Der Paritätische SHhttps://paritaet-sh.org.dedi1294.your-server.de Aktuelles vom PARITÄTISCHEN Schleswig-Holsteinde_DEDer Paritätische SHTYPO3 EXT:newsnews-1315Thu, 18 Apr 2019 09:03:46 +0200Neues Asylpaket: PARITÄTISCHER bewertet Kabinettsbeschluss als herben Rückschlag in der Integrationspolitik/aktuelles/aktuelles/details/neues-asylpaket-paritaetischer-bewertet-kabinettsbeschluss-als-herben-rueckschlag-in-der-integrations/ Pressemitteilung des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes    

Neues Asylpaket: Paritätischer bewertet Kabinettsbeschluss als herben Rückschlag in der Integrationspolitik

Die heute im Kabinett beschlossenen Gesetzesentwürfe im Bereich des Aufenthalts- und Asylrechts stellen nach Ansicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes einen deutlichen Rückschritt in der Integrationspolitik dar. Sollten die Pläne umgesetzt werden, werde einer Vielzahl von Menschen jeglicher Zugang zu Bleiberechten versperrt und die Rechte geflüchteter Menschen systematisch beschnitten. Die geplanten Gesetzesverschärfungen seien insbesondere angesichts der nur noch moderaten Zugangszahlen weder nachvollziehbar noch notwendig.

„Trotz nur moderater Zugangszahlen tut die Große Koalition so, als befände sich Deutschland im Notstandsmodus. Es ist nicht nachvollziehbar, warum derart restriktive Verschärfungen in der Asylpolitik im Eiltempo durchgepeitscht werden, statt sich Zeit für eine Analyse des tatsächlichen Gesetzgebungsbedarfes zu nehmen. Mit dem so genannten Geordnete-Rückkehr-Gesetz werden nun die vorhandenen guten Ansätze der Integrationsförderung geradezu konterkariert, kritisiert Werner Hesse, Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

Die geplante Einführung eines neuen Duldungsstatus für Personen mit angeblich ungeklärter Identität werde eine Vielzahl von Menschen von allen Integrationsangeboten ausschließen, warnt der Paritätische. Das brächte für die Betroffenen jahrelange Perspektivlosigkeit mit sich. Auch die massive Ausweitung der Abschiebungshaft wird vom Verband heftig kritisiert. „Abschiebungshaft droht zum Normalfall zu werden, anstatt verfassungskonform nur als letztes Mittel angewendet zu werden. Dabei ist die Inhaftierung einer der stärksten Eingriffe des Staates in die Rechte eines Menschen“, kritisiert Hesse. Hinzu komme, dass die Haft nicht mehr in gesonderten Einrichtungen, sondern in regulären Strafgefängnissen erfolgen soll, obwohl dies der Europäische Gerichtshof bereits ausdrücklich als rechtswidrig erkannt hat.

Auch die geplanten Änderungen beim Asylbewerberleistungsgesetz kritisiert der Paritätische und warnt, dass es zu Leistungsausschlüssen und für viele Betroffene zu Leistungskürzungen kommen werde. Werner Hesse: „Sozialleistungen dürfen nicht zur Begrenzung von Migration eingesetzt werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt. Trotzdem soll hier augenscheinlich Druck auf Schutzsuchende ausgeübt werden.“ Die Pläne der Bundesregierung seien vor diesem Hintergrund verfassungsrechtlich mindestens fragwürdig. Zudem seien die Regelsätze ohnehin seit Jahren nicht bedarfsdeckend. Der Verband fordert daher die politische Anerkennung eines einheitlichen Existenzminimums für alle in Deutschland lebenden Menschen.

Mit freundlichen Grüßen
Gwendolyn Stilling
Pressesprecherin Leiterin Presse, Redaktion, Kampagnen
Der Paritätische Gesamtverband
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Telefon: 030 24636-305
Telefax: 030 24636-110
Mail: pr@paritaet.org


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news-1313Wed, 17 Apr 2019 12:58:41 +0200PARITÄTISCHE Stellungnahme zum " Geordnete Rückkehr" Gesetz/aktuelles/aktuelles/details/paritaetische-stellungnahme-zum-geordnete-rueckkehr-gesetz/ Anbei erhalten Sie die Stellungnahme des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes zum Referentenentwurf "Geordnete-Rückkehr-Gesetz“, der heute vom Bundeskabinett beschlossen wurde.  news-1311Wed, 17 Apr 2019 08:37:51 +0200Neue Arbeitshilfe: Jetzt Rechtsansprüche zur Erhöhung der Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz durchsetzen!/aktuelles/aktuelles/details/neue-arbeitshilfe-jetzt-rechtsansprueche-zur-erhoehung-der-grundleistungen-nach-dem-asylbewerberleist/ Der PARITÄTISCHE Gesamtverband hat eine neue Arbeitshilfe zum Thema Durchsetzung von Rechtsansprüchen zur Erhöhung der Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz veröffentlicht.  Darin geht es um die Problematik, dass die Grundleistungen nach § 3 AsybLG seit Jahren rechtswidrig nicht erhöht worden sind und die Betroffenen deswegen zu niedrige Regelsätze erhalten. Die Arbeitshilfe beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, eine Nachzahlung durchzusetzen und Rechtsmittel gegen die aktuellen Bewilligungszeiträume einzulegen.

Bitte beachten Sie, dass die Datei nur im PDF-Format vorliegt und es keine Printversion gibt.

Den vorläufigen Link zum Download finden Sie hier: https://www.der-paritaetische.de/fachinfos/neue-arbeitshilfe-jetzt-rechtsansprueche-zur-erhoehung-der-grundleistungen-nach-dem-asylbewerberleist/


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news-1282Wed, 03 Apr 2019 16:37:32 +0200Einladung und Programm - Fachveranstaltung - Alle an Bord? Arbeitsmarktintegration Geflüchteter im Praxischeck/aktuelles/aktuelles/details/einladung-und-programm-fachveranstaltung-alle-an-bord-arbeitsmarktintegration-gefluechteter-im-p/ Das "Alle an Bord" - Netzwerk lädt ein zur Fachveranstaltung„Alle an Bord? – Arbeitsmarktintegration Geflüchteter im Praxischeck“ Die gesellschaftliche Teilhabe Geflüchteter ist eng verbunden mit der Integration in Bildung und Arbeit. Veröffentlichte Zahlen und unsere Beratungsarbeit zeigen, dass auch in Schleswig-Holstein immer mehr Geflüchtete den Weg in den Arbeitsmarkt finden, jedoch dabei noch zahlreiche Hürden zu bewältigen sind.
Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir über Erfahrungen aus der Praxis des Netzwerkes Alle an Bord! berichten. Darüber hinaus werden Fachreferentinnen und -referenten über aktuelle Zahlen und Daten informieren und Ergebnisse wissenschaftlicher Studien vorstellen. Dies soll eine gemeinsame Diskussion über erzielte Erfolge, bestehende Herausforderungen sowie erforderliche rechtliche und politische Rahmenbedingungen und für eine nachhaltige Teilhabe von geflüchteten Menschen am Arbeitsmarkt ermöglichen.

Grußworte:
- Stefan Schmidt, Landesbeauftragter für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen
- Kerstin Ehlers, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus
  des Landes Schleswig-Holstein
- Kerstin Olschowsky, DER PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein

Weitere Beiträge:
- Stand der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in Schleswig-Holstein
   Volker Lenke, Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit
- Zur Notwendigkeit spezifischer Beratungsnetzwerke zur arbeitsmarktlichen Integration von Geflüchteten
   Martin Link, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V.,
   Özlem Erdem-Wulff, DER PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein
- Das Netzwerk Alle an Bord! – Wo stehen wir? Struktur und bisherige Ergebnisse
  Tabea von Riegen, Astrid Willer, Koordination Netzwerk Alle an Bord!
- Erfolge und Herausforderungen in der Beratungspraxis von Alle an Bord! vor Ort:
  Moderierte Gesprächsrunden mit Mitarbeitenden der regionalen Alle an Bord! – Beratungsprojekte
  und regionalen Kooperationspartnerinnen und -partnern, Arbeitgebenden und Geflüchteten

- Erfolgsfaktoren, Hemmnisse und Handlungsbedarfe für eine nachhaltige Integration
  von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt
  Dr. René Leicht, Universität Mannheim, Institut für Mittelstandsforschung

Die Einladung mit dem vollständigen Veranstaltungsprogramm finden Sie weiter unten.

Anmeldungen bitte bis zum 15. Mai unter:  https://eveeno.com/alleanbord
oder per E-Mail an: xiros@paritaet-sh.org

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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news-1276Mon, 01 Apr 2019 11:07:49 +0200Broschüre "Diskriminierungsschutz für Geflüchtete"/aktuelles/aktuelles/details/broschuere-diskriminierungsschutz-fuer-gefluechtete/ Der PARITÄTISCHE Landesverband Nordrhein-Westfalen hat in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. jur. Dorothee Frings eine Broschüre „Praxisnahe juristische Interventionen zum menschenrechtlichen Diskriminierungsschutz für Geflüchtete“  herausgebracht.Die Broschüre ist als pdf.-Datei angehängt. ]]>news-1275Fri, 29 Mar 2019 16:00:00 +0100PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband SH kritisiert Landesregierung scharf und lehnt geplante Abschiebehaftanstalt kategorisch ab/aktuelles/aktuelles/details/paritaetischer-wohlfahrtsverband-sh-kritisiert-landesregierung-scharf-und-lehnt-geplante-abschiebehaf/ Pressemitteilung des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein vom 29.03.2019Kiel, 29. März 2019 | „Wir werden nicht hinnehmen, dass zur Umsetzung kommt, wofür die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein diese Woche die gesetzliche Grundlage geschaffen hat: Das Einsperren von Kindern und Familien mit Flüchtlingsgeschichte. Hier werden die Rechte von Kindern gemäß der UN-Kinderrechtskonvention massiv verletzt“, sagt Michael Saitner, Vorstand PARITÄTISCHER SH.

Die Landesregierung hatte diese Woche die Grundlage für die Einrichtung einer neuen Abschiebehaftanstalt in Schleswig-Holstein geschaffen. In Glückstadt an der Unterelbe sollen ab Anfang 2020 bis zu 60 abgelehnte Asylbewerber untergebracht werden. Zum Personenkreis gehören auch begleitete und unbegleitete Kinder und Jugendliche.

In der vorangegangenen Anhörung des Gesetzentwurfes im Innen- und Rechtsausschuss hatte der PARITÄTISCHE SH eine umfangreiche Stellungnahme vorgebracht. Der PARITÄTISCHE SH beklagt nun, dass keines der vorgetragenen Argumente Eingang in den neuen Gesetzentwurf gefunden hat.

Der PARITÄTISCHE SH kritisiert u.a., dass die Rechtsstaatlichkeit auch dadurch verletzt ist, dass ohne richterliche Anordnung sowohl Aufenthaltsräume als auch besondere Hafträume videoüberwacht werden dürfen. Regelungen zur gesundheitlichen und insbesondere zur psychischen/psychotherapeutischen Betreuung fehlen ebenfalls, auch der Vorschlag, den Beirat mit Fachleuten und Vertretern aller relevanten Zivilorganisation zu besetzen, wurde nicht aufgenommen. Die Bedingungen in der Glückstädter Abschiebehaftanstalt sind damit mit denen im Strafvollzug vergleichbar. Die Verhängung von Abschiebehaft erfolgt jedoch nicht wegen einer begangenen Straftat. Damit ist eine solche Inhaftierung ein sehr schwerwiegender Eingriff in die Freiheitsrechte und setzt Betroffene einer besonderen psychischen Belastung aus.

Die Landesregierung verspricht sich mit dem Gesetzesvorhaben einen effektiveren Verwaltungsvollzug „zum Zwecke der Sicherung der Ausreise“. Hierzu stellt der PARITÄTISCHE SH fest, dass in Schleswig-Holstein Aufenthaltsbeendigungen bzw. Abschiebungen auch ohne Abschiebungshaftanstalt erfolgreich durchgesetzt werden. Allein 2018 sind laut Zuwanderungsbericht Schleswig-Holsten rund 800 Aufenthaltsbeendigungen vollzogen worden.


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news-1274Thu, 28 Mar 2019 14:48:16 +0100Mogelpackung Asylbewerberleistungsgesetz: Scharfe Kritik des Paritätischen an Reformplänen/aktuelles/aktuelles/details/mogelpackung-asylbewerberleistungsgesetz-scharfe-kritik-des-paritaetischen-an-reformplaenen-1/ Scharf kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband den vorliegenden Entwurf zur Reform des Asylbewerberleistungsgesetzes, nach dem die Leistungen für Asylbewerberinnen und Asylbewerber neu geregelt werden sollen. Statt die Leistungen zur Sicherung des Existenzminimums endlich an den tatsächlichen Bedarf und die aktuelle Preisentwicklung anzupassen, würden durch statistische Tricks die Beträge künstlich klein gerechnet, kritisiert der Verband. Die Pläne der Bundesregierung seien verfassungsrechtlich mindestens fragwürdig. Der Verband fordert die politische Anerkennung eines einheitlichen Existenzminimums für alle in Deutschland lebenden Menschen.  
„Die geplante Neuregelung kommt einer Mogelpackung gleich. Vordergründig ist es eine Erhöhung, bei gründlichem Nachrechnen stellt sich heraus, dass sehr viele Flüchtlinge künftig nicht mehr oder sogar weniger haben werden als jetzt“, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Zwar werden die Regelsätze generell erhöht, doch wird vielen Asylbewerbern die höchste Regelsatzstufe künftig mit Verweis auf mögliche Einsparpotenziale in Sammelunterkünften vorenthalten. „Unter dem Strich ist es für den Einzelnen in vielen Fällen bestenfalls ein Nullsummenspiel“, so Schneider.


Ohnehin seien die Regelsätze und insbesondere die Geldbeträge seit Jahren nicht mehr annähernd bedarfsdeckend. „Mit 136 Euro im Monat und einigen Sachleistungen ist kein Auskommen möglich“, so Schneider.

Der Gesetzesentwurf enthalte durchaus auch positive Ansätze, so etwa die Unterstützung von Asylbewerbern in Ausbildung oder die Honorierung ehrenamtlichen Engagements. Es sei außerordentlich bedauerlich, dass diese begrüßenswerten Aspekte durch die Tricksereien beim Regelsatz überlagert werden.

Der Verband weist darauf hin, dass die niedrigeren Regelsätze bei Asylbewerbern im Vergleich zu Hartz IV-Beziehenden ganz generell eine klare Diskriminierung von Flüchtlingen darstellt. „Das Existenzminimum ist genauso wenig teilbar wie die Würde des Menschen nach Artikel 1 des Grundgesetzes“, so Schneider.

Den Entwurf zum AsylbLG finden Sie hier:

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news-1256Fri, 22 Mar 2019 17:35:00 +0100Neue Selbsthilfe-Akademie für Schleswig-Holstein in Kiel offiziell eröffnet: Selbsthilfe stärken, Kompetenzen fördern und voneinander lernen/aktuelles/aktuelles/details/neue-selbsthilfe-akademie-fuer-schleswig-holstein-in-kiel-offiziell-eroeffnet-selbsthilfe-staerken-ko/ Gemeinsame Presseinformation der AOK Nord-West und des PARITÄTISCHEN SH vom 22.03.2019Kiel (22. März 2019). Die gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Schleswig-Holstein wird weiter gestärkt. Mit der heutigen offiziellen Eröffnung einer landesweit tätigen Selbsthilfe-Akademie im Hause des PARITÄTISCHEN in Kiel werden beste Voraussetzungen für ein qualitätsgesichertes und bedarfsgerechtes Fort- und Weiterbildungsangebot in der Selbsthilfe geschaffen. Damit wollen die Initiatoren von der AOK NORDWEST und dem PARITÄTISCHEN vor allem die Gesundheitskompetenz der vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in der Selbsthilfe stärken und den Umgang mit Krankheit, Behinderung und Miteinander durch gemeinschaftliche Aktivitäten verbessern. Bei der Auftaktveranstaltung in Kiel begrüßt Landes-Gesundheitsminister Heiner Garg die Gründung der Bildungsakademie und betont: „Die Selbsthilfe ist eine wichtige Säule, die unsere Gesundheitsversorgung unterstützt. Mit der Akademie wird die Selbsthilfe weiter gestärkt. Sie soll eine wertvolle Ergänzung zu den bestehenden Selbsthilfekontaktstellen in Schleswig-Holstein werden. Mein Dank gilt den Beteiligten und den zahlreichen Engagierten, die sich im Rahmen der Selbsthilfe ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen.“

Zahlreiche Betroffene, deren Angehörige sowie ehrenamtlich tätige Menschen engagieren sich seit vielen Jahren vorbildlich in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe in Schleswig-Holstein. Diese ist ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitswesens und ergänzt die professionelle Gesundheitsvorsorge in vielfältiger und wirkungsvoller Weise. Selbsthilfe bedeutet immer, gestalten zu wollen und lebenslanges Lernen aktiv zu praktizieren. Viele Menschen im Land haben in den vergangenen Jahren ein stetig wachsendes Bedürfnis nach Fortbildung, Weiterentwicklung und Informationsaustausch entwickelt. „Diesen Wünschen sind wir gern nachgekommen und haben gemeinsam mit dem PARITÄTISCHEN die Idee einer Bildungsakademie für die Selbsthilfe in Schleswig-Holstein umgesetzt. Mit dem Angebot sollen sowohl bisherige Erfahrungen der Selbsthilfe berücksichtigt als auch neue Entwicklungen und sich wandelnde Bedürfnisse in der Selbsthilfearbeit einbezogen werden. Die vermittelten Kenntnissen und Fähigkeiten sollen die Menschen für ihre ehrenamtliche Arbeit nicht nur gut nutzen können, sondern damit künftig noch kompetenter und selbstbewusster in ihrem Engagement für die Selbsthilfe werden“, sagt AOK-Landesdirektor Thomas Haeger.

Studien belegen, dass die Teilnahme an Selbsthilfegruppen den Umgang mit der individuellen Betroffenheit positiv beeinflusst. Dadurch werden Motivation, Zuversicht und Verantwortungsgefühl gesteigert. „Das Fortbildungsangebot der Selbsthilfe-Akademie setzt genau hier an“, betont Kerstin Olschowsky, Mitglied der Geschäftsführung des PARITÄTISCHEN. „Es geht um die Förderung der Selbsthilfe insgesamt. Dabei werden zum einen die Kompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestärkt und zum anderen methodisches Handwerkszeug für das eigene Engagement vermittelt sowie organisatorisches Wissen und die inhaltliche Reflexion gefördert.“

Die neue Selbsthilfe-Akademie konkurriert nicht mit den bestehenden Angeboten einzelner Selbsthilfegruppen, Organisationen oder Kontaktstellen im Land. Sie bietet darüber hinaus vielmehr ergänzende, qualitätsgesicherte und bedarfsgerechte Angebote für alle in der Selbsthilfe Tätigen und Interessierten an. Dazu gehören Tages-Seminare, Workshops, Fachtagungen, Dialogforen bis hin zu Zukunftswerkstätten. Das Besondere dabei ist der indikations-, gruppen- und organisationsübergreifende Ansatz. Die Angebote der neuen Selbsthilfe-Akademie gibt es nicht nur im Hause des PARITÄTISCHEN in Kiel, sondern auch an anderen Orten in Schleswig-Holstein.

„Gute Selbsthilfe braucht starken Rückhalt. Menschen mit Beeinträchtigungen können das politische und öffentliche Leben mitgestalten, wenn die Bedingungen stimmen. Dafür braucht es barrierefreie Rahmenbedingungen und Förderung von Kompetenzen. Wir müssen dazu Bewusstsein bilden und Ressourcen bereitstellen“, sagt Ulrich Hase, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung.

Die Finanzierung der Selbsthilfe-Akademie erfolgt aus Mitteln der gesetzlichen Selbsthilfeförderung. Im Rahmen der individuellen Projektförderung zahlt die AOK NORDWEST dafür in den nächsten drei Jahren rund 370.000 Euro.

Hintergrundinformation:
Die gesundheitsbezogene Selbsthilfe hat sich in Schleswig-Holstein als vierte Säule des Gesundheitswesens etabliert. Sie unterstützt mit ihren Angeboten und Aktivitäten die professionellen Angebote des Gesundheitswesens, schließt Versorgungslücken und ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitslandschaft. Die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Verbände fördern bereits seit vielen Jahren mit verschiedenartigen Mitteln sowohl das Fortbestehen als auch die Weiterentwicklung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe im nördlichsten Bundesland. Rechtliche Grundlage bildet der § 20h SGB V. Allein die AOK NORDWEST als größte gesetzliche Krankenkasse in Schleswig-Holstein unterstützt die gesundheitsbezogene Selbsthilfe im Land im vergangenen Jahr mit über 600.000 Euro.

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news-1238Mon, 18 Mar 2019 14:38:16 +0100Arbeitshilfe in einfacher Sprache - Stärkung der Verbraucherschutzkompetenzen von Geflüchteten/aktuelles/aktuelles/details/arbeitshilfe-in-einfacher-sprache-staerkung-der-verbraucherschutzkompetenzen-von-gefluechteten/ Broschüre des AWO Bundesverbandes e. V. zum Thema "Verbraucherschutz für Geflüchtete" news-1231Thu, 14 Mar 2019 16:39:00 +0100Save the date: Fachveranstaltung "Alle an Bord" am 20.05.2019 im Landeshaus/aktuelles/aktuelles/details/save-the-date-fachveranstaltung-alle-an-bord-am-20052019-im-landeshaus-2/ Fachveranstaltung "Alle an Bord? Arbeitsmarktintegration Geflüchteter im Praxischeck" Seien Sie am 20.05.2019 im Landeshaus dabei! Nähere Informationen erhalten Sie hier:

  

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news-1198Wed, 27 Feb 2019 11:05:35 +0100Regionales Netzwerk zur gesundheitlichen und sozialen Versorgung von Flüchtlingen im Kreis Rendsburg-Eckernförde/aktuelles/aktuelles/details/regionales-netzwerk-zur-gesundheitlichen-und-sozialen-versorgung-von-fluechtlingen-im-kreis-rendsburg/ Dokumentation der Fachtagung zum Aufbau eines "Regionalen Netzwerkes zur gesundheitlichen und sozialen Versorgung von Flüchtlingen im Kreis Rendsburg-Eckernförde", die am 12.12.2018 in Rendsburg stattgefunden hat. Die meisten geflüchteten Menschen, die im Kreis Rendsburg-Eckernförde Schutz gefunden haben, kommen aus Kriegsgebieten und anderen Krisenherden. Ein großer Teil der geflüchteten Menschen hat durch Krieg Verfolgung und Gewalt erfahren und bedarf somit einer besonderen gesundheitlichen und sozialen Versorgung. Am 12. Dezember 2018 hat eine Auftaktveranstaltung zum Aufbau eines "Regionalen Netzwerkes zur gesundheitlichen und sozialen Versorgung von Flüchtlingen im Kreis Rendsburg-Eckernförde" stattgefunden, an der rund 75 Fachkräfte aus unterschiedlichen Einrichtungen der Regeldienste und Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe teilgenommen. Die Teilnehmenden haben einen ersten Einblick über die aktuellen Unterstützungsstrukturen im Kreis erhalten und haben sich über bereits bestehende Angebote und Bedarfe in der Versorgung ausgetauscht.

 

Die Ergebnisse und die Vorträge können Sie in der vorliegenden Online-Dokumentation nachlesen. Ergänzend ist eine Terminübersicht für die Netzwerktreffen in 2019 beigefügt.

 

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news-1174Mon, 18 Feb 2019 14:17:24 +0100Paritätischer gegen Doppelverbeitragung von Betriebsrenten / Gesetzentwurf eines Betriensrentenentlastungsgesetzes/aktuelles/aktuelles/details/paritaetischer-gegen-doppelverbeitragung-von-betriebsrenten-gesetzentwurf-eines-betriensrentenentla/ Der Paritätische spricht sich gegen eine häufig als "Doppelverbeitragung" bezeichnete Krankenversicherungsbeitragserhebung aus, soweit die Leistungen aus Beiträgenr resultieren, die ihrerseits bereits verbeitragt wurden. Der Vorstand des Paritätischen hat dazu in seiner Sitzung am 25. Januar 2019 beschlossen: "Der Paritätische spricht sich dafür aus, auf Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge bzw. auf Kapitalabfindungen keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zu erheben, wenn sie aus Beiträgen auf Einnahmen resultieren, die bereits verbeitragt wurden. Der Paritätische unterstützt die zusätzliche Einführung von Freibeträgen, soweit diese in gleichem Maße auch für die Leistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung gelten und daraus resultierende Mindereinahmen der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung aus Steuermitteln ausgeglichen werden“.

Hintergrund ist die laufende politische Diskussion zu diesem Thema. Das Bundesministerium für Gesundheit hat dazu einen Referentenentwurf für ein Betriebsrentenentlastungsgesetz vorgelegt.
Zu den Eckpunkten zählt u.a.:
  • Erhöhung des Bundeszuschusses zum Gesundheitsfonds von 14,5 auf 17 Milliarden
  • Bei Versorgungsbezügen werden die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes und der hälftige kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz erhoben.
  • Änderung der Berechnungsweise des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes.
  • Absenkung der Höhe der vorgegebenen Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds auf 20 Prozent der durchschnittlich auf den Monat entfallenden Ausgaben des Gesundheitsfonds - Erweiterung des Verbotes für Kassen den Zusatzbeitrag zu erhöhen. Erhöhungen sind verboten, solange ihre Finanzreserven das 0,75fache der gesetzlich vorgesehenen zulässigen Finanzreserve überschreiten (aktuell: Verbot bei Überschreitung der gesetzlich zulässigen Finanzreserve).
  • Geplantes Inkrafttreten zum 1.1.2020


Der Referentenentwurf ist als Anlage beigefügt. Nach Medienberichten vom 13. Februar 2019 hat das Bundeskanzleramt die Pläne aufgrund der damit verbundenen hohen Kosten vorläufig gestoppt.

 

 

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news-1172Mon, 18 Feb 2019 14:00:00 +0100Paritätische Positionen zur Europawahl 2019/aktuelles/aktuelles/details/paritaetische-positionen-zur-europawahl-2019/ Im Mai 2019 sind mehr als 500 Millionen EU-Bürger*innen aufgerufen, ihre Abgeordneten zum Europäischen Parlament neu zu wählen. Der Paritätische hat zu diesem Anlass Positionen und Forderungen dokumentiert. Als Anhang finden Sie hier die Langfassung der Paritätischen Positionen und Forderungen zur Europawahl, die vom Vorstand Paritätischen Gesamtverband verabschiedet wurden.]]>news-1169Mon, 18 Feb 2019 11:33:38 +0100Ausschreibung Zertifikatsforbildung "Interkulturelle Musikpraxis"/aktuelles/aktuelles/details/ausschreibung/ Tontalente e. V. bietet im Rahmen des Projekts MuV (Musik und Vielfalt) eine Zertifikatsfortbildung "Interkulturelle Musikpraxis" in Modulen an.  

Bei der Fortbildung geht es um folgende Themen:

 

- Musikethnologie

- Makams und Rhythmen

- Kulturbegriff

- Musik und Sprachförderung / Phonetik

- Elementare Musikpädagogik

- Ausgewählte Musikbeispiele aus der Türkei und dem arabischen Raum, aus Gebieten in Afrika, aus dem   süd- und ostasiatischen Raum, zum Stimmgebrauch auf der Welt 

- Projektentwicklung, Projektmanagement, Fundraising, Best-Practise Projekte

- Kommunikation (Vier Seiten einer Nachricht, Themenzentrierte Interaktion)

 

Modul 1: 26.-28. April 2019  
Modul 2: 24.-26. Mai 2019  
Modul 3: 21.-23. Juni 2019 
Modul 4: 20.-22. September 2019   
Modul 5: 25.-27. Oktober 2019   
 

Der Umfang der Fortbildung sind insgesamt 80 Stunden: 5 Wochenend-Module, jeweils von Freitag 16 Uhr bis Sonntag 16 Uhr.
Es müssen mindestens 60 Stunden besucht worden sein, um ein Zertifikat zu erhalten.

 

Hobby- und Profi-Musiker*innen können sich bis zum 5. April bewerben.

 

Kosten: 80,00 € pro Modul, insgesamt 400,00 €.

 

Bei Rückfragen bitte Frau Kröger kontaktieren.
Kontaktdaten:

Ann-Kristin Kröger

Tontalente e. V.

Meesenring 2 - 23566 Lübeck

 

0451 - 300 869 25

www.tontalente.de 

 

 

 

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news-1158Tue, 12 Feb 2019 14:06:24 +0100Gesundheitsminister Garg: Wir setzen Schulgeldfreiheit um und machen Schleswig-Holsteins Gesundheitsberufe attraktiver – Richtlinie jetzt veröffentlicht/aktuelles/aktuelles/details/gesundheitsminister-garg-wir-setzen-schulgeldfreiheit-um-und-machen-schleswig-holsteins-gesundheits/ Medien-Information des Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein vom 12.2.2019
KIEL. Die Landesregierung setzt die Schulgeldfreiheit bei der Ausbildung von Gesundheitsberufen um. Eine entsprechende Förderrichtlinie, die rückwirkend zum 1.1.2019 gültig ist, hat das Land jetzt veröffentlicht. „Damit machen wir Schleswig-Holstein attraktiver im Wettbewerb um Fachkräfte. Zugleich ist dies ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung“, betont Gesundheitsminister Heiner Garg heute (12.2.).

Das Land gewährt die Zuwendungen zur Verwirklichung der Schuldgeldfreiheit in den Ausbildungen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und medizinische Bademeisterinnen und Bademeister und Masseurinnen und Masseure. Die Förderung umfasst bis zu 300 Schulplätze pro Ausbildungsjahr, die auf Basis der bisherigen Belegungen auf die staatlich anerkannten Schulen im Land verteilt werden. Im Haushalt sind dafür mehr als 3,3 Mio. Euro vorgesehen. Hinzu kommt ein Plus von 34%, um dem steigenden Bedarf an Fachkräften zu begegnen. So wächst die Fördersumme bis zum Jahr 2022 auf dann 4,32 Mio € an. Sollten Schulen die förderfähigen Schulplätze nicht besetzen, können Plätze an anderen staatlich anerkannten Schulen gefördert werden.

Bisher waren von den Schülerinnen und Schülern Schulkosten von bis zu 400 Euro monatlich aufzubringen. Die Zuwendungen werden für Personal- und Sachausgaben gewährt. Voraussetzung für die Landesförderung ist, dass die Schulen kein zusätzliches Schulgeld von den Auszubildenden erheben und die Schulen nicht an Krankenhäusern angesiedelt sind, an denen die Ausbildungsfinanzierung über die mit den Krankenkassen vereinbarten Budgets erfolgt.

Im Hinblick auf die Bundesregierung betont Gesundheitsminister Garg: „Unser Engagement im Land entlässt den Bund nicht aus seiner Verpflichtung, den eigenen Versprechen Taten folgen zu lassen. Ich erwarte vom Bund, dass er den Ankündigungen im Koalitionsvertrag im Hinblick auf die Schulgeldfreiheit auch nachkommt und in die Finanzierung einsteigt“.

Anlage: Förderrichtlinie, die auch zu finden ist unter www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/gesundheits_dienste/Downloads/gesundheits_dienste_FoerderrichtlinieGesundheitsberufe.html




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news-1136Thu, 31 Jan 2019 13:12:42 +0100Neue Arbeitshilfe: Aufenthaltssicherung für weitergewanderte Flüchtlinge - Eingeschränkte Freizügigkeit oder irreguläre Sekundärmigration?/aktuelles/aktuelles/details/neue-arbeitshilfe-aufenthaltssicherung-fuer-weitergewanderte-fluechtlinge-eingeschraenkte-freizuegigk/ Der PARITÄTISCHE Gesamtverband hat eine neue Arbeitshilfe zum Thema "Aufenthaltssicherung für weitergewanderte Flüchtlinge" erstellt.   Aus dem Begleittext:

In der täglichen Beratungs-Praxis kommen nicht nur Menschen an, die in einem anderen europäischen Mitgliedstaat einen Asylantrag gestellt haben oder nach der Dublin-III-Verordnung hätten stellen müssen, sondern zunehmend auch Menschen, die in einem anderen Mitgliedstaat bereits als international Schutzsuchende anerkannt sind oder aus anderen Gründen einen nationalen Aufenthaltstitel  erlangt haben und nun ihren Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegen wollen.  

Zwar können diese Personen in der Regel visumsfrei nach Deutschland einreisen und sich hier zu Besuchszwecken bis zu 3 Monate lang aufhalten, aber was passiert, wenn sie sich dauerhaft in Deutschland aufhalten wollen? Handelt es sich hierbei zwangsläufig um eine „irreguläre Sekundärmigration“, die schnellstmöglich beendet werden muss? Oder gibt es Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung – und falls ja, welche? Die Antwort auf diese Fragen ist oft schwierig, denn selbst eine Flüchtlings-Anerkennung in einem anderen Mitgliedstaat führt nicht dazu, dass auch in Deutschland ein Aufenthaltstitel erteilt werden muss. Sie führt aber genauso wenig dazu, dass der Aufenthalt in Deutschland automatisch „irregulär“ ist. Vielmehr muss in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft werden, ob es eine Gesetzesgrundlage für die Erteilung eines in Deutschland gültigen Aufenthaltstitels gibt.

Die Arbeitshilfe möchte bei der Klärung der verschiedenen aufenthaltsrechtlichen Bleibeperspektiven unterstützen und richtet sich insbesondere an Berater*innen der Flüchtlings- und Migrationsberatungsstellen, die weiter gewanderte  Menschen betreuen bzw. beraten. Sie wurde bewusst praxisorientiert gestaltet und enthält zahlreiche konkrete Tipps für die Beratungspraxis. Erstellt wurde die Broschüre von Claudius Voigt vom Projekt Q – Qualifizierung der Flüchtlingsberatung der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V. (GGUA).

 

Die Arbeitshilfe steht unter
https://www.der-paritaetische.de/publikationen/aufenthaltssicherung-fuer-weitergewanderte-fluechtlinge-eingeschraenkte-freizuegigkeit-oder-irregulaer/

zum Download zur Verfügung.

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news-1093Wed, 09 Jan 2019 08:53:12 +0100Fachtagung "Geflüchtete mit Behinderung" vom 26.10.2018/aktuelles/aktuelles/details/fachtagung-gefluechtete-mit-behinderung-am-26102018-in-kiel/ Nachfolgend erhalten Sie einen Link für die Dokumentation zur Fachtagung „Geflüchtete mit Behinderung“ vom 26. Oktober 2018 zur Kenntnis:   https://www.diakonie-sh.de/fileadmin/user_upload/Dokumentation_Fachtag_Fluechtlinge_mit_Behinderung.pdfnews-1090Mon, 07 Jan 2019 13:55:39 +0100Aktionswoche Selbsthilfe vom 18. – 26. Mai 2019/aktuelles/aktuelles/details/aktionswoche-selbsthilfe-vom-18-26-mai-2019/ Unter dem Motto “Wir hilft” findet in diesem Jahr erstmalig eine bundesweite Aktionswoche Selbsthilfe statt.Wir laden alle Organisationen, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfe-Kontaktstellen ein, sich mit

eigenen Veranstaltungen und Aktionen zu beteiligen!

Mehr Informationen auf:
www.wir-hilft.de

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news-1052Thu, 29 Nov 2018 13:40:30 +0100Paritätischer kritisiert Entwurf für Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Neue Hürden und Verschärfungen für geduldete Flüchtlinge/aktuelles/aktuelles/details/paritaetischer-kritisiert-entwurf-fuer-fachkraefteeinwanderungsgesetz-neue-huerden-und-verschaerfungen-f/ Pressemitteilung des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes zu Teilaspekten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Zusammen mit anderen Organisationen hat der PARITÄTISCHE Gesamtverband heute eine erste Einschätzung des Referentenentwurfs veröffentlicht. Paritätischer kritisiert Entwurf für Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Neue Hürden und Verschärfungen für geduldete Flüchtlinge

Für geduldete Flüchtlinge bringe das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz erhebliche Verschlechterungen, warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband. Der vorliegende Referentenentwurf zur Regelung der Fachkräftezuwanderung werde damit den Ankündigungen der Großen Koalition, vorrangig inländische Potentiale heben und die Arbeitsmarktintegration der bereits hier lebenden Geflüchteten stärken zu wollen, in keiner Weise gerecht. Statt bestehende Integrationshindernisse zu beseitigen, sollen neue Arbeitsverbote und Hürden, beispielsweise für die Aufnahme einer Ausbildung eingeführt werden, kritisiert der Verband. Anlässlich der Beratungen in der Innenministerkonferenz appelliert der Paritätische an die Bundesregierung, den Gesetzentwurf noch einmal grundlegend zu überarbeiten.

„In dem Gesetzentwurf sind so viele neue Hürden und Restriktionen eingebaut, dass die wenigen vorgesehenen Verbesserungen am Ende praktisch für kaum einen Betroffenen greifen werden“, kritisiert Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands. So sei beispielsweise vorgesehen, dass die neue Beschäftigungsduldung nur dann erteilt werde, wenn auch der eigene Ehepartner bereits ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen kann. Und selbst bei vollständiger Sicherung des eigenen Lebensunterhalts werde keine Duldung erteilt, wenn eine Person weniger als 35 Stunden pro Woche sozialversicherungspflichtig arbeite.

Besonders kritisch sieht der Paritätische die geplante Regelung, nach der künftig alle Personen von der Ausbildungs- oder Beschäftigungsduldung ausgeschlossen sein sollen, bei denen die Identität nicht abschließend geklärt werden konnte, selbst wenn die Betroffenen alles Zumutbare versucht haben. „Eine abschließende Identitätsklärung scheitert häufig daran, dass keine entsprechenden Dokumente aus den Herkunftsländern beschafft werden können, und eben nicht an dem Engagement der Betroffenen. Derlei Fallstricke, die hier gespannt werden, zeigen, wie sehr dieses Gesetz auf neue Ausgrenzung statt auf Integration setzt“, so Rosenbrock.

Im Ergebnis, fürchtet der Paritätische, werden die meisten der derzeit 170.000 Geduldeten in Deutschland aufgrund der zahlreichen Hürden und umfassenden Ausschlussgründe von dem Gesetz nicht profitieren und stattdessen dauerhaft von der Aufenthaltsverfestigung ausgeschlossen bleiben. „Es ist Zeit, den hier lebenden Geduldeten Zugang zu Sprachförderung und Ausbildungsförderung zu eröffnen. Nur so haben sie die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt selbst sicherzustellen“, so Rosenbrock.

Mit freundlichen Grüßen

Gwendolyn Stilling

Pressesprecherin
Leiterin
Presse, Redaktion, Kampagnen

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news-1021Mon, 29 Oct 2018 14:53:11 +0100Fortbildungskatalog PARITÄTISCHER Schleswig-Holstein/aktuelles/aktuelles/details/fortbildungskatalog-paritaetischer-schleswig-holstein/ Fortbildungskatalog Fortbildungen 2019 des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein.news-916Tue, 17 Jul 2018 10:34:33 +0200Regionales Netzwerk für traumatisierte Geflüchtete in Flensburg und SL/aktuelles/aktuelles/details/online-dokumentation-der-fachtagung-zum-aufbau-eines-fachtagung-zum-aufbau-eines-regionalen-netzw/ Dokumentation der Fachtagung zum Aufbau eines Fachtagung zum Aufbau eines "Regionalen Netzwerkes zur Versorgung von psychisch belasteten und traumatisierten Geflüchteten in der Stadt Flensburg und im Kreis Schleswig-Flensburg“die am 23.05.2018 in Flensburg  stattgefunden hat.   Veranstalter waren der Kreis Schleswig – Flensburg und die Stadt Flensburg und der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein. Die Dokumentation wird laufend ergänzt. Die meisten Flüchtlinge, die in der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig - Flensburg Schutz gefunden haben, kommen aus Kriegsgebieten und anderen Krisenherden. Es ist davon auszugehen, dass rund ein Viertel aller Flüchtlinge durch Krieg, Verfolgung, Folter, sexuelle Gewalt traumatisiert sind.

 

Mit Impulsreferaten und Workshops haben wir über die Handlungsbedarfe informiert und

mögliche Unterstützungsstrukturen in der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig – Flensburg diskutiert. Die Ergebnisse des World - Cafès finden Sie als Anlage im Anhang.

An der Tagung haben ca. 80 Fachleute aus den Bereichen Psychotherapeutische Versorgung, Gesundheitswesen, psychosoziale Arbeit, Dolmetscher/-innen, Verwaltung und Politik teilgenommen.

 

Zum ersten Netzwerktreffen, am Donnerstag, den 23.08.2018, von 15:00 bis 18:00 Uhr, laden wir Sie herzlich  ins Kulinar36, im Quartier36, Moltkestraße 36, 24837 Schleswig ein.

 

 

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news-883Wed, 27 Jun 2018 14:26:38 +0200Berliner Erklärung zum Flüchtlingsschutz/aktuelles/aktuelles/details/berliner-erklaerung-zum-fluechtlingsschutz/ 17 Organisationen, darunter mit AWO – Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland und Der Paritätische Gesamtverband vier Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, haben im Vorfeld des EU-Gipfels zur Asylpolitik die „Berliner Erklärung zum Flüchtlingsschutz“ unterzeichnet. Die Berliner Erklärung sowie die Pressemitteilung des Paritätischen Gesamtverbands finden Sie als PDF unten. ]]>news-849Fri, 01 Jun 2018 14:10:37 +0200Aktionswoche Schuldnerberatung/aktuelles/aktuelles/details/aktionswoche-schuldnerberatung/ Aktionswoche Schuldnerberatung 'Raus aus den Schulden' mit zwei PARITÄTISCHEN MitgliedsorganisationenZahlreiche Studien belegen die vielfältigen positiven Wirkungen von Sozialer Schuldnerberatung. Diese Beratung macht es möglich, dass Menschen aus den Schulden herauskommen, wieder das Heft des Handelns in wirtschaftlichen Dingen in die Hand nehmen können und eine Chance auf Teilhabe am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben erhalten. Es geht immerhin um 6,9 Millionen Menschen in Deutschland, die überschuldet sind oder nachhaltige Zahlungsprobleme haben.

http://www.aktionswoche-schuldnerberatung.de/

 

Zwei Schuldnerberatungen in der Mitgliedschaft des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein beteiligen sich an der Aktionswoche.

 

Schuldner und Insolvenzberatung

Haus der Familie, Wrangelstraße 18; 24937 Flensburg

 

5. Juni, 17-20 Uhr

Feierabendsprechstunde

 

11. Juni, 19 Uhr

Vortrag: Verbraucherinsolvenzverfahren

 

http://www.hausderfamilie-flensburg.de/beratungszentrum/schuldnerberatung/

 

 

Schuldnerberatung im Gutshaus Glinde

Sönke-Nissen-Park-Stiftung

 

7. Juni, 11 – 16 Uhr

Telefonhotline

 

http://www.gutshaus-glinde.de/schulden.html

schuldnerberatunggutshaus-glinde.de

 

 

 

 

 

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news-593Thu, 01 Feb 2018 16:33:23 +0100Ehrenamtsmessen/aktuelles/aktuelles/details/ehrenamtsmessen/ Die EhrenamtMessen Schleswig-Holstein 2018 werden vom EhrenamtNetzwerk Schleswig-Holstein ausgerichtet. Seit 2006 finden im jährlichen Wechsel die EhrenamtMessen und EhrenamtForen in Schleswig-Holstein statt. Termine für Februar bis April finden sie im Flyer. ]]>news-559Wed, 10 Jan 2018 16:13:38 +0100Alle an Bord! - Geflüchtete in Arbeit bringen/aktuelles/aktuelles/details/alle-an-bord-gefluechtete-in-arbeit-bringen/ Das Projekt 'Alle an Bord!' – Netzwerk zur arbeitsmarktlichen Integration von Geflüchteten in Schleswig-Holstein (kurz: 'Alle an Bord!') will mit Unterstützung aus Landesmitteln die Probleme systematisch angehen. Ministerpräsident Daniel Günther übergab zum Start einen Bewilligungsbescheid über 1,5 Millionen Euro.  In den letzten drei Jahren kamen aus Kriegs- und Krisengebieten rund 50.000 Menschen nach Schleswig-Holstein und stellten einen Asylantrag. Diese Menschen haben ihr Leben gerettet, sind aber auf ein Leben in Europa nicht vorbereitet. Die Integration in Arbeit stößt auf unterschiedliche Probleme.

Das Projekt 'Alle an Bord!' – Netzwerk zur arbeitsmarktlichen Integration von Geflüchteten in Schleswig-Holstein (kurz: 'Alle an Bord!') will mit Unterstützung aus Landesmitteln die Probleme systematisch angehen. Das Projekt wird die landesweite Angebotsstruktur zur Integration in Arbeit und Ausbildung optimieren. Für die Zusammenarbeit konnten zahlreiche Netzwerkpartner gewonnen werden. Eine Aufteilung in regionale Teilprojekte sorgt für eine flächendeckende Wirksamkeit der Maßnahmen.

Heute, am 10. Januar 2018, übergab Ministerpräsident Daniel Günther den Bewilligungsbescheid des Landes über 1,5 Millionen Euro an den Projektträger (Zuwendungsempfänger und finanzverantwortlich), den PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e.V. Verantwortlich für die Durchführung und Koordination des Projektes sind der DER PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein und der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein.

„Mit dem Projekt 'Alle an Bord!' haben noch mehr geflüchtete Menschen bei uns in Schleswig-Holstein die Chance, eine Arbeit zu finden oder eine Ausbildung zu beginnen. Damit ist dieses Projekt ein echter Integrationsmotor. Weil der Zuspruch so hoch ist, soll das Projekt nun auf weitere Regionen ausgeweitet werden. Die 1,5 Millionen Euro sind daher sehr gut angelegtes Geld“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther.

„Viele geflüchtete Menschen wollen so schnell wie möglich auf eigenen Beinen stehen und arbeiten. Die Hürden, die sie dafür überwinden müssen, können wir mit diesem Bündnis aus starken Akteuren bewältigen. Der PARITÄTISCHE weiß aus ähnlichen Netzwerkprojekten, wie wirkungsvoll ein engagiertes Zusammenwirken unterschiedlicher Partner sein kann“, so Günter Ernst-Basten, Vorstand des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein.

„Eine solche Unterstützungsstruktur und die Kooperation mit Verwaltung und Politik ist auch notwendig, damit eine nachhaltige Integration in Ausbildung und Arbeitsmarkt nicht durch eine restriktive Rechtslage und Verwaltungspraxis konterkariert wird“, so Martin Link, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein.

Das Projekt wird auch von den Kammern aktiv unterstützt. Für sie stellen die Netzwerkstruktur und das Konzept wichtige Erfolgsfaktoren dar: „Die an der besonderen Lebenslage der Geflüchteten und ihren individuellen Kompetenzen und Bedarfen orientierte Unterstützung ist zentral für eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt“, so die Erfahrung Ulrich Spitzers, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Flensburg, die sich als Teilprojektträger ebenso im Netzwerk engagiert, wie die Handwerkskammer Lübeck.

„Das Zusammenwirken der unternehmensorientierten Erfahrungen der Kammern und der Kompetenzen der Migrationsfachdienste in der Arbeit der Teilprojekte sind ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Integration Geflüchteter am Arbeitsplatz“, begrüßt Sabine Bleyer von UTS e.V. die Kooperation. Der in Rendsburg angesiedelte Verein ist ebenfalls Teilprojektträger im Netzwerk 'Alle an Bord!'

Das Projekt soll beraten, begleiten, vermitteln und vernetzen. Konkret sollen sich die Netzwerkpartner aus Wirtschaft und Sozialer Arbeit um diese Belange kümmern:

  • Individuelle Qualifizierung
  • Praktika
  • Vermittlung in Arbeit und Ausbildung und Coaching in der Einstiegsphase
  • Schul- und Berufsausbildung
  • Studienaufnahme
  • Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung besonderer Lebenslagen der Geflüchteten

Das Projekt wendet sich an Geflüchtete, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, die besondere Schwierigkeiten bei der Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Deutschland haben. Bis Ende 2019 sollen 810 Geflüchtete mit dem Projekt erreicht werden. Einen besonderen Fokus legt das Projekt auf die Integration von Frauen: mindestens 220 Frauen sollen erreicht werden.

 

Ansprechpartnerinnen für die Netzwerk-Koordination: Tabea von Riegen, PARITÄTISCHER SH,
T. 0431 5602 77, vonriegenparitaet-sh.org und Astrid Willer, FLÜCHTLINGSRAT SH,
T. 0431 556853 63, alleanbordfrsh.de.

Informationen bietet auch die Website des Projektes: www.alleanbord-sh.de

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news-523Tue, 12 Dec 2017 14:01:38 +0100Wichtiges Signal gegen Kinderarmut /aktuelles/aktuelles/details/wichtiges-signal-gegen-kinderarmut/ Arbeits- und Sozialministerkonferenz stimmt für KindergrundsicherungDie Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) der Bundesländer fordert eine grundlegende Reform der finanziellen Leistungen der Kinder- und Familienförderung und wird dazu ein Konzept für die Einführung einer Kindergrundsicherung vorlegen. Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt den Beschluss und appelliert an die Politik, eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung auf Bundesebene einzuführen, die die tatsächlichen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen abdeckt.

„Armut hat ein Kindergesicht und ist für 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche ein ständiger Begleiter. Armut grenzt aus, Armut macht krank und vermindert Teilhabechancen“, erklärt Christiane Reckmann, Vorsitzende des Zukunftsforum Familie e.V. und Sprecherin des Bündnisses. Die Bundesländer hätten den dringenden Handlungsbedarf erkannt. „Der heutige Beschluss der ASMK ist daher ein notwendiges Signal für alle Familien, Kinder und Jugendlichen, denn eine Kindergrundsicherung ist langfristig der beste Weg, um Armut und verminderte Teilhabechancen zu verhindern. Wir hoffen sehr, dass dieses Signal auch auf Bundesebene und insbesondere von einer künftigen Bundesregierung erkannt wird.“

In ihren Wahlprogrammen sind sich die Parteien bereits einig: Kinderarmut darf es in einem Land wie Deutschland nicht geben. Auch finden sich konkrete Übereinstimmungen für ein gemeinsames politisches Handeln. Vorgeschlagen wird zum Beispiel, Leistungen zusammenzuführen und so das komplizierte System der Kinder- und Familienförderung zu vereinfachen. „Als einen ersten Schritt begrüßen wir daher den Vorschlag, das Kindergeld und den Kinderzuschlag zu einer existenzsichernden Leistung zusammenzuführen und einkommensabhängig auszubezahlen“, so Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes und Koordinator des Bündnisses. Diese Maßnahme würde kurzfristig und zielgerichtet Familien mit geringem Einkommen helfen und sie vor Armut schützen.

Allerdings fehlen hier weiterhin die dringend notwendigen Verbesserungen im Bereich der soziokulturellen Teilhabe. „Für uns darf diese neue Leistung daher nur ein erster Schritt hin zu einer Kindergrundsicherung in Höhe von 573 Euro im Monat sein, die mit steigendem Einkommen sinkt und neben dem sächlichen Existenzminimum auch den Teilhabebedarf abdeckt“, so Christiane Reckmann weiter.

Seit 2009 fordert das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG eine Reform der monetären Kinder- und Familienförderung. Ein entsprechendes Konzept wird seitdem mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft diskutiert und ständig weiterentwickelt. Dem Bündnis Kindergrundsicherung gehören dreizehn Verbände und zwölf Wissenschaftler/innen an (www.kinderarmut-hatfolgen.de)

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news-392Fri, 22 Sep 2017 10:21:28 +0200Kinderarmut bekämpfen: Bündnis für Kindergrundsicherung/aktuelles/aktuelles/details/kinderarmut-bekaempfen-buendnis-fuer-kindergrundsicherung/ Der Paritätische Gesamtverband ist dem Bündnis Kindergrundsicherung beigetreten. Kinderarmut bekämpfen: Paritätischer tritt Bündnis Kindergrundsicherung bei

Der Paritätische Wohlfahrtsverband ist heute dem Bündnis Kindergrundsicherung beigetreten. Das vom Bündnis vertretene Modell sei gerecht, einfach und geeignet, Einkommensarmut von Kindern wirksam zu bekämpfen. Es verdiene die volle Unterstützung des Verbandes. Nach der Bundestagswahl müsse die Bekämpfung der dramatisch hohen Kinderarmut Priorität erhalten, so der Appell des Paritätischen an die Politik.

„Im Verband gab es einen sehr langen und sehr gründlichen Diskussionsprozess, der letztlich dazu geführt hat, dass einstimmig und mit großer Überzeugung der Beitritt zum Bündnis Kindergrundsicherung beschlossen wurde“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Das Modell des Bündnisses sieht die Einführung einer Kindergrundsicherung in Höhe von 573 Euro für jedes Kind vor, die mit steigendem Familieneinkommen sinkt. Sie orientiert sich daran, was Kinder tatsächlich für ein gutes Aufwachsen benötigen und verhindert so Kinderarmut nachhaltig.

„Das vom Bündnis vertretene Modell stellt den Familienlastenausgleich vom Kopf auf die Füße. Der Staat würde nicht länger Spitzenverdiener bevorteilen, sondern künftig die Familien besser fördern, die wenig haben und entsprechend mehr benötigen. Würde das Konzept umgesetzt, bekämen einkommensarme Familien endlich mehr Kindergeld als Spitzenverdiener“, so Schneider. Eine riesige Ungerechtigkeit in der bisherigen Familienförderung würde damit beendet.

Nach aktuellen Zahlen lebt mittlerweile jedes fünfte Kind in Deutschland in Armut. „Die hohe Zahl der Kinder in Armut spiegelt das Versagen der Politik in der Armutsbekämpfung wider. Angesichts der Tatsache, dass das Wort Kinderarmut im letzten Koalitionsvertrag nicht einmal vorkam, kann diese Entwicklung kaum überraschen. Der Koalitionsvertrag der nächsten Regierung muss zwingend einen Masterplan zur Armutsbekämpfung enthalten“, fordert Schneider.

Mehr Informationen zum Bündnis:

www.kinderarmut-hat-folgen.de

 

 

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news-218Wed, 03 May 2017 13:33:00 +0200Stellungnahme zum KJSG/aktuelles/aktuelles/details/stellungnahme-zum-kjsg/ Stellungnahme des Paritätischen Gesamtverbandes zum Regierungsentwurf des "Kinder und Jugendlichen Stärkungsgesetzes (KJSG)"Zum Regierungsentwurf eines "Kinder und Jugendlichen Stärkungsgesetzes (KJSG)" hat der Paritätische Gesamtverband seine Stellungnahme veröfffentlicht. Er empflieht eine Reihe von Änderungen des Gesetzes im parlamentarischen Verfahren, betont aber zugleich: Ohne eine Streichung der Änderungen in den §§ 13 Abs. 3 und 78 f Abs. 2 SGB VIII ist das Gesetz aus seiner Sicht nicht zustimmungsfähig. ]]>news-217Wed, 19 Apr 2017 13:22:00 +0200Regierungsentwurf SGB VIII /aktuelles/aktuelles/details/regierungsentwurf-sgb-viii/ Seit dem 12. April 2017 liegt jetzt ein Regierungsentwurf für ein Gesetz „zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendlichenstärkungsgesetz – KJSG) vor. Im Vergleich zu den Arbeitsentwürfen des Sommers 2016 hat er ein wesentlich anderes Gepräge, aber auch im Vergleich zu der abgespeckten Referatsentwurfsfassung vom 17.03.2017 haben sich noch eine ganze Reihe von Änderungen ergeben.

Schwerpunkte des Entwurfs sind aus der Sicht der Bundesregierung:

1. Verbesserung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen;

2. Stärkung von Pflegekindern und ihren Familien;

3. Qualifizierung von Schutzinstrumenten und –maßnahmen;

4. Verbesserung der Kooperation im Kinderschutz und

5. Bedarfsgerechtere Leistungen und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe.

Umstritten ist insbesondere die Bestimmung in § 78 f. Danach sollen die Länder die Kostenerstattung für umF an die örtlichen Träger (§ 89d Abs.1) davon abhängig machen können, ob Rahmenverträge zwischen den Landesministerien, den kommunalen Spitzenverbänden und den Landes-Zusammenschlüssen der Leistungserbringer speziell für Leistungen an umF abgeschlossen wurden und darüber hinaus „Beachtung“ finden! Anhängend der Regierungsentwurf und eine Lesehilfe zum Entwurf, bei der die Änderungen in den Fließtext des SGB VIII eingearbeitet wurden.

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news-140Thu, 19 Jan 2017 14:34:00 +0100Allianz für Weltoffenheit/aktuelles/aktuelles/details/allianz-fuer-weltoffenheit/ Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein ist Teil der Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat. Diese nimmt in Schleswig-Holstein ihre Arbeit auf. Wir wollen ein weltoffenes und solidarisches Land, wir treten gemeinsam gegen Hass und Gewalt ein.