicherung basieren muss. Die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet: Was brauchen Kinder für ein gutes Aufwachsen? Wie ist Teilhabe wirklich möglich? Darüber brauchen wir einen breiten, gesellschaftlichen Dialog und wir wünschen uns eine Expertenkommission, die darauf grundlegende Antworten findet.“

Nicht verhandelbar sind für das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG folgende Eckpunkte:

- Existenzminimum für alle Kinder sichern – das Nebeneinander unterschiedlich hoher kindlicher Existenzminima im Sozialrecht oder Steuerrecht muss beendet werden. Jedes Kind muss dem Staat gleich viel wert sein. Die neue Leistung sollte an ein realistisch berechnetes kindliches Existenzminimum gekoppelt sein, das neben dem sächlichen Bedarf auch Bildung und Teilhabe umfasst. Im Gegenzug schlägt das Bündnis vor, dass Kinderfreibeträge, Kindergeld, Sozialgeld und weitere pauschal bemessene Transfers in der neuen Leistung aufgehen.

- Sozial gerecht ausgestalten – die am stärksten von Armut betroffenen Gruppen müssen deutlich besser gestellt werden, etwa Alleinerziehende oder Familien mit mehreren Kindern. Die Kinder- und Familienförderung muss daher vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Starke Schultern können mehr tragen als schwache, daher sinkt die Kindergrundsicherung mit steigendem Einkommen langsam ab. Wichtig ist dabei: Alle Familien profitieren, allerdings steigt der Förderbetrag für Kinder am unteren Einkommensrand deutlich an.

- Unbürokratisch und direkt auszahlen- die Kindergrundsicherung muss einfach, unbürokratisch und automatisch ausgezahlt werden, damit sie auch tatsächlich ankommt. Schnittstellen zwischen Leistungen müssen gut aufeinander abgestimmt sein.

Mehr Informationen zur Kindergrundsicherung finden Sie auf www.kinderarmut-hat-folgen.de


Diese Pressemitteilung als Download

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news-1422Thu, 06 Jun 2019 08:29:39 +0200BGW - 5. Gefahrtarif - Wohneinrichtungen als Hilfs- oder Nebenbetriebe von WfbM/aktuelles/aktuelles/details/bgw-5-gefahrtarif-wohneinrichtungen-als-hilfs-oder-nebenbetriebe-von-wfbm/ Information des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes vom 17.05.19 zum 5. Gefahrtarif Wohneinrichtungen als Hilfs- oder Nebenbetriebe von WfbM der BGW  Ansprechpartnerin beim PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein:

Julia Martini

Tel. 0431 5602-19
Mail: martiniparitaet-sh.org 

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news-1421Wed, 05 Jun 2019 13:01:01 +0200Geordnete-Rückkehr-Gesetz nicht verabschieden: 22 zivilgesellschaftliche Organisationen schreiben offenen Brief an Bundestagsabgeordnete/aktuelles/aktuelles/details/geordnete-rueckkehr-gesetz-nicht-verabschieden-22-zivilgesellschaftliche-organisationen-schreiben-of/ Pressemitteilung des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes vom 30.05.2019 zum Geordnete-Rückkehr-Gesetz Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem nachstehenden Schreiben des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes.

Liebe Kolleg*innen,

Ein breites Bündnis aus Anwalts- und Richtervereinigungen, Kinderrechts-, Wohlfahrts- und Menschenrechtsorganisationen, darunter auch der Paritätische Gesamtverband, fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestages in einem offenen Brief auf, dem „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ die Zustimmung zu verweigern. Das Gesetz zielt auf Ausgrenzung und verstößt gegen Grund- und Menschenrechte, so die scharfe Kritik. Insbesondere die geplante Ausweitung der Abschiebungshaft, Kürzungen der Leistungen für Asylbewerber unter das Existenzminimum sowie die Einführung eines neuen prekären Duldungsstatus sind inakzeptabel und werden dramatische Auswirkungen für die Betroffenen haben, warnen die Organisationen.

Am kommenden Montag findet die Sachverständigenanhörung im Innenausschuss des Deutschen Bundestages statt, bei der auch der Paritätische Gesamtverband geladen ist.

Die Pressemitteilung mit weiteren Infos zu dem Brief finden Sie hier:

https://www.der-paritaetische.de/fachinfos/geordnete-rueckkehr-gesetz-nicht-verabschieden-22-zivilgesellschaftliche-organisationen-schreiben-of/

Mit den besten Grüßen 
 
Kerstin Becker

Referentin Flüchtlingshilfe/-politik

Abteilung Migration und Internationale Kooperation


Der Paritätische Gesamtverband

Oranienburger Str. 13-14

10178 Berlin

Telefon: 030 24636-431
Telefax: 030 24636-140

E-Mail: asyl@paritaet.org



 

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news-1418Tue, 04 Jun 2019 18:14:06 +020031 Denkimpulse zu Demenz /aktuelles/aktuelles/details/31-denkimpulse-zu-demenz/ Pressemitteilung des Kompetenzzentrums Demenz vom 04.06.2019Norderstedt. Was macht eine Demenz mit einem betroffenen Menschen und wie reagieren wir am besten darauf? Was können wir trotz der Erkrankung für- und miteinander tun? Um z.B. auf Fortbildungen oder in Gesprächskreisen in den Austausch zu kommen, hat das Kompetenzzentrum Demenz ein Impulskartenset entwickelt. Die 31 Karten eignen sich sowohl für Runden, die sich dem Thema erstmals nähern möchten, als auch für erfahrene Teilnehmer sowie Angehörigen- und Frühbetroffenengruppen. Dass nicht nur Erwachsene von der liebevollen Umsetzung des ernsten Themas angesprochen werden, hat ein Vorlauf letztes Jahr mit 26 „Türchen“ zur Adventszeit auf Facebook gezeigt.

„Die prägnanten Sätze mit passenden Illustrationen sollen helfen, eine eigene Haltung zur Demenz zu entwickeln. In den Medien und Fachdiskussionen bewegt sich die Einstellung zu Demenz oftmals zwischen extremen Polen: für die Einen ist es eine schlimme Krankheit, ein Schreckgespenst, das einem den Verstand raubt, für die Anderen kann es eine neue Lebensform sein, die wohlmöglich Chancen auf unentdeckte Freiheiten, Gefühle und Annäherung bringt. Die eigene Sicht auf die Demenz und den Menschen, hat Auswirkungen auf mein Verhalten und das des Gegenübers.“, führt Ideengeberin Cornelia Prepernau vom Kompetenzzentrum Demenz ihre Absicht aus. Sie hat den Zuschreibungen, was eine Demenz bei einem Menschen bewirkt, eine aufmunternde Reaktion gegenübergesetzt. Dabei hat sie sich überlegt, was Menschen mit Demenz gebrauchen könnten und hat sich auch von den vielen schon vorhandenen Angeboten des Kompetenzzentrums Demenz anregen lassen. Im regen Austausch mit Kollegin Wienke Jacobsen entstand die Bebilderung. Der lockere Strich und die fröhliche Art, erleichtern den Zugang. „Im besten Fall werden Unsicherheiten abgelegt und es entsteht Lust auf gemeinsame Begegnung und Aktivitäten.“, hofft Wienke Jacobsen.

Das Impulskartenset Demenz wird in transparenter Schutzhülle geliefert und umfasst 33 beschichtete DIN A5 Karten davon 31 Bildkarten. Es kostet 12,50 € + Porto und kann beim Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein, Hans-Böckler-Ring 23c, 22851 Norderstedt, E-Mail: info(at)demenz-sh.de bestellt werden.

Foto: Prepernau

Kontakt:
Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein
Hans-Böckler-Ring 23c, 22851 Norderstedt
Tel. 040/609 26 420
Fax 040/308 57 986
www.demenz-sh.de

www.facebook.com/KompetenzzentrumDemenz

 



Hintergrund: Das Kompetenzzentrum Demenz ist ein Projekt der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. / Selbsthilfe Demenz. Es berät, betreibt Öffentlichkeits- sowie Netzwerkarbeit und bietet Fortbildungen an. Seit 2011 und bis 2022 fördern das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein und der Spitzenverband der Pflegekassen das Kompetenzzentrum. In Schleswig-Holstein leben über 60 000 Menschen mit Demenz.


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news-1416Wed, 29 May 2019 11:30:37 +0200Gleichstellungsministerin Sütterlin-Waack: „Frauen_Wohnen“ wirkt /aktuelles/aktuelles/details/gleichstellungsministerin-suetterlin-waack-frauen-wohnen-wirkt/ Gemeinsame Medieninformation des Ministeriums für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung und des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein vom 29.05.2019KIEL. Gleichstellungsministerin Sabine Sütterlin-Waack hat heute (28. Mai) die vierte Beiratssitzung des Projektes „Frauen_Wohnen“ besucht. Das vom Land geförderte Projekt unterstützt Frauen mit Kindern (aber auch alleinstehende), die keinen akuten Schutzbedarf in einem Frauenhaus mehr haben, bei der Suche nach eigenem, angemessenem und nachhaltig bezahlbarem Wohnraum. „Frauen_Wohnen“ hat sich etabliert und ist gut gestartet“, sagte die Ministerin. „Ich möchte aber noch einmal eindringlich an Wohnungsbesitzerinnen und -besitzer appellieren, sich an diesem Projekt zu beteiligen.“ Nach drei abgeschlossenen Quartalen konnten durch „Frauen_Wohnen“ bislang insgesamt 49 Frauen und 64 Kinder in Wohnraum vermittelt werden. „Jede vermittelte Frau ist ein Erfolg, denn jeder frei gewordene Frauenhausplatz bietet einer unmittelbar von Gewalt bedrohten Frau den dringend benötigten Schutz“, erklärte Sütterlin-Waack.

Seit Start des Projekts „Frauen_Wohnen“ zeichnet sich nach Einschätzung des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes Schleswig-Holstein eine zunehmende Bereitschaft der Wohnungswirtschaft ab, ehemals schutzbedürftigen Frauen aus Frauenhäusern eigene Wohnungen zu vermieten. Neben der Vermittlung vor Ort sei die zweite wichtige Säule des Projekts, überregionale Kooperationen mit der Wohnungswirtschaft einzugehen und hierüber zusätzlichen Wohnraum zu akquirieren. Dieser Ansatz sei erfolgreich und trage Früchte. „Immer mehr Wohnungsbaugenossenschaften, Immobilienunternehmen und auch private Vermieterinnen und Vermieter übernehmen soziale Verantwortung und zeigen sich als verlässliche Partner bei der Bewältigung dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung“, sagte Kerstin Olschowsky, Mitglied der Geschäftsführung des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes Schleswig-Holstein. Als Kooperationspartner konnten die Wankendorfer Baugenossenschaft für Schleswig-Holstein gewonnen werden, die Neue Lübecker Norddeutsche Baugenossenschaft sowie das Unternehmen Dr. Hans Kersig Nachf. GmbH & Co. Vermietungs KG. Aktuell wird aber dringend weiterer Wohnraum ge-sucht, insbesondere in den Großräumen Kiel, Lübeck und Hamburg.

Verantwortlich für diesen Pressetext:


Oliver Breuer | Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung
Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/mjevg

Ivy Wollandt | Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein

 

 

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news-1406Thu, 23 May 2019 17:54:54 +0200Organisationen und Persönlichkeiten aus Gesundheitswesen warnen vor gezielter Angstmache durch die AfD/aktuelles/aktuelles/details/organisationen-und-persoenlichkeiten-aus-gesundheitswesen-warnen-vor-gezielter-angstmache-durch-die-a-1/ Pressemeldung des Paritätischen Gesamtverbandes vom 20.05.2019 zur gemeinsamen Stellungnahme von über 50 im Gesundheitswesen tätige Organisationen und Persönlichkeiten. Berlin. Anlässlich der Forderung der AfD in ihrem Europa-Wahlprogramm nach personalisierten Informationen zu (Infektions-)Krankheiten und Untersuchungsergebnissen für alle ‚anerkannten Migranten‘ auf einem ‚biometrischen Gesundheitspass‘ wenden sich heute über 50 im Gesundheitswesen tätige Organisationen und Persönlichkeiten in einer gemeinsamen Stellungnahme mit einem mahnenden Appell an die Öffentlichkeit. Mit der wiederholten Behauptung eines Zusammenhangs von Zuwanderung und Gesundheitsgefährdungen durch übertragbare Krankheiten befeuere die Partei Vorurteile, schüre diffuse Ängste und ziele auf eine Spaltung der Gesellschaft. Alle Bürger*innen seien daher aufgerufen, sich dieser gezielten Angstmache entgegenzustellen und sich für den Schutz der Menschenwürde und der Menschenrechte einzusetzen.

Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband trägt die Stellungnahme mit. Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Gesundheitsexperte und Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands erklärt: „Der Missbrauch gesundheitlicher Themen und Metaphern hat in Deutschland eine schlimme, düstere Tradition. Die von der AfD propagierte Forderung klingt zunächst harmlos, zielt aber tatsächlich auf Misstrauen und Menschenfeindlichkeit und ist deshalb zutiefst besorgniserregend. Wir dürfen dieser Stimmungsmache nicht auf den Leim gehen. Die von der AfD an die Wand gemalten gesundheitlichen Probleme existieren nicht. Schlimmer noch: Die Forderung der AfD lenkt davon ab, dass insbesondere die medizinische Versorgung von Geflüchteten immer noch große Defizite aufweist.“

Die Mischung aus Verschwörungstheorie und bewusster Desinformation sei eine bekannte Strategie der AfD, die sich bewusst immer weiter von demokratischen Wegen der Politik entferne. Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten und teils monate- oder jahrelanger Fluchtgeschichte seien gefährdet, nicht „gefährlich“, heißt es in der Stellungnahme der Organisationen. Für die migrantische Bevölkerung Deutschlands seien „Diskriminierung, Rassismus und strukturelle Hürden im Gesundheitssystem zusätzliche Gesundheitsgefährdungen.“ Zu deren Abbau bedürfe es unter anderem „des Endes der migrationspolitisch motivierten Gesetzesverschärfungen und einer interkulturellen Öffnung von Gesundheitsinstitutionen“, heißt es in dem Papier.

Der Paritätische stehe für Werte wie Vielfalt, Toleranz und Offenheit für alle Menschen und eine inklusive Gesellschaft, die keinen ausgrenzt und alle mitnimmt, erklärt Rolf Rosenbrock. „Die AFD steht mit ihren Positionen für das Gegenteil, nämlich eine Politik der Ausgrenzung, die gerade denjenigen die Hilfe versagen will, die am meisten auf Unterstützung und gesellschaftliche Solidarität angewiesen sind.“ Der Paritätische appelliert daher einmal mehr an die Zivilgesellschaft, wachsam zu sein und sich entschlossen gegen diese unerträgliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit zu stellen. „Ideologien der Ungleichwertigkeit menschlichen Lebens haben keinen Platz in diesem Land“, so Rosenbrock.

Hier der Download zur gemeinsamen Stellungnahme auf der Website des Paritätischen Gesamtverbandes.

 

 

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news-1404Thu, 23 May 2019 17:48:33 +0200Inklusive Bildung/aktuelles/aktuelles/details/inklusive-bildung-1/ Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat Empfehlungen zur schulischen Bildung, Beratung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im sonderpädagogischen Schwerpunkt LERNEN vorgelegt.Diese sollen die Empfehlung „Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen“ (Beschluss der KMK vom 20.10.2011) ergänzen. Diese Empfehlungen berücksichtigen die Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems in Deutschland, die Notwendigkeit der subsidiären sonderpädagogischen Unterstützung sowie den Bezug zur allgemeinen Pädagogik und zum lebenslangen Lernen. Die KMK betont, dass sich bereits die Empfehlung von 2011 an den Vorgaben der Kinderrechtskonvention und der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) orientiert.

Die Themen der Empfehlung betreffen u.a. Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote,  Diagnostik und Planung individueller Bildungsangebote aber auch die Organisation schulischer Bildung in regionalen Netzwerkstrukturen.

Weitere Informationen zu diesem Thema und die Empfehlungen der KMK finden Sie auf der Website des Paritätischen Gesamtverbandes unter diesem Link.

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news-1401Thu, 23 May 2019 17:04:20 +0200Arbeitshilfe zum Thema Flucht und Migration Jetzt Rechtsansprüche zur Erhöhung der Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz durchsetzen!/aktuelles/aktuelles/details/arbeitshilfe-zum-thema-flucht-und-migration-jetzt-rechtsansprueche-zur-erhoehung-der-grundleistungen-n/ Das Bundesverfassungsgericht hat bereits im Jahr 2012 entschieden, dass Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) – wie andere Sozialleistungen auch – regelmäßig an den tatsächlichen Bedarf der Begünstigten angepasst werden müssen. In Folge dieses bahnbrechenden Urteils, welches in der eklatant unzureichenden Höhe der Asylbewerberleistungen einen klaren Verstoß gegen das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum erkannte, wurden die Leistungen erhöht und nahezu an die Höhe der sonstigen Sozialleistungen angepasst. Trotzdem hat der Gesetzgeber es seit 2017 unterlassen, die Höhe der Leistungen nach dem AsylbLG regelmäßig so anzupassen, wie es Gesetz und Verfassung vorsehen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat zwar am 26. März 2019 einen neuen Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem die seit dem 1.1.2017 überfällige Neuberechnung der Leistungssätze erfolgen soll.

Die vorliegende Arbeitshilfe des Paritätischen Gesamtverbandes soll dabei helfen, vor dem Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes Rechtsansprüche auf Erhöhung der Grundleistungen nach dem AsylbLG durchzusetzen.

Den Download zur Arbeitshilfe finden Sie auf der Website des Gesamtverbandes.

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news-1392Mon, 20 May 2019 12:53:57 +0200Positionspapier des Fachgremiums Geflüchtete Frauen zum Landesaufnahmeprogramm für 500 Flüchtlinge/aktuelles/aktuelles/details/positionspapier-des-fachgremiums-gefluechtete-frauen-zum-landesaufnahmeprogramm-fuer-500-fluechtlinge/ Das Land Schleswig-Holstein plant 500 besonders schutzbedürftige Frauen und ihre Kinder über das Humanitäre Landesaufnahmeprogramm (LAP SH) im Zeitraum von Herbst 2019 bis 2022 aufzunehmen. Der Landtag hat die Vorbereitung des Aufnahmeprogramm mit dem Antrag im Sommer 2018  - Drucksache 19/830 beschlossen. Aufbauend auf dem Bericht der Landesregierung - Drucksache 19/1001 vom 23.10.2018 hat das „Fachgremium Geflüchtete Frauen Schleswig-Holstein“ eine Stellungnahme zu dem LAP SH verfasst, in der insbesondere auf die psychosoziale, psychotherapeutische und soziale Versorgung der aufzunehmenden Frauen und Kindern eingegangen wird. ]]>news-1391Mon, 20 May 2019 10:34:15 +0200Amtsblatt Förderrichtlinie Rückkehrberatung und Reintegration/aktuelles/aktuelles/details/amtsblatt-foerderrichtlinie-rueckkehrberatung-und-reintegration/ Im Amtsblatt für Schleswig-Holstein, Ausgabe Nr. 20, vom 13. Mai 2019, ist die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der landesweiten Vernetzung der Rückkehrberatung und der Reintegration (Förderrichtlinie Rückkehrberatung und Reintegration). Gl.Nr. 6600.23, veröffentlicht worden. Diese erhalten Sie im Anhang zur Kenntnis.]]>news-1390Fri, 17 May 2019 16:33:27 +0200Neues Angebot für Paritätische Mitgliedsorganisationen unter wir-sind-paritaet.de/aktuelles/aktuelles/details/neues-angebot-fuer-paritaetische-mitgliedsorganisationen-unter-wir-sind-paritaetde/ Als Paritätischer Wohlfahrtsverband sind wir der Verband in Deutschland mit den inhaltlich vielfältigsten Mitgliedsorganisationen. Kleine, neue Initiativen sind genauso Teil des Paritätischen wie bundesweit tätige große Organisationen. Gemeinsam haben wir alle eins: Uns verbinden die Werte Offenheit, Vielfalt und Toleranz.Um mit diesen Werten ein Zeichen im Netz zu setzen und sichtbar zu machen, wie viele wir sind, startet im Mai 2019 die neue Plattform www.wir-sind-paritaet.de.

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news-1386Thu, 16 May 2019 12:25:28 +0200GEMEINSAM GEHEN- Lübecks ambulanter & kultursensibler Hospizdienst startet seinen Dienst /aktuelles/aktuelles/details/gemeinsam-gehen-luebecks-ambulanter-kultursensibler-hospizdienst-startet-seinen-dienst/ Der Lübecker Verein Sprungtuch e.V. erweitert sein Angebot um einen ambulanten & kultursensiblen Hospizdienst – GEMEINSAM GEHEN.Ein ambulanter Hospizdienst begleitet und berät Sterbende und deren Angehörige und hat das Ziel, ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Warum kultursensibel?

Kultursensibel bedeutet, sich ohne Vorurteile auf das Gegenüber einzulassen und deren Lebenswelt anzuerkennen. Woher kommt dieser Mensch? Wie sind der biographische, der sprachliche, der kulturelle, der religiöse oder sexuelle Hintergrund?
Um auch all die Menschen zu erreichen, die diesen Dienst in Anspruch nehmen könnten, ihn aber bisher nicht kennen oder sich nicht angesprochen fühlen, ist es wichtig, Ehrenamtliche zu haben, die selbst aus den verschiedensten Lebenswelten kommen und unterschiedliche Sprachen sprechen.
Und es ist genauso wichtig, diesen Dienst bekanntzumachen – und über die verschiedenen Kanäle durch Multiplikator*innen in die Lebenswelten der Mitbürger*innen zu tragen.


Was leistet GEMEINSAM GEHEN?
Wenn man mit dem (plötzlichen) Lebensende konfrontiert wird, gibt es bei den Betroffenen und Angehörigen viele Fragen, Sorgen und Ängste. Nicht selten fühlt man sich allein gelassen und überfordert. Auch wenn Ärzte, Palliativmediziner und Pflegekräfte alles medizinisch Mögliche tun, um die Sterbenden zu versorgen, ist es wichtig, deren Bedürfnisse und Wünsche und auch die der Angehörigen wahrzunehmen.
Mit allen Fragen, Themen und Wünschen können Sie sich an den ambulanten & kultursensiblen Hospizdienst von Sprungtuch e.V. GEMEINSAM GEHEN wenden.

Die Beratung und Begleitung sind kostenfrei.
Die Beratung erfolgt durch die hauptamtliche Koordinatorin Alexandra Pohl (Mobil: 01523 826 5353).
Die Begleitung leisten Ehrenamtliche, die in einem 100 stündigen Kurs qualifiziert werden. Inhalte des Kurses sind Themen wie: Kommunikation mit Sterbenden, Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie, Trauer, Umgang mit schwerstkranken Menschen und den Angehörigen, Spiritualität und Religion, Interkulturalität etc.
Der nächste Qualifizierungskurs startet am 10.08./11.08.2019 mit einem Kennenlernwochenende.
Dann finden die Treffen jeweils dienstags von 18-21 Uhr statt. Im Januar 2020 endet der Kurs mit einem Abschlusswochenende.
Bewerben Sie sich gerne unter der 01523 826 5353, über die Homepage www.gemeinsam-gehen-luebeck.de oder per E-Mail bei info(at)gemeinsam-gehen-luebeck.de

 

 

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news-1383Thu, 16 May 2019 09:48:26 +0200Aktualisierte Stellungnahme zum Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz/aktuelles/aktuelles/details/aktualisierte-stellungnahme-zum-auslaenderbeschaeftigungsfoerderungsgesetz/ Nachdem der Paritätische Gesamtverband bereits zum Referentenentwurf des Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz mit Stand 28.03.2019 Stellung genommen hat, wird nun eine Aktualisierung anlässlich der vorgelegten Kabinettsfassung vom 18.04.2019 vorgelegt. Das „Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz“ sieht insbesondere Änderungen im SGB III sowie daneben in der Deutschsprachförderverordnung (DeuFöV) und dem AufenthG vor.Der Paritätische begrüßt nach wie vor grundsätzlich das erklärte Ziel des Gesetzesentwurfs ausdrücklich. Auch die Ausgestaltung hält der Paritätische für überwiegend sinnvoll, allerdings regt der Paritätische nachfolgend weitere Änderungen an:

Die frühzeitige Arbeitsförderung sollte für alle Personen mit Aufenthaltsgestattung eröffnet werden.

Die Einschränkung auf Menschen mit zu erwartender „guter Bleibeperspektive“ sollte gestrichen werden. Dieses Kriterium – zumal gesetzlich nicht konkretisiert – hat sich in der Praxis als ungeeignet erwiesen und entspricht keiner realitätsgerechten Prognose. Die Bleibeperspektive kann im Vorfeld kaum prognostiziert werden (erst Recht nicht allein aufgrund einer statistischen Anerkennungswahrscheinlichkeit durch das BAMF) und sollte daher gestrichen werden. Andernfalls droht eine Arbeitsmarktintegration vieler Menschen verhindert zu werden, obwohl sie langfristig in Deutschland leben werden.

Weitere Vereinheitlichung beim Zugang zu Förderinstrumenten (BvB + AsA)

Die bislang unterschiedlichen Zugänge je nach Aufenthaltsstatus und Bleibeperspektive sowie verschiedene Wartezeiten je nach Förderinstrument haben für eine kaum mehr zu überschauende Komplexität gesorgt, siehe fast 100-seitige Arbeitshilfe des Paritätischen „Der Zugang zur Berufsausbildung und zu den Leistungen der Ausbildungsförderung für junge Flüchtlinge und junge Neuzugewanderte“  dazu. Das Gesetzesvorhaben sorgt hier erfreulicherweise für Abhilfe, sollte jedoch mit Blick auf die Förderinstrumente der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) sowie der Assistierten Ausbildung (AsA) für Personen mit Gestattung und Duldung weiter vereinheitlicht und an den rechtlichen Zugang zum Arbeitsmarkt nach drei Monaten angepasst werden. Zudem ist es in sich widersprüchlich, dass ausgerechnet der Zugang zum Förderinstrument der berufsvorbereitenden Maßnahmen länger verschlossen bleiben soll, als derer zu den ausbildungsbegleitenden Förderinstrumenten.

Der Ausschluss von Leistungen der Berufsausbildungsbeihilfe für Personen mit Aufenthaltsgestattung sollte gestrichen werden.
Es sollte auch für Menschen mit Gestattung ein Anspruch auf BAB wie für Personen mit Duldung eingeführt werden. Warum Gestattete kategorisch von BAB-Leistungen ausgeschlossen und auf das Sondersystem des AsylbLG verwiesen werden sollen, erschließt sich systematisch und logisch nicht. Der Paritätische regt daher eine Eingliederung auch dieser Personengruppe in die Regelförderung der BAB an.

Die Förderung einer außerbetrieblichen Berufsausbildung sollte nicht neuen Ausschlüssen unterworfen, sondern stattdessen geöffnet werden.
Der Zugang zu BaE soll nach den vorliegenden Plänen weiterhin von einer Vielzahl (neuer) ausländerrechtlicher Sonder- und Zusatzvoraussetzungen abhängig sein. Dies würde für einige Gruppen (z. B. Personen mit Aufenthaltsgestattung und Duldung) sogar eine Verschlechterung gegenüber der bisherigen Rechtslage bedeuten. Das ist aus Sicht des Paritätischen weder sinnvoll noch nachvollziehbar. Darüber hinaus ist die geplante Norm zur BaE derart unübersichtlich und komplex, dass sie in der Praxis kaum handhabbar sein dürfte. Nach unserer Überzeugung ist die geplante Regelung außerdem für bestimmte Gruppen von Unionsbürger*innen europarechtlich nicht zulässig.

·\tAuch die Förderung einer schulischen Ausbildung oder eines Studiums durch BAföG sollte von ausländerrechtlichen \t\tZusatzvoraussetzungen ausgenommen werden.
Die weitgehende Streichung von ausländerrechtlichen Sondervoraussetzungen in der Ausbildungsförderung des SGB III während betrieblicher Berufsausbildungen ist notwendig und sinnvoll. Ein vergleichbarer Handlungsbedarf besteht für die Ausbildungsförderung nach BAföG während schulischer Berufsausbildungen oder während Studium. Der Paritätische bittet die Bundesregierung daher, auch § 8 BAföG entsprechend zu ändern.

·\tIntegrationskurse nach drei Monaten des Aufenthalts für Gestattete und Geduldete öffnen

Berlin. Der Paritätische begrüßt zwar die Öffnung der Integrationskurse für Personen mit Gestattung unabhängig vom der Bleibeperspektive nach neun Monaten. Allerdings würde diese Öffnung für Menschen in Landesaufnahmeeinrichtungen nur unter der Annahme eine Wirkung entfalten, dass sich Asylsuchende auch dann arbeits- oder ausbildungssuchend melden können – und damit der Zugang zum Integrationskurs möglich ist – obwohl wegen des Aufenthalts in der Erstaufnahmeeinrichtungen/AnkER-Zentrum noch ein Arbeitsverbot besteht. Bislang ist der abstrakte Arbeitsmarktzugang in den Erstaufnahmeeinrichtungen nicht gegeben bzw. soll nach soll nach neun Monaten nur in sehr wenigen Fällen eingeräumt werden. Dies würde dazu führen, dass nur ein kleiner Teil von Menschen mit Gestattung profitieren wird. Die geplante Regelung führt zudem faktisch zum Ausschluss von Personengruppen wie Frauen mit Kinderbetreuungspflichten, die deshalb derzeit nicht auf Arbeitsuche sind.

Der Paritätische setzt sich für eine Förderung des Spracherwerbs für Geflüchtete unabhängig von der Arbeitsmarktverwertbarkeit und spätestens nach drei Monaten ein.

·\tBerufsbezogene Sprachförderung ebenfalls frühzeitig für Gestattete und Geduldete öffnen

Der Zugang zu den Kursen der berufsbezogenen Deutschförderung sollte für alle Personen mit einer Aufenthaltsgestattung oder Duldung geöffnet werden. Die gilt insbesondere, um auch während der oft monatelangen Wohnpflicht in den Landeseinrichtungen bereits Sprachkurse absolvieren zu können und somit einen wichtigen Schritt zur selbstständigen Lebensführung machen zu können.

Zu den wesentlichen Änderungen im Einzelnen siehe beigefügte Stellungnahme.

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news-1382Thu, 16 May 2019 09:42:06 +0200Stellungnahmen zur Anhörung zum Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz/aktuelles/aktuelles/details/stellungnahmen-zur-anhoerung-zum-psychotherapeutenausbildungsreformgesetz/ Die BAGFW hat eine Stellungnahme zur Anhörung des Gesundheitsausschusses zum Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz vorgelegt. Darüber hinaus hat der Paritätische Gesamtverband eine einzelverbandliche Stellungnahme vorgelegt. Die BAGFW wurde zu der Anhörung geladen, um insbesondere zu geplanten Regelungen in Hinblick auf die ambulante Krebsberatung Stellung zu nehmen. In der BAGFW Stellungnahme wird insbesondere gefordert:
- dass der Gesetzgeber Klarheit darüber schafft, wie viele Studienplätze es zukünftig geben soll
- die Einbeziehung sozialpädagogischen Wissens in den neu zu schaffenden Psychotherapiestudiengang
- Anpassungen bei den Übergangsregelungen
- Klarstellungen zur Kostenerstattung psychotherapeutischer Leistungen im SGB V
- eine vollumfängliche Finanzierung der ambulanten Krebsberatungsstellen
- einen dauerhaften Bestandsschutz für Personen, die zur Zeit in den Krebsberatungsstellen tätig sind
- Obligatorische Praxisphasen außerhalb des Gesundheitswesens in das Studium und die Approbationsordnung zu integrieren
- das Thema Sucht als verbindlichen Bestandteil des zukünftigen Studiums festzuschreiben

Die Stellungnahme des Paritätischen Gesamtverbandes fordert darüber hinaus:
- eine Abkehr des Gesetzgeber davon, den G-BA zu beauftragen weitere Regelungen zum Behandlungsbedarf für bestimmte Diagnosen zu treffen, sowie Regelungen für eine berufsgruppenübergreifenden, koordinierte Versorgung zu beschließen.

Beide Stellungnahmen finden Sie hier

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news-1366Mon, 13 May 2019 10:31:58 +0200Neustart im Team: Aufnahmeprogramm NesT für besonders schutzbedürftige Personen gestartet / Einladung Informationsveranstaltungen/aktuelles/aktuelles/details/neustart-im-team-aufnahmeprogramm-nest-fuer-besonders-schutzbeduerftige-personen-gestartet-einladun/ Nachstehend erhalten Sie Informationen des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes zum Aufnahmeprogramm NesT.Neustart im Team: Aufnahmeprogramm NesT für besonders schutzbedürftige Personen gestartet / Einladung zur Informationsveranstaltungen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

am 6. Mai wurde das Pilotprogramm "Neustart im Team" (NesT) zur Aufnahme von bis zu 500 besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen in Deutschland offiziell gestartet. Im Rahmen des Programms können sich Mentor*innen für die Aufnahme von Menschen bewerben, die sie dann für bis zu 2 Jahre finanziell und praktisch bei der Integration unterstützen. Der Pilot ist Teil des europäischen Resettlement-Programms, in dessen Rahmen Deutschland die Aufnahme von 10.200 Personen aus Erstaufnahmeländern zugesagt hat.

Hier findet ihr die
Fachinformation dazu.

Am 29.5 gibt es eine erste Informationsveranstaltung des Paritätischen in Berlin (Paritätischer Gesamtverband, Oranienburger Straße 13/14, 10178 Berlin, 11 bis 15 Uhr, Anmeldung ab sofort unter fhp@paritaet.org) und am 20.6 eine weitere Veranstaltung in Kassel (Einladung folgt).


Hintergrund:


Weltweit gibt es knapp 70 Mio Vertriebene. Im Rahmen des UNHCR-Resettlement-Programms zur Neuansiedlung besonders schutzbedürftiger Personen geht das UNHCR von ca. 1,4 Mio Menschen aus, die nicht in ihren Erstaufnahmeländern verbleiben können, sei es aus Verfolgung, Krankheit oder anderen schwerwiegenden Gründen. Deutschland hat sich im Rahmen des Resettlement-Programms bereit erklärt, in 2018 und 2019 bis zu 10.200 Menschen aufzunehmen.


Dabei kann jetzt auch die Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle spielen: Im Rahmen des Programms ist es möglich, dass Initiativen oder Vereine sich als Mentor*innengruppe für die Aufnahme von Familien oder Einzelpersonen bewerben. Die Mentorengruppe unterstützt die Flüchtlinge finanziell für 2 Jahre, wobei die finanzielle Leistung nur die Netto-Kaltmiete für diesen Zeitraum umfasst. Mindestens für ein Jahr übernehmen Gruppen zudem eine Mentorinnenrolle bei der Integration der geflüchteten Menschen.


Diese erhalten einen 3-jährigen Aufenthalt und einen Flüchtlingsstatus, sie haben damit Anspruch auf Arbeit und Ausbildung sowie Sozialleistungen. Die Mentorinnengruppen und die Flüchtlinge werden durch die Zivile Kontaktstelle beraten, begleitet und unterstützt (ZKS).


Alle weiteren Informationen zum Programm und den Möglichkeiten der Teilnahme sind ab Mitte Mai unter
www.neustartimteam.de zu finden. Der Flyer zum Programm steht hier zum Download zur Verfügung: FlyerNesT

Verantwortet wird NesT vom Bundesministerium des Inneren, für Heimat und Bau,d er Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (
Hand in Hand von Anfang an). Vertreter*innen der freien Wohlfahrtspflege, aus Kirchen und Stiftungen waren bei der Konzeption eng beteiligt. Der Pilot baut auf den Erfahrungen aus bestehenden Programmen auf, etwa in Neuseeland oder UK.


Kontakt, Anmeldung und Rückfragen:

Stefan Paul Kollasch

Referent
Bundesprojekt Koordinierung und Qualifizierung in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe
Bundesprogramm Menschen stärken Menschen - Chancenpatenschaften im Paritätischen

Abteilung Migration und Internationale Kooperation
Der Paritätische Gesamtverband
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Telefon: 030 24636-472
Telefax: 030 24636-140
E-Mail: fhp@paritaet.org

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news-1352Thu, 09 May 2019 10:26:57 +0200Referentenentwurf für ein Masernschutzgesetz liegt vor/aktuelles/aktuelles/details/referentenentwurf-fuer-ein-masernschutzgesetz-liegt-vor/ Der Gesetzgeber plant die Freiwilligkeit der Impfentscheidung für bestimmte Personengruppen aufzuheben. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen zur Stärkung der Inanspruchnahme von Schutzimpfungen geplant. Der Referentenentwurf enthält u. a. die folgenden Regelungen:

- Masernimpflicht für Personen, die
a) in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden, in denen überwiegend Säuglinge, Kinder oder Jugendliche betreut werden (z. B. Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorte, Schulen, sonstige Ausbildungseinrichtungen, Heime, Ferienlager und ähnliche Einrichtungen).
b) Personen, die in den oben genannten Gemeinschaftseinrichtungen eine Tätigkeit ausüben.
c) Personen, die in Krankenhäusern arbeiten und dabei Kontakt zu Patienten haben.

- Ausgenommen von der Impfpflicht sind Personen, bei denen eine medizinische Kontraindikation vorliegt.
- Personen müssen vor ihrer Aufnahme oder vor Beginn ihrer Tätigkeit der Leitung der Einrichtung einen entsprechenden Nachweis erbringen.
- Nach Inkrafttreten des Gesetzes soll für Personen, die bereits in entsprechenden Einrichtungen tätig oder aufgenommen sind, eine Nachweispflicht bis zum 31. Juli 2020 bestehen.
- Bei Nichtvorlage hat die Einrichtung eine Meldepflicht gegenüber den Gesundheitsamt. Dieses kann Besuchsverbote aussprechen - mit Ausnahme von Personen, die einer gesetzlichen Schulpflicht unterliegen.
- Eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldstrafe von bis zu 2.500 geahndet werden kann, wird in den folgenden Fällen begangen:
a) Nichtvorlage eines erforderlichen Impfnachweises
b) fehlende, nicht vollständige oder nicht rechtzeitig erbrachte Meldung gegenüber dem Gesundheitsamt durch eine Einrichtung
c) Aufnahme eines Kindes in eine Kindertageseinrichtung, obwohl erforderlicher Nachweis nicht vorliegt.

- Einführung eines digitalen Impfausweises.
- Anbindung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes an die Telematikinfrastruktur. Dieser soll Zugriff auf den elektronischen Impfausweis in der elektronischen Patientenakte und Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz und andere epidemiologische Daten nach den gesetzlichen Grundlagen über die Telematikinfrastruktur erhalten.
- Die entsprechenden zuständigen Behörden für den ÖGD erhalten zum Ausgleich der Kosten Erstattungen analog der Regelungen im vertragsärztlichen Bereich.
- Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird verpflichtet die Bevölkerung regelmäßig und umfassend über Prävention durch Schutzimpfungen zu informieren.
- Es wird klargestellt, dass jeder Arzt in der Lage ist Schutzimpfungen durchzuführen.
- Es wird konkretisiert, dass Kassen Versorgungsverträge zu Schutzimpfungen mit Vertragsärzten, Betriebsärzten sowie mit den für den ÖGD zuständigen Landesbehörden zu treffen haben. ]]>
news-1315Thu, 18 Apr 2019 09:03:46 +0200Neues Asylpaket: PARITÄTISCHER bewertet Kabinettsbeschluss als herben Rückschlag in der Integrationspolitik/aktuelles/aktuelles/details/neues-asylpaket-paritaetischer-bewertet-kabinettsbeschluss-als-herben-rueckschlag-in-der-integrations/ Pressemitteilung des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes    

Neues Asylpaket: Paritätischer bewertet Kabinettsbeschluss als herben Rückschlag in der Integrationspolitik

Die heute im Kabinett beschlossenen Gesetzesentwürfe im Bereich des Aufenthalts- und Asylrechts stellen nach Ansicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes einen deutlichen Rückschritt in der Integrationspolitik dar. Sollten die Pläne umgesetzt werden, werde einer Vielzahl von Menschen jeglicher Zugang zu Bleiberechten versperrt und die Rechte geflüchteter Menschen systematisch beschnitten. Die geplanten Gesetzesverschärfungen seien insbesondere angesichts der nur noch moderaten Zugangszahlen weder nachvollziehbar noch notwendig.

„Trotz nur moderater Zugangszahlen tut die Große Koalition so, als befände sich Deutschland im Notstandsmodus. Es ist nicht nachvollziehbar, warum derart restriktive Verschärfungen in der Asylpolitik im Eiltempo durchgepeitscht werden, statt sich Zeit für eine Analyse des tatsächlichen Gesetzgebungsbedarfes zu nehmen. Mit dem so genannten Geordnete-Rückkehr-Gesetz werden nun die vorhandenen guten Ansätze der Integrationsförderung geradezu konterkariert, kritisiert Werner Hesse, Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

Die geplante Einführung eines neuen Duldungsstatus für Personen mit angeblich ungeklärter Identität werde eine Vielzahl von Menschen von allen Integrationsangeboten ausschließen, warnt der Paritätische. Das brächte für die Betroffenen jahrelange Perspektivlosigkeit mit sich. Auch die massive Ausweitung der Abschiebungshaft wird vom Verband heftig kritisiert. „Abschiebungshaft droht zum Normalfall zu werden, anstatt verfassungskonform nur als letztes Mittel angewendet zu werden. Dabei ist die Inhaftierung einer der stärksten Eingriffe des Staates in die Rechte eines Menschen“, kritisiert Hesse. Hinzu komme, dass die Haft nicht mehr in gesonderten Einrichtungen, sondern in regulären Strafgefängnissen erfolgen soll, obwohl dies der Europäische Gerichtshof bereits ausdrücklich als rechtswidrig erkannt hat.

Auch die geplanten Änderungen beim Asylbewerberleistungsgesetz kritisiert der Paritätische und warnt, dass es zu Leistungsausschlüssen und für viele Betroffene zu Leistungskürzungen kommen werde. Werner Hesse: „Sozialleistungen dürfen nicht zur Begrenzung von Migration eingesetzt werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt. Trotzdem soll hier augenscheinlich Druck auf Schutzsuchende ausgeübt werden.“ Die Pläne der Bundesregierung seien vor diesem Hintergrund verfassungsrechtlich mindestens fragwürdig. Zudem seien die Regelsätze ohnehin seit Jahren nicht bedarfsdeckend. Der Verband fordert daher die politische Anerkennung eines einheitlichen Existenzminimums für alle in Deutschland lebenden Menschen.

Mit freundlichen Grüßen
Gwendolyn Stilling
Pressesprecherin Leiterin Presse, Redaktion, Kampagnen
Der Paritätische Gesamtverband
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Telefon: 030 24636-305
Telefax: 030 24636-110
Mail: pr@paritaet.org


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news-1313Wed, 17 Apr 2019 12:58:41 +0200PARITÄTISCHE Stellungnahme zum " Geordnete Rückkehr" Gesetz/aktuelles/aktuelles/details/paritaetische-stellungnahme-zum-geordnete-rueckkehr-gesetz/ Anbei erhalten Sie die Stellungnahme des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes zum Referentenentwurf "Geordnete-Rückkehr-Gesetz“, der heute vom Bundeskabinett beschlossen wurde.  news-1311Wed, 17 Apr 2019 08:37:51 +0200Neue Arbeitshilfe: Jetzt Rechtsansprüche zur Erhöhung der Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz durchsetzen!/aktuelles/aktuelles/details/neue-arbeitshilfe-jetzt-rechtsansprueche-zur-erhoehung-der-grundleistungen-nach-dem-asylbewerberleist/ Der PARITÄTISCHE Gesamtverband hat eine neue Arbeitshilfe zum Thema Durchsetzung von Rechtsansprüchen zur Erhöhung der Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz veröffentlicht.  Darin geht es um die Problematik, dass die Grundleistungen nach § 3 AsybLG seit Jahren rechtswidrig nicht erhöht worden sind und die Betroffenen deswegen zu niedrige Regelsätze erhalten. Die Arbeitshilfe beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, eine Nachzahlung durchzusetzen und Rechtsmittel gegen die aktuellen Bewilligungszeiträume einzulegen.

Bitte beachten Sie, dass die Datei nur im PDF-Format vorliegt und es keine Printversion gibt.

Den vorläufigen Link zum Download finden Sie hier: https://www.der-paritaetische.de/fachinfos/neue-arbeitshilfe-jetzt-rechtsansprueche-zur-erhoehung-der-grundleistungen-nach-dem-asylbewerberleist/


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news-1276Mon, 01 Apr 2019 11:07:49 +0200Broschüre "Diskriminierungsschutz für Geflüchtete"/aktuelles/aktuelles/details/broschuere-diskriminierungsschutz-fuer-gefluechtete/ Der PARITÄTISCHE Landesverband Nordrhein-Westfalen hat in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. jur. Dorothee Frings eine Broschüre „Praxisnahe juristische Interventionen zum menschenrechtlichen Diskriminierungsschutz für Geflüchtete“  herausgebracht.Die Broschüre ist als pdf.-Datei angehängt. ]]>news-1274Thu, 28 Mar 2019 14:48:16 +0100Mogelpackung Asylbewerberleistungsgesetz: Scharfe Kritik des Paritätischen an Reformplänen/aktuelles/aktuelles/details/mogelpackung-asylbewerberleistungsgesetz-scharfe-kritik-des-paritaetischen-an-reformplaenen-1/ Scharf kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband den vorliegenden Entwurf zur Reform des Asylbewerberleistungsgesetzes, nach dem die Leistungen für Asylbewerberinnen und Asylbewerber neu geregelt werden sollen. Statt die Leistungen zur Sicherung des Existenzminimums endlich an den tatsächlichen Bedarf und die aktuelle Preisentwicklung anzupassen, würden durch statistische Tricks die Beträge künstlich klein gerechnet, kritisiert der Verband. Die Pläne der Bundesregierung seien verfassungsrechtlich mindestens fragwürdig. Der Verband fordert die politische Anerkennung eines einheitlichen Existenzminimums für alle in Deutschland lebenden Menschen.  
„Die geplante Neuregelung kommt einer Mogelpackung gleich. Vordergründig ist es eine Erhöhung, bei gründlichem Nachrechnen stellt sich heraus, dass sehr viele Flüchtlinge künftig nicht mehr oder sogar weniger haben werden als jetzt“, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Zwar werden die Regelsätze generell erhöht, doch wird vielen Asylbewerbern die höchste Regelsatzstufe künftig mit Verweis auf mögliche Einsparpotenziale in Sammelunterkünften vorenthalten. „Unter dem Strich ist es für den Einzelnen in vielen Fällen bestenfalls ein Nullsummenspiel“, so Schneider.


Ohnehin seien die Regelsätze und insbesondere die Geldbeträge seit Jahren nicht mehr annähernd bedarfsdeckend. „Mit 136 Euro im Monat und einigen Sachleistungen ist kein Auskommen möglich“, so Schneider.

Der Gesetzesentwurf enthalte durchaus auch positive Ansätze, so etwa die Unterstützung von Asylbewerbern in Ausbildung oder die Honorierung ehrenamtlichen Engagements. Es sei außerordentlich bedauerlich, dass diese begrüßenswerten Aspekte durch die Tricksereien beim Regelsatz überlagert werden.

Der Verband weist darauf hin, dass die niedrigeren Regelsätze bei Asylbewerbern im Vergleich zu Hartz IV-Beziehenden ganz generell eine klare Diskriminierung von Flüchtlingen darstellt. „Das Existenzminimum ist genauso wenig teilbar wie die Würde des Menschen nach Artikel 1 des Grundgesetzes“, so Schneider.

Den Entwurf zum AsylbLG finden Sie hier:

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news-1238Mon, 18 Mar 2019 14:38:16 +0100Arbeitshilfe in einfacher Sprache - Stärkung der Verbraucherschutzkompetenzen von Geflüchteten/aktuelles/aktuelles/details/arbeitshilfe-in-einfacher-sprache-staerkung-der-verbraucherschutzkompetenzen-von-gefluechteten/ Broschüre des AWO Bundesverbandes e. V. zum Thema "Verbraucherschutz für Geflüchtete" news-1198Wed, 27 Feb 2019 11:05:35 +0100Regionales Netzwerk zur gesundheitlichen und sozialen Versorgung von Flüchtlingen im Kreis Rendsburg-Eckernförde/aktuelles/aktuelles/details/regionales-netzwerk-zur-gesundheitlichen-und-sozialen-versorgung-von-fluechtlingen-im-kreis-rendsburg/ Dokumentation der Fachtagung zum Aufbau eines "Regionalen Netzwerkes zur gesundheitlichen und sozialen Versorgung von Flüchtlingen im Kreis Rendsburg-Eckernförde", die am 12.12.2018 in Rendsburg stattgefunden hat. Die meisten geflüchteten Menschen, die im Kreis Rendsburg-Eckernförde Schutz gefunden haben, kommen aus Kriegsgebieten und anderen Krisenherden. Ein großer Teil der geflüchteten Menschen hat durch Krieg Verfolgung und Gewalt erfahren und bedarf somit einer besonderen gesundheitlichen und sozialen Versorgung. Am 12. Dezember 2018 hat eine Auftaktveranstaltung zum Aufbau eines "Regionalen Netzwerkes zur gesundheitlichen und sozialen Versorgung von Flüchtlingen im Kreis Rendsburg-Eckernförde" stattgefunden, an der rund 75 Fachkräfte aus unterschiedlichen Einrichtungen der Regeldienste und Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe teilgenommen. Die Teilnehmenden haben einen ersten Einblick über die aktuellen Unterstützungsstrukturen im Kreis erhalten und haben sich über bereits bestehende Angebote und Bedarfe in der Versorgung ausgetauscht.

 

Die Ergebnisse und die Vorträge können Sie in der vorliegenden Online-Dokumentation nachlesen. Ergänzend ist eine Terminübersicht für die Netzwerktreffen in 2019 beigefügt.

 

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news-1174Mon, 18 Feb 2019 14:17:24 +0100Paritätischer gegen Doppelverbeitragung von Betriebsrenten / Gesetzentwurf eines Betriensrentenentlastungsgesetzes/aktuelles/aktuelles/details/paritaetischer-gegen-doppelverbeitragung-von-betriebsrenten-gesetzentwurf-eines-betriensrentenentla/ Der Paritätische spricht sich gegen eine häufig als "Doppelverbeitragung" bezeichnete Krankenversicherungsbeitragserhebung aus, soweit die Leistungen aus Beiträgenr resultieren, die ihrerseits bereits verbeitragt wurden. Der Vorstand des Paritätischen hat dazu in seiner Sitzung am 25. Januar 2019 beschlossen: "Der Paritätische spricht sich dafür aus, auf Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge bzw. auf Kapitalabfindungen keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zu erheben, wenn sie aus Beiträgen auf Einnahmen resultieren, die bereits verbeitragt wurden. Der Paritätische unterstützt die zusätzliche Einführung von Freibeträgen, soweit diese in gleichem Maße auch für die Leistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung gelten und daraus resultierende Mindereinahmen der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung aus Steuermitteln ausgeglichen werden“.

Hintergrund ist die laufende politische Diskussion zu diesem Thema. Das Bundesministerium für Gesundheit hat dazu einen Referentenentwurf für ein Betriebsrentenentlastungsgesetz vorgelegt.
Zu den Eckpunkten zählt u.a.:
  • Erhöhung des Bundeszuschusses zum Gesundheitsfonds von 14,5 auf 17 Milliarden
  • Bei Versorgungsbezügen werden die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes und der hälftige kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz erhoben.
  • Änderung der Berechnungsweise des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes.
  • Absenkung der Höhe der vorgegebenen Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds auf 20 Prozent der durchschnittlich auf den Monat entfallenden Ausgaben des Gesundheitsfonds - Erweiterung des Verbotes für Kassen den Zusatzbeitrag zu erhöhen. Erhöhungen sind verboten, solange ihre Finanzreserven das 0,75fache der gesetzlich vorgesehenen zulässigen Finanzreserve überschreiten (aktuell: Verbot bei Überschreitung der gesetzlich zulässigen Finanzreserve).
  • Geplantes Inkrafttreten zum 1.1.2020


Der Referentenentwurf ist als Anlage beigefügt. Nach Medienberichten vom 13. Februar 2019 hat das Bundeskanzleramt die Pläne aufgrund der damit verbundenen hohen Kosten vorläufig gestoppt.

 

 

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news-1172Mon, 18 Feb 2019 14:00:00 +0100Paritätische Positionen zur Europawahl 2019/aktuelles/aktuelles/details/paritaetische-positionen-zur-europawahl-2019/ Im Mai 2019 sind mehr als 500 Millionen EU-Bürger*innen aufgerufen, ihre Abgeordneten zum Europäischen Parlament neu zu wählen. Der Paritätische hat zu diesem Anlass Positionen und Forderungen dokumentiert. Als Anhang finden Sie hier die Langfassung der Paritätischen Positionen und Forderungen zur Europawahl, die vom Vorstand Paritätischen Gesamtverband verabschiedet wurden.]]>news-1169Mon, 18 Feb 2019 11:33:38 +0100Ausschreibung Zertifikatsforbildung "Interkulturelle Musikpraxis"/aktuelles/aktuelles/details/ausschreibung/ Tontalente e. V. bietet im Rahmen des Projekts MuV (Musik und Vielfalt) eine Zertifikatsfortbildung "Interkulturelle Musikpraxis" in Modulen an.  

Bei der Fortbildung geht es um folgende Themen:

 

- Musikethnologie

- Makams und Rhythmen

- Kulturbegriff

- Musik und Sprachförderung / Phonetik

- Elementare Musikpädagogik

- Ausgewählte Musikbeispiele aus der Türkei und dem arabischen Raum, aus Gebieten in Afrika, aus dem   süd- und ostasiatischen Raum, zum Stimmgebrauch auf der Welt 

- Projektentwicklung, Projektmanagement, Fundraising, Best-Practise Projekte

- Kommunikation (Vier Seiten einer Nachricht, Themenzentrierte Interaktion)

 

Modul 1: 26.-28. April 2019  
Modul 2: 24.-26. Mai 2019  
Modul 3: 21.-23. Juni 2019 
Modul 4: 20.-22. September 2019   
Modul 5: 25.-27. Oktober 2019   
 

Der Umfang der Fortbildung sind insgesamt 80 Stunden: 5 Wochenend-Module, jeweils von Freitag 16 Uhr bis Sonntag 16 Uhr.
Es müssen mindestens 60 Stunden besucht worden sein, um ein Zertifikat zu erhalten.

 

Hobby- und Profi-Musiker*innen können sich bis zum 5. April bewerben.

 

Kosten: 80,00 € pro Modul, insgesamt 400,00 €.

 

Bei Rückfragen bitte Frau Kröger kontaktieren.
Kontaktdaten:

Ann-Kristin Kröger

Tontalente e. V.

Meesenring 2 - 23566 Lübeck

 

0451 - 300 869 25

www.tontalente.de 

 

 

 

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news-1136Thu, 31 Jan 2019 13:12:42 +0100Neue Arbeitshilfe: Aufenthaltssicherung für weitergewanderte Flüchtlinge - Eingeschränkte Freizügigkeit oder irreguläre Sekundärmigration?/aktuelles/aktuelles/details/neue-arbeitshilfe-aufenthaltssicherung-fuer-weitergewanderte-fluechtlinge-eingeschraenkte-freizuegigk/ Der PARITÄTISCHE Gesamtverband hat eine neue Arbeitshilfe zum Thema "Aufenthaltssicherung für weitergewanderte Flüchtlinge" erstellt.   Aus dem Begleittext:

In der täglichen Beratungs-Praxis kommen nicht nur Menschen an, die in einem anderen europäischen Mitgliedstaat einen Asylantrag gestellt haben oder nach der Dublin-III-Verordnung hätten stellen müssen, sondern zunehmend auch Menschen, die in einem anderen Mitgliedstaat bereits als international Schutzsuchende anerkannt sind oder aus anderen Gründen einen nationalen Aufenthaltstitel  erlangt haben und nun ihren Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegen wollen.  

Zwar können diese Personen in der Regel visumsfrei nach Deutschland einreisen und sich hier zu Besuchszwecken bis zu 3 Monate lang aufhalten, aber was passiert, wenn sie sich dauerhaft in Deutschland aufhalten wollen? Handelt es sich hierbei zwangsläufig um eine „irreguläre Sekundärmigration“, die schnellstmöglich beendet werden muss? Oder gibt es Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung – und falls ja, welche? Die Antwort auf diese Fragen ist oft schwierig, denn selbst eine Flüchtlings-Anerkennung in einem anderen Mitgliedstaat führt nicht dazu, dass auch in Deutschland ein Aufenthaltstitel erteilt werden muss. Sie führt aber genauso wenig dazu, dass der Aufenthalt in Deutschland automatisch „irregulär“ ist. Vielmehr muss in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft werden, ob es eine Gesetzesgrundlage für die Erteilung eines in Deutschland gültigen Aufenthaltstitels gibt.

Die Arbeitshilfe möchte bei der Klärung der verschiedenen aufenthaltsrechtlichen Bleibeperspektiven unterstützen und richtet sich insbesondere an Berater*innen der Flüchtlings- und Migrationsberatungsstellen, die weiter gewanderte  Menschen betreuen bzw. beraten. Sie wurde bewusst praxisorientiert gestaltet und enthält zahlreiche konkrete Tipps für die Beratungspraxis. Erstellt wurde die Broschüre von Claudius Voigt vom Projekt Q – Qualifizierung der Flüchtlingsberatung der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V. (GGUA).

 

Die Arbeitshilfe steht unter
https://www.der-paritaetische.de/publikationen/aufenthaltssicherung-fuer-weitergewanderte-fluechtlinge-eingeschraenkte-freizuegigkeit-oder-irregulaer/

zum Download zur Verfügung.

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news-1093Wed, 09 Jan 2019 08:53:12 +0100Fachtagung "Geflüchtete mit Behinderung" vom 26.10.2018/aktuelles/aktuelles/details/fachtagung-gefluechtete-mit-behinderung-am-26102018-in-kiel/ Nachfolgend erhalten Sie einen Link für die Dokumentation zur Fachtagung „Geflüchtete mit Behinderung“ vom 26. Oktober 2018 zur Kenntnis:   https://www.diakonie-sh.de/fileadmin/user_upload/Dokumentation_Fachtag_Fluechtlinge_mit_Behinderung.pdfnews-1021Mon, 29 Oct 2018 14:53:11 +0100Fortbildungskatalog PARITÄTISCHER Schleswig-Holstein/aktuelles/aktuelles/details/fortbildungskatalog-paritaetischer-schleswig-holstein/ Fortbildungskatalog Fortbildungen 2019 des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein.news-916Tue, 17 Jul 2018 10:34:33 +0200Regionales Netzwerk für traumatisierte Geflüchtete in Flensburg und SL/aktuelles/aktuelles/details/online-dokumentation-der-fachtagung-zum-aufbau-eines-fachtagung-zum-aufbau-eines-regionalen-netzw/ Dokumentation der Fachtagung zum Aufbau eines Fachtagung zum Aufbau eines "Regionalen Netzwerkes zur Versorgung von psychisch belasteten und traumatisierten Geflüchteten in der Stadt Flensburg und im Kreis Schleswig-Flensburg“die am 23.05.2018 in Flensburg  stattgefunden hat.   Veranstalter waren der Kreis Schleswig – Flensburg und die Stadt Flensburg und der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein. Die Dokumentation wird laufend ergänzt. Die meisten Flüchtlinge, die in der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig - Flensburg Schutz gefunden haben, kommen aus Kriegsgebieten und anderen Krisenherden. Es ist davon auszugehen, dass rund ein Viertel aller Flüchtlinge durch Krieg, Verfolgung, Folter, sexuelle Gewalt traumatisiert sind.

 

Mit Impulsreferaten und Workshops haben wir über die Handlungsbedarfe informiert und

mögliche Unterstützungsstrukturen in der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig – Flensburg diskutiert. Die Ergebnisse des World - Cafès finden Sie als Anlage im Anhang.

An der Tagung haben ca. 80 Fachleute aus den Bereichen Psychotherapeutische Versorgung, Gesundheitswesen, psychosoziale Arbeit, Dolmetscher/-innen, Verwaltung und Politik teilgenommen.

 

Zum ersten Netzwerktreffen, am Donnerstag, den 23.08.2018, von 15:00 bis 18:00 Uhr, laden wir Sie herzlich  ins Kulinar36, im Quartier36, Moltkestraße 36, 24837 Schleswig ein.

 

 

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news-883Wed, 27 Jun 2018 14:26:38 +0200Berliner Erklärung zum Flüchtlingsschutz/aktuelles/aktuelles/details/berliner-erklaerung-zum-fluechtlingsschutz/ 17 Organisationen, darunter mit AWO – Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland und Der Paritätische Gesamtverband vier Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, haben im Vorfeld des EU-Gipfels zur Asylpolitik die „Berliner Erklärung zum Flüchtlingsschutz“ unterzeichnet. Die Berliner Erklärung sowie die Pressemitteilung des Paritätischen Gesamtverbands finden Sie als PDF unten. ]]>news-849Fri, 01 Jun 2018 14:10:37 +0200Aktionswoche Schuldnerberatung/aktuelles/aktuelles/details/aktionswoche-schuldnerberatung/ Aktionswoche Schuldnerberatung 'Raus aus den Schulden' mit zwei PARITÄTISCHEN MitgliedsorganisationenZahlreiche Studien belegen die vielfältigen positiven Wirkungen von Sozialer Schuldnerberatung. Diese Beratung macht es möglich, dass Menschen aus den Schulden herauskommen, wieder das Heft des Handelns in wirtschaftlichen Dingen in die Hand nehmen können und eine Chance auf Teilhabe am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben erhalten. Es geht immerhin um 6,9 Millionen Menschen in Deutschland, die überschuldet sind oder nachhaltige Zahlungsprobleme haben.

http://www.aktionswoche-schuldnerberatung.de/

 

Zwei Schuldnerberatungen in der Mitgliedschaft des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein beteiligen sich an der Aktionswoche.

 

Schuldner und Insolvenzberatung

Haus der Familie, Wrangelstraße 18; 24937 Flensburg

 

5. Juni, 17-20 Uhr

Feierabendsprechstunde

 

11. Juni, 19 Uhr

Vortrag: Verbraucherinsolvenzverfahren

 

http://www.hausderfamilie-flensburg.de/beratungszentrum/schuldnerberatung/

 

 

Schuldnerberatung im Gutshaus Glinde

Sönke-Nissen-Park-Stiftung

 

7. Juni, 11 – 16 Uhr

Telefonhotline

 

http://www.gutshaus-glinde.de/schulden.html

schuldnerberatunggutshaus-glinde.de

 

 

 

 

 

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news-593Thu, 01 Feb 2018 16:33:23 +0100Ehrenamtsmessen/aktuelles/aktuelles/details/ehrenamtsmessen/ Die EhrenamtMessen Schleswig-Holstein 2018 werden vom EhrenamtNetzwerk Schleswig-Holstein ausgerichtet. Seit 2006 finden im jährlichen Wechsel die EhrenamtMessen und EhrenamtForen in Schleswig-Holstein statt. Termine für Februar bis April finden sie im Flyer. ]]>news-559Wed, 10 Jan 2018 16:13:38 +0100Alle an Bord! - Geflüchtete in Arbeit bringen/aktuelles/aktuelles/details/alle-an-bord-gefluechtete-in-arbeit-bringen/ Das Projekt 'Alle an Bord!' – Netzwerk zur arbeitsmarktlichen Integration von Geflüchteten in Schleswig-Holstein (kurz: 'Alle an Bord!') will mit Unterstützung aus Landesmitteln die Probleme systematisch angehen. Ministerpräsident Daniel Günther übergab zum Start einen Bewilligungsbescheid über 1,5 Millionen Euro.  In den letzten drei Jahren kamen aus Kriegs- und Krisengebieten rund 50.000 Menschen nach Schleswig-Holstein und stellten einen Asylantrag. Diese Menschen haben ihr Leben gerettet, sind aber auf ein Leben in Europa nicht vorbereitet. Die Integration in Arbeit stößt auf unterschiedliche Probleme.

Das Projekt 'Alle an Bord!' – Netzwerk zur arbeitsmarktlichen Integration von Geflüchteten in Schleswig-Holstein (kurz: 'Alle an Bord!') will mit Unterstützung aus Landesmitteln die Probleme systematisch angehen. Das Projekt wird die landesweite Angebotsstruktur zur Integration in Arbeit und Ausbildung optimieren. Für die Zusammenarbeit konnten zahlreiche Netzwerkpartner gewonnen werden. Eine Aufteilung in regionale Teilprojekte sorgt für eine flächendeckende Wirksamkeit der Maßnahmen.

Heute, am 10. Januar 2018, übergab Ministerpräsident Daniel Günther den Bewilligungsbescheid des Landes über 1,5 Millionen Euro an den Projektträger (Zuwendungsempfänger und finanzverantwortlich), den PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e.V. Verantwortlich für die Durchführung und Koordination des Projektes sind der DER PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein und der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein.

„Mit dem Projekt 'Alle an Bord!' haben noch mehr geflüchtete Menschen bei uns in Schleswig-Holstein die Chance, eine Arbeit zu finden oder eine Ausbildung zu beginnen. Damit ist dieses Projekt ein echter Integrationsmotor. Weil der Zuspruch so hoch ist, soll das Projekt nun auf weitere Regionen ausgeweitet werden. Die 1,5 Millionen Euro sind daher sehr gut angelegtes Geld“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther.

„Viele geflüchtete Menschen wollen so schnell wie möglich auf eigenen Beinen stehen und arbeiten. Die Hürden, die sie dafür überwinden müssen, können wir mit diesem Bündnis aus starken Akteuren bewältigen. Der PARITÄTISCHE weiß aus ähnlichen Netzwerkprojekten, wie wirkungsvoll ein engagiertes Zusammenwirken unterschiedlicher Partner sein kann“, so Günter Ernst-Basten, Vorstand des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein.

„Eine solche Unterstützungsstruktur und die Kooperation mit Verwaltung und Politik ist auch notwendig, damit eine nachhaltige Integration in Ausbildung und Arbeitsmarkt nicht durch eine restriktive Rechtslage und Verwaltungspraxis konterkariert wird“, so Martin Link, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein.

Das Projekt wird auch von den Kammern aktiv unterstützt. Für sie stellen die Netzwerkstruktur und das Konzept wichtige Erfolgsfaktoren dar: „Die an der besonderen Lebenslage der Geflüchteten und ihren individuellen Kompetenzen und Bedarfen orientierte Unterstützung ist zentral für eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt“, so die Erfahrung Ulrich Spitzers, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Flensburg, die sich als Teilprojektträger ebenso im Netzwerk engagiert, wie die Handwerkskammer Lübeck.

„Das Zusammenwirken der unternehmensorientierten Erfahrungen der Kammern und der Kompetenzen der Migrationsfachdienste in der Arbeit der Teilprojekte sind ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Integration Geflüchteter am Arbeitsplatz“, begrüßt Sabine Bleyer von UTS e.V. die Kooperation. Der in Rendsburg angesiedelte Verein ist ebenfalls Teilprojektträger im Netzwerk 'Alle an Bord!'

Das Projekt soll beraten, begleiten, vermitteln und vernetzen. Konkret sollen sich die Netzwerkpartner aus Wirtschaft und Sozialer Arbeit um diese Belange kümmern:

  • Individuelle Qualifizierung
  • Praktika
  • Vermittlung in Arbeit und Ausbildung und Coaching in der Einstiegsphase
  • Schul- und Berufsausbildung
  • Studienaufnahme
  • Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung besonderer Lebenslagen der Geflüchteten

Das Projekt wendet sich an Geflüchtete, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, die besondere Schwierigkeiten bei der Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Deutschland haben. Bis Ende 2019 sollen 810 Geflüchtete mit dem Projekt erreicht werden. Einen besonderen Fokus legt das Projekt auf die Integration von Frauen: mindestens 220 Frauen sollen erreicht werden.

 

Ansprechpartnerinnen für die Netzwerk-Koordination: Tabea von Riegen, PARITÄTISCHER SH,
T. 0431 5602 77, vonriegenparitaet-sh.org und Astrid Willer, FLÜCHTLINGSRAT SH,
T. 0431 556853 63, alleanbordfrsh.de.

Informationen bietet auch die Website des Projektes: www.alleanbord-sh.de

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news-523Tue, 12 Dec 2017 14:01:38 +0100Wichtiges Signal gegen Kinderarmut /aktuelles/aktuelles/details/wichtiges-signal-gegen-kinderarmut/ Arbeits- und Sozialministerkonferenz stimmt für KindergrundsicherungDie Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) der Bundesländer fordert eine grundlegende Reform der finanziellen Leistungen der Kinder- und Familienförderung und wird dazu ein Konzept für die Einführung einer Kindergrundsicherung vorlegen. Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt den Beschluss und appelliert an die Politik, eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung auf Bundesebene einzuführen, die die tatsächlichen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen abdeckt.

„Armut hat ein Kindergesicht und ist für 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche ein ständiger Begleiter. Armut grenzt aus, Armut macht krank und vermindert Teilhabechancen“, erklärt Christiane Reckmann, Vorsitzende des Zukunftsforum Familie e.V. und Sprecherin des Bündnisses. Die Bundesländer hätten den dringenden Handlungsbedarf erkannt. „Der heutige Beschluss der ASMK ist daher ein notwendiges Signal für alle Familien, Kinder und Jugendlichen, denn eine Kindergrundsicherung ist langfristig der beste Weg, um Armut und verminderte Teilhabechancen zu verhindern. Wir hoffen sehr, dass dieses Signal auch auf Bundesebene und insbesondere von einer künftigen Bundesregierung erkannt wird.“

In ihren Wahlprogrammen sind sich die Parteien bereits einig: Kinderarmut darf es in einem Land wie Deutschland nicht geben. Auch finden sich konkrete Übereinstimmungen für ein gemeinsames politisches Handeln. Vorgeschlagen wird zum Beispiel, Leistungen zusammenzuführen und so das komplizierte System der Kinder- und Familienförderung zu vereinfachen. „Als einen ersten Schritt begrüßen wir daher den Vorschlag, das Kindergeld und den Kinderzuschlag zu einer existenzsichernden Leistung zusammenzuführen und einkommensabhängig auszubezahlen“, so Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes und Koordinator des Bündnisses. Diese Maßnahme würde kurzfristig und zielgerichtet Familien mit geringem Einkommen helfen und sie vor Armut schützen.

Allerdings fehlen hier weiterhin die dringend notwendigen Verbesserungen im Bereich der soziokulturellen Teilhabe. „Für uns darf diese neue Leistung daher nur ein erster Schritt hin zu einer Kindergrundsicherung in Höhe von 573 Euro im Monat sein, die mit steigendem Einkommen sinkt und neben dem sächlichen Existenzminimum auch den Teilhabebedarf abdeckt“, so Christiane Reckmann weiter.

Seit 2009 fordert das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG eine Reform der monetären Kinder- und Familienförderung. Ein entsprechendes Konzept wird seitdem mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft diskutiert und ständig weiterentwickelt. Dem Bündnis Kindergrundsicherung gehören dreizehn Verbände und zwölf Wissenschaftler/innen an (www.kinderarmut-hatfolgen.de)

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news-392Fri, 22 Sep 2017 10:21:28 +0200Kinderarmut bekämpfen: Bündnis für Kindergrundsicherung/aktuelles/aktuelles/details/kinderarmut-bekaempfen-buendnis-fuer-kindergrundsicherung/ Der Paritätische Gesamtverband ist dem Bündnis Kindergrundsicherung beigetreten. Kinderarmut bekämpfen: Paritätischer tritt Bündnis Kindergrundsicherung bei

Der Paritätische Wohlfahrtsverband ist heute dem Bündnis Kindergrundsicherung beigetreten. Das vom Bündnis vertretene Modell sei gerecht, einfach und geeignet, Einkommensarmut von Kindern wirksam zu bekämpfen. Es verdiene die volle Unterstützung des Verbandes. Nach der Bundestagswahl müsse die Bekämpfung der dramatisch hohen Kinderarmut Priorität erhalten, so der Appell des Paritätischen an die Politik.

„Im Verband gab es einen sehr langen und sehr gründlichen Diskussionsprozess, der letztlich dazu geführt hat, dass einstimmig und mit großer Überzeugung der Beitritt zum Bündnis Kindergrundsicherung beschlossen wurde“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Das Modell des Bündnisses sieht die Einführung einer Kindergrundsicherung in Höhe von 573 Euro für jedes Kind vor, die mit steigendem Familieneinkommen sinkt. Sie orientiert sich daran, was Kinder tatsächlich für ein gutes Aufwachsen benötigen und verhindert so Kinderarmut nachhaltig.

„Das vom Bündnis vertretene Modell stellt den Familienlastenausgleich vom Kopf auf die Füße. Der Staat würde nicht länger Spitzenverdiener bevorteilen, sondern künftig die Familien besser fördern, die wenig haben und entsprechend mehr benötigen. Würde das Konzept umgesetzt, bekämen einkommensarme Familien endlich mehr Kindergeld als Spitzenverdiener“, so Schneider. Eine riesige Ungerechtigkeit in der bisherigen Familienförderung würde damit beendet.

Nach aktuellen Zahlen lebt mittlerweile jedes fünfte Kind in Deutschland in Armut. „Die hohe Zahl der Kinder in Armut spiegelt das Versagen der Politik in der Armutsbekämpfung wider. Angesichts der Tatsache, dass das Wort Kinderarmut im letzten Koalitionsvertrag nicht einmal vorkam, kann diese Entwicklung kaum überraschen. Der Koalitionsvertrag der nächsten Regierung muss zwingend einen Masterplan zur Armutsbekämpfung enthalten“, fordert Schneider.

Mehr Informationen zum Bündnis:

www.kinderarmut-hat-folgen.de

 

 

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news-218Wed, 03 May 2017 13:33:00 +0200Stellungnahme zum KJSG/aktuelles/aktuelles/details/stellungnahme-zum-kjsg/ Stellungnahme des Paritätischen Gesamtverbandes zum Regierungsentwurf des "Kinder und Jugendlichen Stärkungsgesetzes (KJSG)"Zum Regierungsentwurf eines "Kinder und Jugendlichen Stärkungsgesetzes (KJSG)" hat der Paritätische Gesamtverband seine Stellungnahme veröfffentlicht. Er empflieht eine Reihe von Änderungen des Gesetzes im parlamentarischen Verfahren, betont aber zugleich: Ohne eine Streichung der Änderungen in den §§ 13 Abs. 3 und 78 f Abs. 2 SGB VIII ist das Gesetz aus seiner Sicht nicht zustimmungsfähig. ]]>news-217Wed, 19 Apr 2017 13:22:00 +0200Regierungsentwurf SGB VIII /aktuelles/aktuelles/details/regierungsentwurf-sgb-viii/ Seit dem 12. April 2017 liegt jetzt ein Regierungsentwurf für ein Gesetz „zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendlichenstärkungsgesetz – KJSG) vor. Im Vergleich zu den Arbeitsentwürfen des Sommers 2016 hat er ein wesentlich anderes Gepräge, aber auch im Vergleich zu der abgespeckten Referatsentwurfsfassung vom 17.03.2017 haben sich noch eine ganze Reihe von Änderungen ergeben.

Schwerpunkte des Entwurfs sind aus der Sicht der Bundesregierung:

1. Verbesserung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen;

2. Stärkung von Pflegekindern und ihren Familien;

3. Qualifizierung von Schutzinstrumenten und –maßnahmen;

4. Verbesserung der Kooperation im Kinderschutz und

5. Bedarfsgerechtere Leistungen und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe.

Umstritten ist insbesondere die Bestimmung in § 78 f. Danach sollen die Länder die Kostenerstattung für umF an die örtlichen Träger (§ 89d Abs.1) davon abhängig machen können, ob Rahmenverträge zwischen den Landesministerien, den kommunalen Spitzenverbänden und den Landes-Zusammenschlüssen der Leistungserbringer speziell für Leistungen an umF abgeschlossen wurden und darüber hinaus „Beachtung“ finden! Anhängend der Regierungsentwurf und eine Lesehilfe zum Entwurf, bei der die Änderungen in den Fließtext des SGB VIII eingearbeitet wurden.

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news-140Thu, 19 Jan 2017 14:34:00 +0100Allianz für Weltoffenheit/aktuelles/aktuelles/details/allianz-fuer-weltoffenheit/ Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein ist Teil der Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat. Diese nimmt in Schleswig-Holstein ihre Arbeit auf. Wir wollen ein weltoffenes und solidarisches Land, wir treten gemeinsam gegen Hass und Gewalt ein.